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Die häufigsten Fragen zum Alltagsradverkehr (FAQ)

Anfragen von BürgerInnen zu speziellen Themen, z.B.: touristisches Radfahren, Bike & Ride, Rechtsfragen, etc. werden von den zuständigen Fachabteilungen beantwortet und gesammelt:






Ziele - Worum geht es bei der Kampagne RADLand?

Bei der Kampagne RADLand geht es um die Steigerung des Radverkehrs insbesondere auf Alltagswegen. Durch ein mehrjähriges Motivationsprogramm - in Verbindung mit Förderungen von Infrastrukturmaßnahmen wie Radständer, Radverbindungen, etc. -  wollen wir den Anteil des Radlns steigern. Die Kampagne RADLand richtet sich an jede und jeden von uns, an Gemeinden, öffentliche Einrichtungen, Schulen und Betriebe.

Fast 25 Prozent der Autofahrten in Niederösterreich sind kürzer als 2,5 Kilometer. Ein beträchtlicher Teil davon kann problemlos mit dem Rad zurückgelegt werden. Das hilft nicht nur dem Klimaschutz sondern auch der Gesundheit, vermeidet Verkehrslärm und hebt damit die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden.




Mobilitätsmanagement - Was sind die Zielsetzungen?

Seit den 90-er Jahren spielt der Begriff des Mobilitätsmanagements in den Diskussionen um Verkehrspolitik eine immer größere Rolle. Dabei geht es darum, VerkehrsteilnehmerInnen ein breit gefächertes Angebotsspektrum alternativer Beförderungsgelegenheiten einschließlich der notwendigen Informationen darüber zur Verfügung zu stellen, damit sie sich von Fall zu Fall für oder gegen die Benutzung eines PKW entscheiden können.

Das Mobilitätsmanagement versucht, einerseits die Bedürfnisse der Menschen nach Mobilität zu erfüllen, andererseits die klima- und umweltschädigenden Auswirkungen wie Emission von Treibhausgasen, Feinstaub und anderen Luftschadstoffen, Lärm, Raum- und Landschaftsverbrauch etc. zu minimieren.

Beratungen führt die NÖ.Regional.GmbH durch.




Mobilität und Rad - Welche Rolle spielt die Fahrzeugwahl?

Da rund die Hälfte aller Autofahrten in Niederösterreich kürzer als 5 km ist, bietet sich das Radln als optimale Alternative zum PKW oder auch ÖV an:

  • RadlerInnen sind kostengünstig unterwegs.
  • RadlerInnen sind nicht an Ankunfts- und Abfahrtszeiten gebunden.
  • RadlerInnen sind unabhängig vom Angebot an Parkplätzen und benötigen nur wenig Raum, um ihr Fahrzeug abzustellen.
  • RadlerInnen können individuell und spontan ihre Routen ändern oder anpassen. Sie sind individuell unterwegs.
  • RadlerInnen können - bei richtiger Ausrüstung - auch größere und schwerere Gegenstände transportieren.
  • RadlerInnen sind leise. Sie emittieren kaum Lärm. Sie sind auch abgasfrei.
  • RadlerInnen leisten aktiv einen Beitrag zur Verkehrssicherheit.
  • RadlerInnen erleben und beleben unsere Orte und machen sie zu Stätten der Begegnung.
  • RadlerInnen sorgen für ihre Gesundheit vor und leisten so einen Beitrag zur Volkswirtschaft.



Ablauf - Seit wann gibt es die Kampagne RADLand? Wann wird sie auslaufen?

RADLand gibt es seit 2007. Die Kampagne RADLand ist ein Folgeprojekt zum Verkehrsparen. Dort hatte sich nämlich gezeigt, dass der Umstieg aufs Rad vor allem dann gelingt, wenn die Menschen sich bewusst machen, welche Vorteile Radfahren bringt.  Zurzeit läuft die Kampagne ohne zeitliche Begrenzung.




Organisation - Wie ist die Kampagne RADLand organisiert?

Die Koordination von RADLand ist beim Amt der NÖ Landesregierung in der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten angesiedelt. Es wirken aber zahlreiche AkteurInnen und Partnerorganisationen mit, um dem Alltagsradverkehr zu einer breiteren Popularität zu verhelfen, nämlich:




Recht - Wer ist rechtlich für das Radfahren zuständig?

Fürs Radln im Alltag sind grundsätzlich die Gemeinden verantwortlich. Das Land NÖ schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen und fördert gezielt Projekte und Maßnahmen.

Sofern im NÖ Landesstraßengesetz von 1999 nicht anders geregelt, gelten folgende Zuständigkeiten:  

  • Gemeindestraßen: BürgermeisterIn bzw. der Magistrat sind Behörde I. Instanz; der Gemeinderat bzw. der Stadtsenat sind Behörde II. Instanz.
  • Landesstraßen: die Bezirksverwaltungsbehörde ist Behörde I. Instanz und die Landesregierung Behörde II. Instanz.



Radinfrastruktur und Öffentlichkeitsarbeit - Wer ist dafür zuständig?

Die Gemeinden sind für die Errichtung und Erhaltung von Infrastruktur für den Radverkehr verantwortlich. Im Bereich der touristischen Hauptradrouten unterstützt die Abteilung Güterwege des Amtes der NÖ Landesregierung die Gemeinden bei dieser Aufgabe.

Besonders wichtig sind die Aktivitäten der Gemeinden bei der Bewusstseinsbildung für den Alltagsradverkehr und der Gestaltung der Rahmenbedingungen. Aufgaben sind zum Beispiel:

  • Sichtbar machen des Alltagradverkehrs im Straßenraum
  • Organisation von Veranstaltungen (Radlfrühstück, Radltage, Fotowettbewerb, etc)
  • Vorbildwirkung der EntscheidungsträgerInnen einer Gemeinde
  • Radabstellanlagen
  • Radstationen/Selfservicestationen
  • Leitsysteme
  • Nextbike - Verleihstationen
  • Beseitigung von Gefahrenstellen (Engstellen, Kreuzungen, etc.)



Tourismus - Wie arbeitet RADLand NÖ mit dem niederösterreichischen Tourismus zusammen?

RADLand NÖ strebt in möglichst vielen Bereichen die Kooperation mit den touristischen Destinationen und der NÖ Werbung an. Beispiele sind die Veröffentlichung von Kartenmaterial, die Kooperation bei Radrouten, etc..

Das Webportal der NÖ Werbung bietet auch zahlreiche Informationen zum Moutainbiking und zum Radtourismus. Viele AlltagsradlerInnen sind ja auch begeisterte Freizeit-RadfahrerInnen, die auf Radausflüge fahren oder gar über Stock und Stein auf "funbiketrails" radln.   

Neben den Verantwortlichen in den einzelnen Destinationen Niederösterreichs liegt die Gesamtkoordination bei Dr.in Sylvia Gleitsmann, touristische Radkoordination und -vermarktung, Niederoesterreich-Werbung GmbH, und Mag. Christian Weinberger, touristische Rad-Infrastruktur, ecoplus.  




Exekutive - Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Exekutive (Polizei)?

Für RadlerInnen gelten die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.

Um diese Bestimmungen kennen zu lernen, gibt es für SchülerInnen der 4. Schulstufe die Möglichkeit, die Prüfungen für den Fahrradführerschein abzulegen. RADLand NÖ kooperiert in Fragen des Fahrradführerscheins und der Verkehrssicherheit mit der Exekutive.




Fahrradhandel - Wie kooperiert RADLand NÖ mit dem Fahrradhandel?

Zahlreiche RadhändlerInnen unterstützen die Kampagne RADLand Niederösterreich mit besonderem Engagement für das Radfahren im Alltag durch Bewusstseinsbildung, kompetente Kundenberatung und günstige Angebote speziell für AlltagsradlerInnen. Eine Liste dieser Radhandelsbetriebe finden Sie hier.




Leihräder - Mit wem arbeitet RADLand NÖ bei den Leihrädern zusammen?

nextbike, das niederösterreichische Fahrrad-Verleihsystem ist weltweit das erste flächendeckende im ländlichen Raum. Seit dem Probebetrieb 2009 wurde das System ausgeweitet und verbessert. Nähere Informationen finden sie hier.




Österreich-Koordination - Wie werden die Aktivitäten Österreichweit koordiniert?

Seit 1. Februar 2008 koordiniert Dipl.Ing. Martin Eder als Bundesradverkehrskoordinator die Forcierung des Radverkehrs im Rahmen des Masterplans Radfahren. DI Eder arbeitet in der Abteilung V/5 Verkehr, Mobilität, Siedlungswesen, Lärm des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium).




International - Was tut sich international zum Thema Radfahren?

In Ländern wie den Niederlanden, Dänemark, Deutschland oder Schweiz, die höhere Radverkehrsanteile als derzeit Österreich haben, besitzt der Radverkehr seit längerem einen hohen Stellenwert. Auch sind erfreuliche neue Trends für das Radfahren in vielen Ländern, wie etwa Tschechien oder Spanien und in vielen Städten, wie beispielsweise in New York, London oder Paris, wo der Radverkehr bisher einen geringeren Stellenwert hatte, zu beobachten.




Zielgruppen - An wen richtet sich RADLand NÖ?

Prinzipiell an alle NiederösterreicherInnen, die Rad fahren können und wollen!

Spezielles Service gibt es vor allem für Gemeinden, da sie wichtige Multiplikatorinnen sind. Gemeinden können durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Bewusstseinsbildung, der Rad-Infrastruktur (z.B. Abstellanlagen) und Vorbildwirkung der EntscheidungsträgerInnen viel bewegen. Dazu brauchen sie Unterstützung und Wissen.

Schulen sind weitere wichtige Partnerinnen für RADLand: zum einen sind sie Quellen von viel Verkehr, zum anderen können in Schulen die Weichen für die Zukunft gestellt werden.




Aktionen - Welche Aktionen gibt es bei der Kampagne RADLand?

Unter der Marke RADLand läuft eine Reihe von Aktivitäten, deren Schwerpunkte sich jedes Jahr etwas verändern. Aktuelle Termine finden Sie unter RADLand




AlltagsradlerInnen - wer kann im Alltag radln?

Jede und Jeder, der oder die körperlich dazu in der Lage ist. Je nach Wetter sind vielleicht einige Anpassungen der Bekleidung notwendig. Ob jemand für das Radl entscheidet, hängt aber auch von anderen Faktoren an:

  • Welche (attraktiven) Radrouten stehen zur Verfügung?
  • Wie dicht ist der sonstige motorisierte Verkehr?
  • Stehen ausreichende und sichere Radabstellanlagen an den Wegzielen zur Verfügung?
  • Können Kinder eigenständig auf ihrem Rad mitfahren?
  • Kann auf dem Rad etwas transportiert werden?
  • Komme ich sicher an mein Ziel?

Einige dieser Faktoren können die Gemeinden beeinflussen und ihre Gemeinde radl-freundlich gestalten.




Informationsmaterial - Welche Broschüren und Informationsmaterial gibt es?

Informationen zu diesem Thema sind auf der Homepage von RADLand gesammelt.




RADLand Coaching - Was ist das RADLand Coaching?

Seit 2014 werden alle Förderungen und Mittel in den Aufbau sogenannter RADLgrundnetze konzentriert. Gemeinden, in deren Gebiet ein RADLgrundnetz erarbeitet wird und die sich daran beteiligen, können sich auch um ein RADLand Coaching bewerben. Nähere Informationen unter RADLand.




Maßnahmen - Welche Maßnahmen kann eine Gemeinde setzen, um ihre BürgerInnen zum Radln zu motivieren?

Auch mit wenig Budget kann das Radln im Ort verbessert werden. Der Radverkehr soll fixer Bestandteil der Planungen im Ort sein: Radfahren beginnt im Kopf und sollte immer mitgedacht werden! Eine Reihe von Maßnahmen hat RADLand NÖ aufgelistet.




Förderungen - Welche Förderungen zum Thema Radfahren gibt es überhaupt?

Einen Überblick über mögliche Förderungen für Gemeinden gibt es hier




Schulangebote - Welche Maßnahmen für Schulen gibt es?

RADLand unterstützt die AUVA Radworkshops für Volksschulkinder,  sowie die Projekte zum umweltfreundlichen Schulweg „Klimafit zum Radlhit" (für ganze Klassen) und Bikeline (einzelne SchülerInnen).




Schulen - Warum sollen Schulen etwas fürs Radln tun?

Schulen sind zum einen ein wichtiger Anziehungspunkt für Verkehr. Kommen die Lehrkräfte und SchülerInnen mit dem PKW oder im Umweltverbund? Wie gut ist eine Schule an das Radroutennetz angeschlossen? Bietet die Schule ausreichend Radabstellplätze an?

Zum anderen gilt es, bereits in jungen Jahren die Weichen für eine nachhaltige und umweltschonende Mobilität zu stellen.

Ein selbstständig zurückgelegter Schulweg reduziert nicht nur die Anzahl der Begleitwege, sondern fördert die Entwicklung des Kindes in mehrfacher Hinsicht:

  • Das Kind kann eigenständig den Weg zurücklegen und sich hiermit ein Stückchen Welt aneignen. Dies stärkt das Selbstvertrauen und unterstützt die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts.
  • Bewegung generell - und damit auch auf dem Schulweg - ist für Kinder der Zugang zur Welt, ermöglicht Handeln, fördert die selbstständige Bewältigung des Alltags und die motorische und soziale Entwicklung. Bewegung macht Spaß und unterstützt den Stressabbau.
  • Der Schulweg bietet die Gelegenheit, neue Erfahrungen zu verarbeiten, und schafft Übergänge zwischen zu Hause und der Schule und umgekehrt.
  • Bewegungsmangel macht krank: Übergewicht, Überaktivität (ADHS), Haltungsschäden und auch Unfälle sind die Folge.
  • Kinder, die ihren Schulweg aktiv zurücklegen, sind in der Schule aufmerksamer und ausgeglichener.
  • Die Teilnahme am Verkehr und Bewegung im Verkehrsgeschehen schult das verkehrssicher Verhalten.



Schulweg - Welche Aktionen gibt es für den Schulweg mit dem Rad?

RADLand Niederösterreich fördert zwei Aktionen, um möglichsten vielen Schulen, Lehrkräften und SchülerInnen ein maßgeschneidertes Angebot zur Verfügung stellen zu können:

Klimafit zum Radlhit" richtet sich an Klassen (5. - 8. Schulstufe), die im September für reale,  umweltfreundlich zurückgelegte Schulwege (zu Fuß, mit dem Rad, mit dem ÖV) online Kilometer sammeln. Auf sechs virtuellen Strecken nach St. Pölten gibt es Interessantes über Niederösterreich zu entdecken und Preise zu gewinnen. Die Inhalte des Wettbewerbs lassen sich in den Unterricht integrieren. Die im Internet vorgezeichneten Routen entsprechen realen Radrouten, die die SchülerInnen gemeinsam oder auch einzelnen (z.B. mit den Eltern als Wochenendausflug) radln können. Die Kosten für dieses Projekt trägt RADLand. Es bedarf keiner Vorbereitungsarbeiten durch die Schule.

Bikeline richtet sich an einzelne SchülerInnen (5. - 13.Schulstufe), die auf vorgegebenen Strecken mit Haltestellen in Gruppen (oder auch einzeln) ihren Schulweg mit dem Rad zurücklegen. Dazu müssen Gemeinden und Schulen mögliche Strecken und Haltestellen festlegen und mit Haltestellentafeln ausrüsten. Während die Kinder ihre Schulwege mit dem Rad zurücklegen, reisen sie im Mai/Juni auch virtuell um die Welt und können dabei verschiedene Preise gewinnen. Diese Reise findet unabhängig vom Unterricht individuell statt. Zusätzlich werden in der „Street of Fame" jene SchülerInnen geehrt, die die meisten Kilometer, die meisten Höhenmeter oder die meisten Fahrten zurückgelegt haben. Es fallen  jährliche Kosten an, die zu 50% von RADLand gefördert werden können. Ist das System einmal etabliert, kann es über Jahre genutzt werden.




Gefahr auf dem Schulweg - Gefährden wir die SchülerInnen nicht übermäßig, wenn wir sie mit dem Rad in die Schule schicken?

Wenn die SchülerInnen über einen Fahrradführerschein verfügen, sich an die Verkehrsregeln halten  und regelmäßig ihr Fahrkönnen trainieren, tritt häufig der gegenteilige Effekt ein. Projekte wie die Bikeline zielen auf das Zurücklegen des Schulwegs in der Gruppe, was zusätzliche Sicherheit bringt. Die festgelegten Routen sowie Abfahrtszeiten bringen Gewöhnungseffekte: die AutofahrerInnen wissen einfach, dass hier und jetzt die Gruppe unterwegs ist, und passen auf.

Wichtig ist neben dem zuverlässigen Tragen des Helms auch eine helle Kleidung. Gerade in der Übergangszeit oder im Winter sind viele Schulkinder bereits in der Dämmerung unterwegs und bei Nebel noch schlecht sichtbar.




Schultaschen - Wie können SchülerInnen überhaupt die großen Schultaschen transportieren?

Auch Kinderräder können mit entsprechenden Taschen ausgestattet werden. Die Erfahrungen zeigen auch, dass große Schultaschen oft weniger einer Notwendigkeit als einem Mangel an Organisation zuzuschreiben sind. Es wäre daher generell im Interesse der SchülerInnen, sich anders und neu zu organisieren.




Kinder - Ab wann dürfen Kinder auf der Straße Rad fahren?

Kinder dürfen bis zu ihrem zwölften Lebensjahr nur in Begleitung Erwachsener im öffentlichen Verkehr mit dem Rad unterwegs sein. Ausnahme: wer den Fahrradführerschein macht, darf schon ab zehn! Aber bitte immer mit Helm!




Fahrradführerschein - Ab wann dürfen Kinder den Fahrradführerschein machen?

4. Schulstufe: Bei positiv abgelegter Radfahrprüfung erhält das Kind mit Vollendung des 10. Lebensjahres den Radfahrausweis und darf damit auch ohne Aufsicht auf der Straße fahren.

  • Theoretische Prüfung: Vorbereitung und Abnahme durch die LehrerInnen. Lehrbehelfe kostenlos vom Jugendrotkreuz (ÖJRK)
  • Praktische Prüfung: Vorbereitung durch LehrerInnen und Abnahme in Zusammenarbeit mit der Polizei im Verkehrsumfeld.

Kontakt: Landesschulrat Niederösterreich, Sylvia Müller-Andre Tel.: 02742/280-5121 oder sylvia.mueller-andre@lsr-noe.gv.at und örtlich zuständige Polizeidienststelle Tel.: 059 133




Sicherheit für Kinder - Wie kann ich mit meinen Kindern auf Alltagswegen Rad fahren? Soll ich meine Kinder neben mir herfahren lassen?

Voraussetzung dafür ist, dass die Kinder ihr Fahrrad sicher beherrschen und sich im Straßenverkehr (Verkehrsregeln!) vorsichtig verhalten können.

Das Fahrrad der Kinder sollte die richtige Größe haben und gut gewartet sein. Leider zeigt es sich in der Praxis immer wieder, dass Kinderräder und Helme nicht richtig dimensioniert und in schlechtem Zustand sind. Tipps zum richtigen Fahren mit Kindern finden Sie hier

Wichtig: Für Kinder bis 12 Jahren besteht Helmpflicht auf öffentlichen Straßen!




Alltag ohne PKW - wie soll der Alltag funktionieren, wenn wir weniger Auto fahren oder es uns nicht mehr leisten können?

Das Ziel des Mobilitätsmanagements und der Förderung des Alltagsradverkehrs ist, uns vom Autofahren unabhängiger zu machen. Es ist zu erwarten, dass Energie - und hier vor allem fossile Energie - sich weiterhin  verteuert. Auch könnte es aufgrund steigender Emissionen oder des fortschreitenden Klimawandels in Zukunft zu Einschränkungen kommen.

Ein funktionierendes Mobilitätsmanagement und vor allem ein flexibler Mix der Verkehrsmittel - wobei das Rad eine zentrale Rolle spielt - können unsere Mobilität (v.a. im Nahbereich) sicherstellen, so dass ein PKW-freier Alltag ohne oder mit geringen Einschränkungen funktioniert. Für viele Menschen kann der Umstieg aufs Radl sogar einen Anstieg an Lebensqualität bedeuten.




Ausrüstung - Welches Rad brauche ich?

Für das Alltagsradln sind gebrauchte Räder völlig ausreichend. Sie müssen nur fit für die Straße sein (z.B. Bremsen, Licht, Rückstrahler). Wer ein Radl auf dem neuesten Stand der Technik will und an eine Neuanschaffung denkt, sollte einerseits überlegen, ob das Radl „nur" für den Ort gebraucht wird oder ob es auch gleich für Freizeit und Sport genutzt werden soll. Andererseits spielt es natürlich auch eine Rolle, ob sie im Flachen leben oder Ihre Alltagswege über Hügel führen - dementsprechend fällt Rahmen- und Gangwahl aus.

Je genauer Sie Ihre Anforderungen beschreiben können, desto besser werden Sie von FachhändlerInnen beraten werden!




Beschilderung - Wieso ist die Beschilderung der Radwege unterschiedlich?

Für die Beschilderung der Radwege und-routen sind die Gemeinden zuständig. Manche Regionen haben diese Beschilderungen in den letzten Jahren erneuert und zum Teil regional vereinheitlicht (z.B. im Rahmen der Betreuung durch RADLand Coaches). In anderen Regionen sind die Radschilder schon längere Zeit unverändert.

Wenn Sie Anregungen dazu haben, können Sie sich mit Ihrer Gemeinde in Verbindung setzen.




Betriebe – was können sie tun?

Betriebe können eine Menge zur Förderung des Alltagsradverkehrs beitragen und MitarbeiterInnen und KundInnen zum Radln zu motivieren. Auch die Zustellung mit dem Rad kann ein Thema sein.

Gute Tipps gibt es auf:  http://www.radland.at/ und http://www.radeltzurarbeit.at/  Besonderes Augenmerk verdient die Fahrradinfrastruktur wie Radabstellanlagen oder Räumlichkeiten für RadlerInnen (Umkleide-, Duschmöglichkeit). RadlerInnen kümmern sich aktiv um ihre Gesundheit, so dass der Betrieb davon profitiert. Dies kann durch entsprechende Anerkennung zum Ausdruck gebracht werden.




Diebstahl/Abstellanlagen – wie kann ich mein Radl sicher abstellen?

Ein gutes Fahrradschloss und sichere Abstellanlagen sind ein wichtiger Diebstahlschutz. Wenn Abstellanlagen gut einsehbar und beleuchtet sind, steigt auch die soziale Kontrolle gegen Diebstahl und Vandalismus. Wo Radln länger abgestellt werden, schützen überdachte Radständer vor Wind und Wetter und sorgen für einen trockenen Sattel.




Einbahn - Darf ich mit dem Radl gegen die Einbahn fahren?

Einbahnen für den Radverkehr zu öffnen, ist eine der effektivsten Maßnahmen um Alltagsradfahrten zu beschleunigen. Radlstrecken werden dadurch drastisch verkürzt. Das hat aber nur dort Sinn, wo zügiges Radln gegen die Einbahn auch sicher ist. Das Öffnen von Einbahnen fürs Radln bedarf einer Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde. Gegen die Einbahn zu radln, ist also innerhalb entsprechend ausgewiesener Zonen und dort erlaubt, wo Schilder darauf hinweisen.




Einkauf - Wie kann ich mit dem Fahrrad einkaufen gehen?

Eine Studie des Lebensministeriums gemeinsam mit der Wirtschaftskammer hat gezeigt, dass die Hälfte aller Einkäufe unter 5 kg wiegen. Rund 70% aller Einkäufe lassen sich problemlos mit dem Rad transportieren.

Nähere Informationen und Bildbeispiele finden Sie hier.




Fahrradcodierung - Was ist eine Fahrradcodierung?

Für alle FahrradbesitzerInnen bietet die Polizei eine Fahrradcodierung an. Die Besitzeradresse, nicht der Besitzername, wird verschlüsselt auf das Fahrrad graviert. Die BesitzerInnen erhalten Fahrradpässe, in die der Code eingetragen ist. Im Falle eines Diebstahles und des Finden des Rades kann die Polizei mit der Besitzeradresse, die aufgrund der Codierung bekannt ist, Kontakt aufnehmen. Melden Sie daher Ihre Wohnsitzwechsel auch der Polizei.




Fahrradschlösser - Welche Fahrradschlösser sind die besten?

Sparen Sie nicht beim Kauf Ihres Fahrradschlosses. Am besten gegen Diebstahl schützen so genannte Bügelschlösser, aber auch Kabelschlösser, die den Sicherheitsnormen für Bügelschlössern entsprechen.




Freizeitradverkehr - Was ist Freizeitradverkehr?

Ergänzend zum Alltagsradverkehr, wo es um kurze Wege vor allem innerhalb eines Ortes geht, steht der Fachbegriff „Freizeitradverkehr" hinter allem, wo zum Spaß oder als Sport geradelt wird. In Niederösterreich gibt es sieben Hauptradrouten und zahlreiche lokale Routen.

Kontakt: NÖ-Information 02742-9000-9000




Geschwindigkeit - Kann ich mit dem Rad meine Wege schnell erledigen?

Menschen, die schon jetzt ihre Wege mit dem Radl erledigen, geben die Zeitersparnis als wichtigstes Motiv an. Im Gegensatz zu Freizeitfahrten werden Erledigungen und Wege, die im Alltag zu bewältigen sind, ohne Umwege mit dem Rad zurückgelegt. AlltagsradlerInnen sind zielorientiert unterwegs und wollen sicher, aber vor allem auch umwegfrei und ohne lange Aufenthalte, schnell und komfortabel ans Ziel kommen.




Gesundheit - Wie wirkt sich Radfahren auf die Gesundheit aus?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ein Modell entwickelt, das es ermöglicht, volkswirtschaftliche Gesundheitseffekte durch eine Erhöhung des Radverkehrsanteils zu berechnen. Auch europäische Projekte beschäftigen sich mit diesen Fragestellungen.

  • Wer täglich radelt, ist im Durchschnitt 1,3 Tage im Jahr weniger krank, denn Radfahren hat zahlreiche gesundheitliche Effekte:
  • Stress und Ärger können beim Radfahren abgebaut werden.
  • Leistungsfähigere Muskeln stabilisieren die Wirbel und erhöhen die Belastbarkeit der Wirbelsäule, so dass Rückenprobleme verschwinden.
  • Der Gelenkknorpel des Knies wird optimal ernährt und gestärkt.
  • Herz-Kreislaufsystem und Immunsystem werden gestärkt, der Blutdruck gesenkt. (mehr Infos)

Darüber hinaus sprechen WissenschaftlerInnen davon, dass sehr häufiges Radfahren das Herzinfarktrisiko um bis zu 50% senkt, Radfahren Depressionen vorbeugen kann und letztendlich sogar schlauer machen kann, da das Gehirn vermehrt Nervenverbindungen bildet.

Abhängig von Alter, Wohnort und Ersatz von PKW-Fahrten bringt ein oder eine RadlerIn jährlich einen volkswirtschaftlichen Nutzen von € 128 bis € 563 (englische Studie) aufgrund des gesundheitlichen Nutzens.  Die Studie „Gesundheitlicher Nutzen des Radfahrens als Transportmittel" des Fonds Gesundes Österreich  errechnet je nach Szenario 12,2 bis 12,5 Monate gewonnene Lebenszeit (2010).




Gesundheitsrisiko - Schädigen die vielen Luftschafstoffe, die ich beim Radfahren einatme, die Gesundheit?

Im September 2011 haben das Lebens- und das Verkehrsministerium eine Studie präsentiert, die die Risiken beim Radfahren bewertet .

Dazu wurde eine Bewertung der Schadstoffbelastung bei verschiedenen Szenarien des Umstiegs aufs Radl vorgenommen: Die Schadstoffbelastung kann je nach Szenario die Lebenszeit um ein halbes (in Zonen mit geringer Schadstoffbelastung) bis zu knapp sieben Monaten (in verkehrsbelasteten Zonen mit hoher Schadstoffbelastung) verkürzen. Dem gegenüber stehen die positiven Effekte, dass das Radln die körperliche Fitness verbessert und die Lebenszeit je nach Szenario um 12,2 bis 12,5 Monate verlängert.

Fazit: Die positiven Effekte überwiegen selbst unter ungünstigsten Bedingungen wie erhöhte Schadstoffbelastung und Unfallrisiko.




Helm - Brauche ich einen Helm?

Es gibt eine Helmpflicht für Kinder bis 12 Jahren auf allen öffentlichen Straßen und für Kinder bis 15 Jahren abseits dieser Straßen.

Mit Helm sind alle sicherer unterwegs. Das Land NÖ fördert den Kauf von Radhelmen. Das Tragen eines Helms beim Radfahren kann die Schwere einer Kopfverletzung im Falle eines Unfalles verringern. Um sechs Euro bekommen Sie den um 50% vom Land Niederösterreich geförderten Helm (Normalpreis: € 12,--) unter: http://achtung.at/  oder telefonisch 0316 / 426022




Kinderfahrradanhänger - Wo gibt es Testberichte für Kinderfahrradanhänger?

Im Internet findet sich eine Reihe von Testberichten zu Kinderfahrradanhängern:




Klackband - Was ist ein Klackband?

Ein Klackband ist ein sich selbst aufrollender Plastikstreifen, der um Hand- oder Fußgelenk gewickelt wird. Es erfüllt mehrere Funktionen:

  • Es verhindert das Flattern von Ärmel und Hosenbeinen. Die Kleidung bleibt nicht hängen und kommt nicht in die Kette.
  • Reflektierende Klackbänder tragen zur Sicherheit bei, da bei Dunkelheit die Reflektoren im Scheinwerferlicht frühzeitig erkannt werden.



Klimarelevanz - Was bringt Radfahren fürs Klima?

Der Verkehr ist für rund ein Viertel der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich und einer jener Sektoren, in denen die Emissionen kontinuierlich ansteigen. Der Personenverkehr macht dabei über die Hälfte aller Emissionen im Straßenverkehr (der wiederum für den Großteil der Emissionen im Sektor Verkehr verantwortlich ist) aus.

Kurz und einfach gesagt: Der Einfluss des Verkehrs und hier besonders des motorisierten Individualverkehrs auf das Klima ist groß und eines der Sorgenkinder der Klimapolitik. Wer sich also entscheidet, das Auto stehen zu lassen und sich im Umweltverbund zu bewegen, hat einen positiven Einfluss auf das (Welt)Klima. Und je mehr Menschen so handeln, desto größer ist NÖs Beitrag zum Klimaschutz.




Mehrzweckstreifen - Was sind Mehrzweckstreifen?

Mehrzweckstreifen sind eine spezielle Art des Radfahrstreifens und sind durch eine Warnlinie (unterbrochene Sperrlinie) gegen den benachbarten Fahrstreifen abgegrenzt. Im Ausnahmefall - etwa bei Ausweichmanövern - dürfen andere Fahrzeug die Trennlinie kurzfristig und ohne Gefährdung für den Radverkehr überfahren. Mehrzweckstreifen tragen dazu bei, dass sich RadlerInnen sicherer fühlen. Sie signalisieren Kfz-LenkerInnen, dass auf diesen Strecken der Radlverkehr „seine Berechtigung" hat und das Fahrverhalten anzupassen ist.




Mitnahme im ÖV - In welchen öffentlichen Verkehrsmitteln kann ich Fahrräder mitnehmen?

Generell wird versucht, die Mitnahme von Fahrrädern in Bussen und der Bahn zu ermöglichen. Aufgrund des eingeschränkten Platzangebots in Bussen kann der oder die LenkerIn die Mitnahme ablehnen, falls der Platz von anderen Fahrgästen z.B. für Kinderwägen oder Rollstühle benötigt wird.




Moutainbike - Wo darf ich in Niederösterreich Mountainbiken?

Die schönsten Strecken und wertvolle Tipps finden Sie bei Mountainbiken in NÖ

Nicht überall darf Rad gefahren werden. Laut Forstgesetz z.B.  ist der Wald nur für FußgängerInnen zugänglich. Es gibt aber Ausnahmen, für die entsprechende Regelungen geschaffen wurden.




Nachhaltigkeit – was bringt Radfahren für eine nachhaltige Entwicklung?

Radfahren erfüllt alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit:

  • Soziale Nachhaltigkeit: Radfahren sichert die selbstständige Mobilität von Personen, die über keinen PKW verfügen, Ziele wie Versorgungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen etc. sind erreichbar. Radfahren unterstützt kleinräumige (Versorgungs-)Strukturen und kurze Wege.
  • Ökonomische Nachhaltigkeit: Verglichen mit anderen Verkehrsmitteln sind die Investitionen für den Radverkehr pro zurückgelegtem Weg am kostengünstigsten. Radfahren spart darüber hinaus Zeit, Flächen und Raum. Das Nutzen/Kostenverhältnis ist laut internationaler Studien besonders vorteilshalt. Die Allgemeinheit profitiert vor allem bei den Gesundheitskosten, Krankenständen und Staukosten.
  • Ökologische Nachhaltigkeit: Radfahren ist emissionsfrei z.B. bezüglich CO², Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen, Feinstaub, Lärm. Es werden keine fossilen Energieträger verbraucht. Durch den geringeren Flächenbedarf müssen weniger Flächen versiegelt werden, und wertvolle Grünflächen bleiben erhalten.



NÖ Radkarte - Wo gibt es eine NÖ Radkarte?

Einen Überblick über Niederösterreichs Radrouten sowie detaillierte Informationen für die Planung Ihres Radurlaubs finden Sie bei der Niederösterreich-Information, 02742/9000 9000 (Mo - Fr 9 - 17 Uhr), wo Ihnen  ein interaktiver Tourenplaner  zur Verfügung steht.




Outfit - Welches Outfit/Kleidung soll ich beim Radln anziehen?

Für das Alltagsradln gibt es keine eigenen Bekleidungsvorschriften oder Modeerscheinungen. Geradelt wird mit dem, was dort gebraucht wird, wo es hingeht. Sei es mit dem Anzug oder Kostüm ins Büro, in der Montur in die Firma oder im kurzen Schwarzen ins Theater.

Wichtig ist, dass sich nichts in den Speichen verfangen kann - da gibt es „Hausmittel" wie Kluppen oder Gummibändern aber auch schon spezielle Produkte wie Klemmen oder „Klackbänder". Zur Sicherheit sollte ein Helm verwendet werden.




Platzangebot - Wo soll bei überfüllten Straßen der Platz für die RadlerInnen herkommen?

Sowohl in Bewegung als auch im abgestellten Zustand benötigen Räder eine wesentlich kleinere Verkehrsfläche als Kfzs. Dadurch wird Raum für andere Nutzungen frei. Flächen für den Radverkehr müssen befestigt, aber nicht versiegelt sein - das spart Kosten. (Vgl. Michael Meschik, Planungshandbuch Radverkehr. Wien 2008 S.9)




Radfahranlagen - Was sind Radfahranlagen?

Zu den Radfahranlagen gehören Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, Radwege, kombinierte Geh- und Radwege sowie Radfahrerüberfahrten. Radfahranlagen werden speziell fürs Radln angelegt und sollen der Verkehrssicherheit dienen.




Radfahrstreifen - Was ist ein Radfahrstreifen?

Ein Teil der Straße, der nur für RadlerInnen vorgesehen und mittels durchgängiger Bodenmarkierung vom Fließverkehr getrennt ist.




Radrouten - Was ist der Unterschied zwischen Radrouten und Radwegen?

Egal ob Donauradweg oder Stadtrundfahrt, umgangssprachlich werden „Radweg" oder „Radroute" meist einfach für Strecken und Straßen verwendet, die für den Radverkehr empfohlen sind - etwa durch Beschilderung oder Bodenmarkierungen.

In der Fachsprache wird aber klar unterschieden: „Radweg" steht hier für eine baulich und verkehrlich eigenständige Anlage, die nur dem Radverkehr vorbehalten ist (Verkehrszeichen Radweg).

Eine „Radroute" hingegen bezeichnet eine zwar durchgängig fürs Radln eingerichtete Strecke, die aber aus verschiedenen Abschnitten bestehen kann. Das geht von Strecken im normalen Straßenverkehr über Mehrzweck- und Radfahrstreifen, die mittels Bodenmarkierung vom Fließverkehr abgegrenzt sind, bis zu den baulich befestigten Radwegen.




Radrouten - Welche Radrouten gibt es in Niederösterreich (Freizeitradverkehr)?

Es stehen in Niederösterreich sieben so genannte touristische Hauptrouten mit insgesamt 1.250km in rund 250 Gemeinden zur Verfügung, bei deren Wartung und Erhaltung das Land Niederösterreich die (grundsätzlich zuständigen) Gemeinden unterstützt.

Diese sieben Hauptradrouten sind:

  1. Donauradroute (Eurovelo 6)
  2. Kamp-Thaya-March (KTM-Radroute)
  3. Thermenradroute
  4. Eurovelo 9 (von Reinthal/CZ durch Wien in Richtung Wechsel/Steiermark)
  5. Triesting-Gölsental-Radroute
  6. Traisental-Radroute
  7. Piestingtal-Radroute (Biedermeierweg)



Radwege - Wo sollen wir bei den wenigen Radwegen fahren?

Baulich getrennte Radwege sind teuer. Auf manchen Strecken stellen sie sicherlich die optimale Lösung dar, auf anderen Strecken ist die Trennung von motorisiertem Fließverkehr und Radverkehr nicht notwendig.

Internationale Erfahrungen haben gezeigt, dass vor allem innerorts das gemeinsame Benützen von Verkehrsflächen für alle Vorteile bringt: die Geschwindigkeit sinkt und die Sicherheit für AutolenkerInnen, RadlerInnen und FußgängerInnen steigt. Solche Orte haben dann für alle Menschen eine höhere Qualität.

Studien haben überdies gezeigt, dass RadfahrerInnen auf Radwege häufiger Unfälle haben als auf anderen Wegen (Risiko eines Radfahrunfalls pro gefahrenem Kilometer)
Mehr Informationen.




Regen - Was mache ich, wenn es regnet?

Ein Blick in den hohen Norden zeigt: selbst in regnerischen Ländern wie Holland oder Schweden ist das Rad ein Verkehrsmittel für jeden Tag. Mit der richtigen Ausrüstung gibt es eben kein schlechtes Wetter. Das heißt: sollte die Möglichkeit für Regen bestehen, packen Sie die Pelerine ein, bevor Sie sich losfahren!




Sicherheit - Ist Radfahren nicht zu unsicher?

Je mehr Menschen radln, desto sicherer wird es. Eine Gegenüberstellung der Verunglückensrate und des Radverkehrsanteils in der Stadt Wien zeigt dies:

  • Im Jahr 2002 betrug der Radverkehrsanteil 2%. Je 1 Mio. Radlkilometer verunglückten 5 RadfahrerInnen.
  • Im Jahr 2009 war der Radverkehrsanteil mittlerweile auf 5,5% gestiegen und je 1 Mio Radlkilometer verunglückten ca. 1,5 RadfahrerInnen.

Auch internationale Studien zeigen, dass Radfahren umso sicherer wird, je mehr Menschen radln („Safety by Numbers").

Die Sicherheit für RadlerInnen kann durch Geschwindigkeitsreduktion und verkehrsorganisatorische Maßnahmen erhöht werden. In Tempo 30 Zonen passieren weniger Unfälle mit RadlerInnen. Bei 50 km/h konzentrieren sich Autofahrende auf das Geschehen weiter vorne, und das Gesichtsfeld ist eng. Schon bei einer Verringerung der Geschwindigkeit um 20 km/h verbessert sich die Situation für RadlerInnen wesentlich, weil sich das Gesichtsfeld der Autofahrenden erweitert und die Anhaltewege kürzer sind. Tempo 30 Zonen sind daher besonders fürs Radln geeignet.

Daten zu Unfallsrisiken:

Im Jahr 2007 wurden in Niederösterreich rund 1,2% aller verunglückten Radfahrer getötet (768 Verunglückte, davon 9 Getötete). Dem gegenüber verloren rund 2,0% aller verunglückten Pkw-Insassen im Jahr 2007 in Niederösterreich ihr Leben (6304 Verunglückte, davon 124 Getötete).

Eine Auswertung der Zahlen 2005 - 2009 für Österreich hat gezeigt, dass pro 10 Mio. Stunden Verkehrsbeteiligungsdauer die Getötetenzeitrate für RadfahrerInnen 3,38[1] beträgt, jene für AutolenkerInnen 3,65. Bezogen auf 100 Mio. Kilometer Verkehrsleistung leben FußgängerInnen am gefährlichsten mit einer Getötetenrate von 3,31, RadfahrerInnen haben eine Getötetenrate von 2,85, MIV-LenkerInnen von 0,91.

Hochgerechnet auf die Lebenszeit verkürzt sich die Lebensdauer von RadfahrerInnen um 0,7 bis 2,1 Wochen aufgrund von Unfällen. Dem stehen durchschnittlich über  12 Monate gewonnene Lebenszeit aufgrund der verbesserten körperlichen Fitness durch das Radfahren gegenüber.



[1] Getötetenzeitrate wird folgendermaßen gelesen: Wenn ÖsterreicherInnen 10 Millionen Stunden mit dem Rad fahren, so werden in dieser Zeit 3,38 Menschen bei Unfällen getötet, beim Auto sind dies in 10 Millionen Stunden 3,65 AutolenkerInnen. Es sterben also weniger RadfahrerInnen als AutolenkerInnen in diesem Zeitraum.

Getötetenrate: Wenn ÖsterreicherInnen 100 Millionen Kilometer mit dem Rad zurücklegen, werden auf dieser Strecke  2,85 Menschen bei Unfällen getötet, beim Auto sterben 0,91 Menschen. Bezogen auf die Kilometerleistung sterben mehr RadfahrerInnen als AutolenkerInnen (aber weniger als FußgängerInnen)




Sicherheitstipps – wie soll ich mich am Radl im Verkehr verhalten?

  • Halten Sie Ihr Radl fit für die Straße! Beachten Sie für Ihre eigene Sicherheit die Vorschriften bezüglich Lichtanlagen, Reflektoren und Bremsen (Link zu „Gute Radln").  
  • Halten Sie sich an die Verkehrsregeln! Insbesondere sollten Sie sich mit Verkehrszeichen auskennen und den Vorrangbestimmungen verinnerlichen.
  • Halten Sie Kontakt mit anderen VerkehrsteilnehmerInnen! Stellen Sie beim Abbiegen oder Einordnen Blickkontakt mit den AutofahrerInnen her und geben Sie deutliche Handzeichen.
  • Lassen Sie sich nicht einengen! Halten Sie auf Fahrbahnen ohne Radfahrstreifen mindestens einen halben, besser einen ganzen Meter Abstand vom rechten Fahrbandrand! Wer zu weit rechts fährt, verleitet AutofahrerInnen zum knappen Überholen. Kanalgitter können sie beispielsweise behindern, Autotüren können überraschend geöffnet werden.
  • Halten Sie Ihre Linie! Weichen Sie bei Bushaltestellen oder freien Parkplätzen nicht nach rechts aus, um den fahrenden Autos Platz zu machen - es wird sonst schwierig und risikoreich für Sie, sich wieder in den fließenden Verkehr einzuordnen, da Sie in diesem Fall Nachrang haben.
  • Lassen Sie sich sehen! Bleiben Sie bei Kreuzungen nie rechts neben einem Bus oder LKW stehen - Sie werden dadurch für andere unsichtbar. Halten Sie Sichtkontakt! Und achten Sie vor allem bei Dunkelheit auf Sichtbarkeit - helle Kleidung und Reflektoren helfen dabei.
  • Seien Sie eindeutig! Vor allem beim Einordnen bei Kreuzungen gilt: Nehmen Sie auf Ihrem Fahrstreifen Position ein, nicht auf der Mittel- oder Sperrlinie. Dann wissen AutofahrerInnen ganz klar, wohin Sie weiter fahren werden.
  • Vorsicht auch auf Radwegen! RadfahrerInnen auf Radwegen werden von AutolenkerInnen wenig beachtet und daher beim Verlassen oft beim Verlassen der Radfahranlage zu spät gesehen. Achtung, Sie haben Nachrang!
  • Beugen Sie Diebstahl vor! Sichern Sie Ihr Rad immer mit Bügel- oder Kabelschlössern aus gehärtetem Stahl mit einem Durchmesser von mindestens 20 mm. Am besten verwenden Sie zwei oder mehr Schlösser und sichern immer sowohl den Rahmen als auch beide Laufräder.
  • Machen Sie Ihr Rad erkennbar! Mehr verschwundene Räder, als man denkt, werden zwar wieder gefunden, nicht aber deren EigentümerInnen. Nutzen Sie daher die gratis angebotene Codierung der Exekutive.

Holen Sie sich Tipps.




Steigungen - Wie sollen wir in Niederösterreich bei den vielen Steigungen auf Hügel und Berge gut radln können?

So wie auch in Vorarlberg - das das österreichische Bundesland mit dem höchsten Radverkehrsanteil ist - gibt es auch in Niederösterreich Landesteile, wo das Gelände eben ist.

Eine gute Alternative zum herkömmlichen Rad in Gebieten mit vielen Steigungen sind sogenannte E-bikes. Das sind elektrisch unterstütze Fahrräder, die zurzeit einen wahren Boom erleben. Sie bieten einen hohen Komfort, erhöhen die durchschnittliche Geschwindigkeit und ermöglichen es, Steigungen mit wenig Anstrengung zu überwinden. Trotzdem bleiben alle Vorteile des Radlns aufrecht: auch E-bikes sind gesund, umweltfreundlich und kostengünstig (durchschnittliche Stromkosten für 100km: unter € 1).




Sport.Land.Niederösterreich - Was unterscheidet die Kampagne RADLand von Sport.Land.Niederösterreich?

Sport.Land.Niederösterreich bekennt sich zum Phänomen Sport in all seinen Facetten: zum Spitzen- und Leistungssport, besonders zur Förderung des Nachwuchs- und Vereinssports und zum Behindertensport. Traditionelle Sportarten haben genauso Platz wie moderne Trendsportarten, die vor allem die Kinder und Jugendlichen bewegen. Letztlich sollen alle davon profitieren - der Sport genauso wie das Land Niederösterreich und seine Menschen jeden Alters.

Im Unterschied dazu beschäftigt sich die Kampagne RADLand Niederösterreich mit klimaschonender und umweltfreundlicher Mobilität. Dass Radfahren zugleich auch eine sportliche und gesundheitsfördernde Aktivität ist, ist eigentlich nur ein „Nebenprodukt" von RADLand - ein Nebenprodukt jedoch, das für den oder die Einzelne sehr wichtig sein kann.




Verkehrsregeln - Welche Verkehrsregeln gelten für RadlerInnen?

Generell haben RadlerInnen die gleichen Verkehrsvorschriften zu beachten wie AutofahrerInnen.

Wenn Sie selbstbewusst radln und Blickkontakt zu den anderen VerkehrsteilnehmerInnen halten, dann sind Sie sicher unterwegs.




Verwahrung - Wie kann ich mein Rad sicher verwahren?

In manchen Bereichen z.B. Bahnhöfen werden Fahrradboxen aufgestellt, in denen Räder und auch Zubehör sicher verwahrt werden können.

Für Feste ist die Radlgarderobe eine gute und sichere Lösung.




Vorschriften fürs Radl – worauf muss ich achten?

Um sich mit einem Rad im Straßenverkehr bewegen zu dürfen, muss es folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • weißes Licht nach vorne
  • rotes Licht nach hinten
  • Reflektor vorne
  • Reflektor hinten
  • Pedalrückstrahler
  • Klingel oder Hupe
  • zwei Seitenrückstrahler pro Rad



Weglänge - Wie viele Wege in Niederösterreich sind nicht zu weit fürs Radln?

Rund die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW ist unter 5 km lang. Diese Strecken lassen sich vor allem in größeren Städten problemlos radeln.

Sind die Strecken für eine Radfahrt zu lang und möchten Sie sich trotzdem umweltfreundlich fortbewegen, können Sie noch immer verschiedene Verkehrsmittel mixen:

  • Moderne Falträder können in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch im PKW problemlos mitgenommen werden.
  • An vielen Bahnhöfen und in vielen Gemeinden besteht die Möglichkeit sich Fahrräder kostengünstig auszuleihen, die  auch an anderen Entleihstationen zurückgegeben werden können.

So können im Sinne des Mobilitätsmanagement viele unterschiedliche Verkehrsträger genutzt werden, um Treibhausgase einzusparen oder auch die eigene Fitness zu stärken.




Wetter - Welche Jahreszeiten - außer Schönwetter im Sommer - sind fürs Radln überhaupt geeignet?

Radfahren kann zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter betrieben werden. Herrschen winterliche Fahrverhältnisse mit Glätte, Schnee und Eis so müssen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Prinzipiell stellt sich weniger die Frage, ob Rad gefahren werden kann, sondern mehr die Frage, welche Ausrüstung (Regen-, Kälteschutz) notwendig ist.




Wirtschaft - Was bringt das Radln wirtschaftlich?

  • Einkaufsverkehr: Radln ist auch ein Wirtschaftsfaktor und stärkt lokale Strukturen. Innerörtliche, dörfliche, kleinräumige Strukturen eignen sich, um einen hohen Fuß- und Radverkehrsanteil beim Einkaufsverkehr zu erzielen. RadlerInnen sind nicht als KonkurrentInnen der autoorientierten KundInnen zu sehen. Sie sind ein eigener, speziell anzusprechender Kundenkreis, der zur Erhaltung kleinräumiger Strukturen essentiell beiträgt.
  • Touristischer Radverkehr: Ein Fünftel der ÖsterreichurlauberInnen unternimmt Touren- und Montainbikefahrten. 2005 bewirkten 2,8 Mio. mit dem Radl fahrende Gäste einen Umsatz von € 1,76 Mrd. Ihre Tagesausgaben von € 93 liegen gering unter denen anderer Sommergäste (€ 106). Ausflugsziele und verschiedene Labstationen profitieren von den Freizeit-RadlerInnen besonders.
  • Produktion: 2005 wurden in Österreich rund 120.000 Radln produziert, davon 80.000 exportiert, 440.000 insgesamt verkauft. Im Verkauf von Radln, Zubehör und Service wurden € 235 Mio. umgesetzt. Das Radl schafft 4.000 Arbeitsplätze. 68 % der Haushalte besitzen mindestens 1 Radl.
  • 2009 hat das Lebensministerium gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Radfahrens erhoben: Sie betrugen für Niederösterreich € 98,6 Mio. mit Arbeitplatzeffekten in der Höhe von 2.049 Vollzeit-Äquivalenten.
  • Gemeindebudgets: Das Kostenargument „Raum und Platz sparen" betrifft den fließenden und ruhenden Verkehr. Vor allem für Innerortsbereiche, wo für Handel und Wirtschaft wenige Stellflächen vorhanden sind, spielt Radln eine wichtige Rolle.




Weiterführende Informationen

Ihre Kontaktstelle des Landes für Alltagsradverkehr

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten
DI Christoph Westhauser E-Mail: post.ru7@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15560, Fax: 02742/9005-14950

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16

Lageplan, Adressen aller Dienststellen

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Letzte Änderung dieser Seite: 14.04.2016

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