10.05.2012 | 00:49

„Ein Land im Zeitraffer - Niederösterreich seit 1848"

Neue Zeitgeschichte-Ausstellung im Landesmuseum

„Ein Land im Zeitraffer - Niederösterreich seit 1848" nennt sich die neue landeskundliche Sonderausstellung im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten, die vor ihrer heute, Donnerstag, 10. Mai, ab 19.30 Uhr durch Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka vorgenommenen Eröffnung im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wurde.

In Bezug auf die in nachbarschaftlicher Kooperation zwischen dem Landesmuseum und dem Landesarchiv entstandene Schau sprach Mag. Carl Aigner, Direktor des Landesmuseums, dabei vom Start einer neuen Programmschiene, handelt es sich dabei doch um die erste Ausstellung zur Zeitgeschichte in Niederösterreich, einer der drei Themensäulen des Hauses.

Dr. Willibald Rosner, Leiter des Landesarchivs und der Landesbibliothek sowie gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Mag. Elisabeth Loinig und Dr. Stefan Eminger auch Kurator der Schau, betonte ebenfalls, dass damit im Landesmuseum die Geschichte erstmals von der virtuellen auf eine haptische Ebene gehoben wird. Gemäß ihrem Titel erzählt die Schau die Geschichte des Landes von der gescheiterten Revolution des Jahres 1848 bis zur Übersiedlung der Landesregierung in die neue Landeshauptstadt 1997 in bestimmten Fokussierungen.

So legte Loinig ihre Schwerpunkte in den letzten 70 Jahren der Monarchie auf die Umgestaltung in Wirtschaft und Politik: Neben Fragen der Verfassung, Verwaltung und des Weges vom Untertan zum freien Bürger setzt sie sich dabei auch mit dem Industrialisierungsschub in der Gründerzeit auseinander, der 1914, als Niederösterreich z. B. in der Textilindustrie über weltweit erfolgreiche Industriebetriebe verfügte, ein jähes Ende fand.

Eminger wiederum beginnt seinen Abschnitt mit der wissenschaftlichen Hinterfragung von Stereotypen aus der Zwischenkriegszeit und führt über Dollfuß, die NS-Zeit und die Befreiung zur niederösterreichischen Landesidentität nach 1945, der 16 eigene Vitrinen gewidmet sind. Die u. a. in „Modernisierung im Nachholverfahren" und „1989 - Niederösterreich ohne Grenzen?" unterteilte Phase nach 1955 bezieht sich abschließend ausschließlich auf wirtschafts- und sozialgeschichtliche Aspekte und blendet politische Komponenten bewusst aus.

Alle historisch relevanten Punkte, die in „Ein Land im Zeitraffer - Niederösterreich seit 1848" ob des Charakters der Schau nicht gezeigt werden können, sind im Katalog (Verlag der Provinz, ISBN 978-3-99028-068-3) nachzulesen, der sich als integraler Bestandteil der Ausstellung versteht. Die Exponate kommen aus dem Landesmuseum, dem Landesarchiv, der Landesbibliothek sowie aus den über 400 niederösterreichischen Lokal- und Regionalmuseen.

Ausstellungsdauer: bis 27. Jänner 2013; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag bzw. an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr. Nähere Informationen beim Landesmuseum Niederösterreich unter 02742/90 80 90-999, e-mail info@landesmuseum.net und http://www.landesmuseum.net/.

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