19.03.2012 | 13:11

Handbuch für Sicherungsmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden präsentiert

Sobotka, Mikl-Leitner: Bürgernähe und Sicherheit sind kein Widerspruch

Rund ein Jahr nach dem tragischen Vorfall in der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung in Klosterneuburg wurden heute, Montag, 19. März, in den Räumen des Landesklinikums Mostviertel in Melk zwei Handbücher für Sicherungsmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden präsentiert, die in einem Arbeitskreis von Bundeskriminalamt, Opferhilfe und Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) entstanden sind. 

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka betonte dabei: „Die Prävention ist die beste Möglichkeit Menschen sensibler zu machen und gleichzeitig auch potenzielle Täter abzuschrecken." „Es geht darum, Mitarbeiter zu schulen und Führungskräfte in ihrer Verantwortung zu begleiten sowie Sicherheitspläne für öffentliche Gebäude auszuarbeiten", so Sobotka. Es sei notwendig, Vorkehrungen zu treffen und Verhaltensanleitungen zu geben, „wie man sich in Situationen verhält, wenn Panik auftritt." Der Schutz der Menschen in öffentlichen Einrichtungen stehe an oberster Stelle. Dabei dürfe aber die Bürgernähe, Offenheit und Serviceorientiertheit in Niederösterreich nicht aufgegeben werden, so der Landeshauptmann-Stellvertreter.

„Die Ratgeber geben viel an Information, an Handlungsanleitung und an Tipps für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Einrichtungen", so Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner. „Dabei zeigt sich, wie schmal der Grad in öffentlichen Einrichtungen ist, direkt beim Bürger zu sein und Mitarbeiter, die erste Ansprechstelle sind, keinen Gefahren auszusetzen." Gerade der direkte Kontakt mit den Bürgern stehe ganz oben in der Prioritätenliste. „Mit den Broschüren wollen wir die Balance schaffen, Bürgernähe zu leben und gleichzeitig mehr Sicherheit für die Mitarbeiter zu garantieren", so die Innenministerin.

Für die aktuellen Handbücher seien die Negativereignisse der letzten Jahre im Detail analysiert und daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet worden. „Die Schlussfolgerungen wurden in den beiden Handlungsleitfäden für Führungskräfte und Mitarbeiter gezogen, wie sie mit gefährlichen Situationen umgehen, Ruhe bewahren und Nerven zeigen", so Mikl-Leitner. Wichtig sei, einen Krisenstab bzw. Krisenpläne zu erstellen und neue Standards in der Aus- und Weiterbildung zu setzen. Dazu gebe es die Zivilschutzschule in der Sicherheitsakademie für Schulungskräfte bzw. die Fachhochschule Wiener Neustadt.

Christian Kunstmann, Generalsekretär des KSÖ, erinnerte: „Prävention ist nicht nur Aufgabe der Polizei, sondern die gesamte Gesellschaft kann ihren Beitrag zu einem sicheren Österreich leisten. Unsere Aufgabe ist es, die Sicherheit nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Besucher zu steigern".

Mag. Peter Hruschka, Kaufmännischer Direktor im Landesklinikum Melk, sagte: „Wir wollen, dass Mitarbeiter ein Gefühl für Sicherheit entwickeln".

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Sobotka unter 02742/9005-12221, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail mailto:eberhard.blumenthal@noel.gv.at#.

 

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