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Kunst im öffentlichen Raum - Aktivitäten

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Aktivitäten 2015

ERLAUF ERINNERT

"Wie aus dem Treffen zweier Generäle zwei Denkmäler für den Frieden entstanden."


Friedensdenkmal von Jenny Holzer
© Christian Wachter

Anlässlich der 70 Jahrfeier zum Ende des 2. Weltkrieges wird in Erlauf im Mostviertel ein einzigartiges Museum eröffnet. In mehreren Themen-Newslettern soll in den nächsten Wochen die besondere Verbindung des kleinen Ortes mit Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Gegenwartskunst vorgestellt werden.
In der Nacht von 8. auf 9. Mai 1945 trafen sich - mitten in den Wirren der letzten Kriegstage - ein sowjetischer und ein amerikanischer General in einem Privathaus an der Bundesstraße 1 in Erlauf, um per Handschlag das Ende des Zweiten Weltkriegs zu besiegeln.
Von der Öffentlichkeit zunächst unbeachtet, wurde dieses historische Ereignis ab den 1960er-Jahren regelmäßig mit Friedensfeiern gewürdigt. Zum 50-jährigen Gedenken des Kriegsendes veranlasste ein engagierter Bürgermeister, 1995 zwei Friedensdenkmäler in der Ortsmitte zu errichten. In Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum wurden eine Skulpturengruppe des sowjetischen Künstlers Oleg Komov und eine Licht-Installation der amerikanischen Konzeptkünstlerin Jenny Holzer realisiert.
Formal sehr unterschiedlich sind diese künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum nun nach 20 Jahren selbst Teil der Geschichte und zu Wahrzeichen der Friedensgemeinde Erlauf geworden. Zahlreiche temporäre Kunstprojekte folgten, die sich mit Krieg, Vergangenheitsbewältigung und Geschichtsbewusstsein auseinandersetzten. Die künstlerischen Reflexionen  über zeitgeschichtliche Ereignisse und die Auswirkungen des Krieges auf den Ort und seine Bewohner_innen stehen im Fokus des neuen Museums ERLAUF ERINNERT.



ERLAUF ERINNERT
Museum der Friedensgemeinde Erlauf
Kirchenplatz 3
3253 Erlauf
Eröffnung: 9. Mai 2015


Enthüllung der Gedenktafel in Erlauf, 1965
© Heereslichtbildstelle

"Vodka, Whisky und Veltliner"

Anlässlich der 70-Jahr-Feier zum Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Erlauf im Mostviertel ein außergewöhnliches Museum eröffnet. In mehreren Themen-Newslettern soll in den nächsten Wochen die besondere Verbindung des kleinen Ortes mit Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Gegenwartskunst vorgestellt werden.

Verlief das Treffen der alliierten Generäle in Erlauf 1945 zunächst von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt, kam die Erinnerung an das historische Ereignis rund 20 Jahre später über Umwege nach Erlauf zurück. Die jüdischen Emigranten Ernst Brod und Frank Schanzer übermittelten eine Broschüre der US-Armee-Division, die das Treffen dokumentierte und setzten so eine bis heute gelebte Erinnerungskultur in Gang.


Erlauf erinnert sich, Roman Ondák, 2002
© Roman Ondák

Im Mai 1965 fand schließlich die erste offizielle Gedenkfeier in Erlauf statt: Verteidigungsminister Georg Prader reiste aufsehenerregend in einem Militärhubschrauber an und enthüllte feierlich im Beisein des sowjetischen Botschafters Awilow und des amerikanischen Botschafters Riddleberger eine Gedenktafel am Haus Scheichelbauer, in dem sich die Generäle zu Kriegsende getroffen hatten. Als Zeichen der besonderen Verbindung wurde zu diesem Anlass gemeinsam getrunken - nämlich Whisky, Vodka und Veltliner.

Im Jahr 2002 griff der Künstler Roman Ondák für die temporäre Ausstellung "Erlauf erinnert sich" die Szenerie des ersten offiziellen Gedenkakts und weiterer Begebenheiten der jüngeren Ortsgeschichte auf. Er stellte diese für die Gemeinde bedeutsamen Handlungen mit Kindergarten- und Schulkindern nach und verteilte die Sujets der „zukünftigen Repräsentant_innen" auf Plakaten in ganz Erlauf.

Ondák verweist mit seiner Arbeit auf die Bedeutung ritueller Gestik. Mit der Nachinszenierung zeigt er, wie Offizielles, Historisches und Bedeutungsvolles erzeugt werden kann. Die Installation ist im Archiv der Kunst des neuen Museums ERLAUF ERINNERT dokumentiert.


Montage des Friedensdenkmals von Oleg Komov
© Gemeinde Erlauf



Ausführliche Informationen zum Museum, Updates zur Eröffnungsveranstaltung und weitere Informationen ERLAUF ERINNERT



Hans im Glück
Katalogpräsentation und Podiumsdiskussion
Donnerstag, 29. Jänner 2015, 19.00 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich,
Herrengasse 13, 1014 Wien


Georg Klüver-Pfandtner und Stephanie Mold luden im Rahmen von „Hans im Glück“ zu Glücksmomenten durch Rutschpartien auf ihrem mobilen Rüsselpalast
© Beer/Klestorfer



»Tauschen und Teilen / Geben und Nehmen«
Alternative Ökonomien zwischen Freiwilligkeit und Zwang

Podiumsdiskussion mit:
Marlene Haring, Künstlerin
Brigitte Kratzwald, Sozialwissenschaftlerin
Oliver Ressler, Künstler und Filmemacher
Beat Weber, Ökonom

Konzept und Moderation: Martin Fritz
Begrüßung und Einleitung: Esther Strauß

Der Kunstraum Niederoesterreich zeigte im Herbst 2014 die Ausstellung »Hans im Glück«.
Während der Ausstellungsraum leer blieb, unternahmen die teilnehmenden
Künstler_innen - dem Märchenvorbild des Protagonisten Hans folgend - jeweils
verschiedene Wanderungen und Ausflüge, die zu Begegnungen, Erfahrungen und Austausch führten.

Zur Präsentation des Ausstellungskataloges wird die Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, zu
welchen Hoffnungen alternative wirtschaftliche Handlungsformen Anlass geben.
Mit den Teilnehmer_innen aus Kunst, Ökonomie und Sozialwissenschaft soll besprochen werden,
welche utopischen Potentiale alternative Wirtschaftsformen bereithalten und inwiefern es möglich ist, diese auch tatsächlich zu leben. Oder handelt es sich bei den vielfältigen Teil-,Tausch- und
Gruppenökonomien primär um Versuche, aus der nicht mehr sprichwörtlichen Not die Tugend einer
Überlebensstrategie zu machen? 
Besonderes Augenmerk wird der Frage gelten, inwieweit sich das Kunstsystem für andere, solidarischere, gemeinwohlorientierte und/oder nachhaltigere Wirtschaftsformen eignet.





Weiterführende Informationen

Ihre Kontaktstelle des Landes für Kunst im öffentlichen Raum

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Kunst und Kultur
Dr. Katharina Blaas, E-Mail: publicart@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13203, Fax: 02742/9005-13910

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 2

Lageplan, Adressen aller Dienststellen

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Letzte Änderung dieser Seite: 24.03.2015

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