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Forstwirtschaft


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Forstwirtschaft
in Niederösterreich

Sturmereignisse „Paula“ und „Emma"

Nach „Kyrill“ 2007 führten auch zu Beginn des Jahres 2008 zwei schwere Stürme zu erheblichen Sturmschäden in Niederösterreich. Die Hauptschadensgebiete bei den Stürmen „Paula“ (26./27.1.2008) und „Emma“ (1./2.3.2008) lagen diesmal im südlichen Niederösterreich. Die durch diese Sturmereignisse in NÖ angefallenen Schadholzmengen liegen nach Einschätzungen der Forstleute bei etwa 0,9 Mio. fm, und somit doch deutlich unter der Schadholzmenge des Vorjahres.

Im Kleinwald wurden bis Mitte Juli in NÖ durchschnittlich etwa 95 %, im Großwald rund 65 bis 95 % des angefallenen Schadholzes aufgearbeitet.


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Drohende Borkenkäferkalimitäten

Aus Forstschutzsicht ist es dringend erforderlich, zur Verhinderung drohender extremer Borkenkäferkalmitäten, neben der möglichst raschen und umfassenden Aufarbeitung des Schadholzes dieses auch so rasch als möglich aus den Waldflächen bzw. aus dem Gefährdungbereich des Waldes abzuführen oder effizient zu behandeln (Entrinden, Spritzen). Auch die Schlag- bzw. Schadholzrückstände sind brutuntauglich zu machen. Wie bereits in den Vorjahren wurde durch gezielte Schwerpunktförderung der Maßnahme Hacken und Mulchen des bruttauglichen Materials versucht, von Vornherein das Risiko einer drohenden Borkenkäfermassenvermehrung möglichst zu minimieren.

Obwohl während der letzten Jahre (2004 - 2006) speziell in den Sommerperioden keine optimale Witterung für eine Borkenkäfermassenvermehrung geherrscht hat, waren bei dem vom Niederösterreichischen Forstaufsichtsdienst durchgeführten Borkenkäfermonitoring teilweise besorgniserregende Populationszahlen bei den für die Fichte gefährlichsten Borkenkäferarten zu verzeichnen. Besonders betroffen sind dabei auf Grund der Monitoringergebnisse immer mehr auch höhere Berglagen.
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Erhöhte Kontrolle

Unter diesem Aspekt kommt einer verschärften Kontroll- und Beratungstätigkeit der Forstinspektionen, verbunden mit entsprechenden Anreizen durch effektive Fördermaßnahmen  größte Bedeutung zu.

Auch die waldbauliche Vorgehensweise in den betroffenen Beständen wird nach der Aufarbeitung des Schadholzes eine große Herausforderung für Waldbesitzer und die vor Ort agierenden Beratungsorgane darstellen. In Anbetracht des hohen Risikopotentials reiner Nadelbaumbestände bietet sich die Möglichkeit, auf den Schadflächen in Richtung laubholzreichere, stabilere sowie strukturreiche Folgebestände zu gehen.

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Beratung und Auskunft

Durch gezielte Beratungs- und Förderungsschwerpunkte zu Gunsten stabiler Mischbestände sollen die betroffenen Waldbesitzer entsprechend motiviert werden, ökologisch stabilere Bestände aufzubauen, um damit in Zukunft für derartige Schadensereignisse besser gerüstet zu sein.

Genaue Auskünfte über die Förderungsabwicklung sowie fachliche Beratung und Informationen erhalten die Waldeigentümer bei den Bezirksforstinspektionen der zuständigen Bezirkshauptmannschaften sowie bei den Forstsekretären der Bezirksbauernkammern.

Darüber hinaus steht auch das Forstschutzreferat der  NÖ Landesforstdirektion für Auskünfte zur Verfügung.

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WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Ihre Kontaktstelle des Landes für Forstschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Forstwirtschaft (LF4)


Dipl.-Ing. Dr. Reinhard Hagen, E-Mail: post.lf4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12959, Fax: 02742/9005-13620

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 12

Lageplan, Adressen aller Dienststellen


Letzte Änderung dieser Seite: 20.10.2008