01.08.2012 | 11:03

Guter Bruterfolg bei Weißstörchen in Niederösterreich

Pernkopf: Optimaler Lebensraum zum Brüten

Mitte Juli wurden vom Verein BirdLife Österreich in Niederösterreich und im Burgenland insgesamt 179 von Weißstörchen besetzte Horste kontrolliert. Diese Kontrollen, die alljährlich durchgeführt werden, ergaben, dass heuer ein gutes Weißstorch-Jahr ist - es konnten insgesamt 380 Tiere gezählt werden, damit wurden in den vergangenen zwei Monaten durchschnittlich 2,12 Jungvögel pro besetztem Horst aufgezogen. In großen Teilen Niederösterreichs war beim Bruterfolg heuer ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, in den Donau-Auen lag die Zahl der Jungvögel pro Horst bei durchschnittlich 3,1, in der Buckligen Welt bei 2,6 und im Waldviertel bei 2,2. Werte über zwei Jungvögel pro Horst sind in Österreich bereits als sehr guter Bruterfolg zu bezeichnen, 2008 war mit 2,3 ausgeflogenen Jungen pro Brutpaar ein Rekordjahr.

Für Niederösterreichs Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf ist die positive Entwicklung der Weißstorchpopulation ausgesprochen erfreulich: „Ich bin sehr stolz, dass die Weißstörche in Niederösterreich jedes Jahr einen optimalen Lebensraum zum Brüten vorfinden. Nicht zuletzt greift hier die Horstsicherung der BirdLife-Expertinnen und -Experten im Rahmen des vom Land Niederösterreich und dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung geförderten Projekts CORO-SKAT".

Einzig im niederösterreichischen „Storchenparadies Nummer eins" - den March-Thaya-Auen - fällt der diesjährige Bruterfolg witterungsbedingt geringer aus als im Vorjahr. „Das Ausbleiben des Frühlingshochwassers in den March-Thaya-Auen hat immer auch Auswirkungen auf das Futterangebot der Störche", so Eva Karner-Ranner, Weißstorch-Expertin bei BirdLife Österreich.

Der Bruterfolg des Weißstorchs wird im Wesentlichen von zwei Kriterien bestimmt: dem Nahrungsangebot für die Jungen und der Witterung speziell im Juni. Je mehr Futter - insbesondere Insekten - die Altstörche finden, umso mehr Jungvögel können überleben. Die bereits älteren Jungvögel erhalten von ihren Eltern Mäuse als Nahrung. Da heuer in weiten Teilen Ostösterreichs aufgrund einer guten Buchen- und Eichelmast im vergangenen Jahr ein gutes Mäusejahr zu verzeichnen ist, hat sich dies auch positiv auf den Bruterfolg der Störche ausgewirkt.

Nähere Informationen: Birdlife Österreich, Mag. Bettina Klöpzig, Telefon 0699/18 15 55 65, e-mail bettina.kloepzig@birdlife.at, http://www.birdlife.at/.

 

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