16.04.2012 | 15:40

Herzinfarktversorgung in Mödling, Wiener Neustadt, Eisenstadt

Sobotka: Dezentrale Spitalsstandorte auch in Zukunft nötig

In den vergangenen fünf Jahren wurden mehr als 2.000 Patienten mit akutem Herzinfarkt durch Katheterintervention in den Landeskliniken Mödling und Wiener Neustadt sowie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt behandelt. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum rund 18.000 Untersuchungen. Eine Erfolgsbilanz zu diesem länderübergreifenden Netzwerk zur Herzinfarkt-Akutversorgung im südlichen Niederösterreich und nördlichen Burgenland wurde heute, Montag, 16. April, bei einer Pressekonferenz in Wiener Neustadt gezogen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka erinnerte dabei an den Ausbau der Akutversorgung für Herzinfarkte von Wiener Neustadt aus über die Landesgrenze bis ins Burgenland bzw. in die Thermenregion. „Dass sich diese zehn Jahre im Bereich der Herzinfarktversorgung so erfolgreich entwickelt haben, verdanken wir unserem dezentralen Kooperationsmodell. Tausende Patienten sind an den drei Spitalsstandorten bestens behandelt und betreut worden und können heute ein völlig beschwerdefreies Leben führen", so Sobotka. Dies sei auch auf die Rettungskette zurückzuführen, die von der Alarmierung über den Notruf 144 und den Notarztwagen bis hin zur Behandlung mittels Herzkatheter optimal funktioniert. „Diese rasche und effiziente Versorgung ist einmal mehr ein Beweis dafür, dass wir als Bundesland Niederösterreich an unserer Konzeption der Dezentralität der Spitäler auch in Zukunft festhalten müssen." Überdies führe diese Dezentralität der Spitäler zu einer positiven Konkurrenzsituation, so der Landeshauptmann-Stellvertreter. 

Für Sobotka ist es wichtig, dass durch den Neubau in Wiener Neustadt die lebensrettenden Maßnahmen noch besser aufeinander abgestimmt werden: „Diese Investitionen in die Krankenhausinfrastruktur sind notwendig, um noch effizienter, schneller und weniger umständlich arbeiten zu können". Dabei sei in der Vergangenheit im Bereich der Herzinfarktvorsorge viel Kompetenz aufgebaut worden, die auch international immer mehr anerkannt werde, erinnerte Sobotka an die vielen Publikationen im wissenschaftlichen Bereich. „Unsere Aufgabe ist es, die modernste Medizin zu den Patienten zu bringen, um auch in der Anwendung den nötigen Erfolg herzustellen", meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter abschließend.

Primar Prof. Dr. Leo Marosi vom Landesklinikum Wiener Neustadt meinte: „Aufgrund des hohen Bedarfs und des medizinischen Fortschritts war eine fachliche Spezialisierung im Bereich der Koronarangiographie notwendig, die bereits vor zehn Jahren in Wiener Neustadt gesetzt wurde." Primar Dr. Franz Xaver Roithinger vom Landesklinikum Mödling sagte: „Mit Aktionen wie ‚Schau auf dein Herz\', die das nächste Mal am 5. Mai in Mödling stattfindet, setzen wir wichtige Impulse im Bereich der Prävention." Primar Dr. Karl Silberbauer, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, erinnerte: „Die hohe Qualität bei der Herzinfarktversorgung ist auch auf das effiziente Notarztsystem zurückzuführen." Prof. Dr. Johann Pidlich, Ärztlicher Direktor des Landesklinikums Baden-Mödling, führte aus: „Als besondere Maßnahmen zur Qualitätssteigerung wurde das Herzkatheterlabor in Mödling im vergangenen Jahr ISO zertifiziert".

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Sobotka unter 02742/9005-12221, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.      

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