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Kunst im öffentlichen Raum - Aktivitäten

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Aktivitäten 2014

Sounds against Silence - Stadt hören und sehen

E R Ö F F N U N G
11. September 2014, 19.00 Uhr
im temporären Wirtshaus, Ternitz

ABSCHLUSS + HÖHEPUNKT
27. September, 16.00 Uhr
Treffpunkt: temporäres Wirtshaus
 Anschließend Rundgang zu den Arbeiten im Stadtraum von Ternitz


Foto: © Ausschnitt aus dem Cover der Werkszeitung der vereinigten

Mit Arbeiten von Bik Van der Pol, Stefan Flunger, Johannes Hoffmann und 
Johanna Reiner, Heimo Lattner, Johanna Tinzl

Raumstrategie: Christian Teckert
Kuratiert von Christina Nägele

In den 1980er Jahren gingen in Ternitz 6.000 DemonstrantInnen auf die Straße, um gegen die Schließung der dort ansässigen Schoeller-Bleckmann Stahlwerke zu demonstrieren. Ohne Erfolg, der Wandel der Industrie hatte durch die Globalisierung bereits eine neue Richtung eingeschlagen.

Das Kunstprojekt „Sounds against Silence. Stadt hören und sehen" widmet sich der Frage, wie sich das Leben in der ehemaligen Industriestadt nach der Schließung der Fabrik entwickelt hat bzw. wohin sich das post-industrielle Ternitz heute orientiert.

Von 12. bis 28. September finden im temporären Wirtshaus verschiedene Veranstaltungsformate statt, die am 27. September in einem performativen Höhepunkt münden.

Johannes Hoffmann und Johanna Reiner konzipieren für den Projektzeitraum ein „temporäres Wirtshaus" im öffentlichen Raum. Bik Van der Pol, Stefan Flunger, Heimo Lattner und Johanna Tinzl arbeiten mit Sound, partizipativen Ansätzen und temporären Interventionen im Stadtraum.

Das künstlerische Kommunikationsprojekt „Eine Stadt kann nicht mehr schlafen" von Johanna Reiner beschäftigt sich mit Fragen der Konstruktion von Stadtidentität.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Projekten sowie dem umfangreichen Rahmenprogramm finden Sie unter http://www.publicart.at/

Temporäres Wirtshaus: Hautstraße Ecke Watschingersteg

Shuttlebus von Wien nach Ternitz am 27. September zum Projekt-Höhepunkt ab 
Wien, zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 14.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 
21.00 Uhr. Um Anmeldung bis 25. September 2014 wird gebeten unter +43 (0) 2742 
9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR.

Programmänderungen vorbehalten.
Zu allen anderen Programmpunkten ist Ternitz öffentlich ab Wien Meidling in regelmäßigen Abständen mit dem Zug gut erreichbar. Letzter Zug von Ternitz nach Wien: 22.26 Uhr. 
Die Veranstaltungen finden im Freien bei jedem Wetter statt. Bitte um wetterfeste Kleidung und spaziergangtaugliches Schuhwerk.

 



Landpartie IV
Samstag, 6. September 2014, Abfahrt 10.00 Uhr
Zustiegsmöglichkeit Bahnhof Stockerau 10.45 Uhr
Rückkehr ca. 20.30 Uhr


„Fassadengestaltung UnterWasserReich von Ingeborg Strobl, Schrems
© Margherita Spiluttini 2006

Diesmal führt der Weg der Landpartie ins Waldviertel bis an die Grenze zu Tschechien. In Fratres haben Hubert Lobnig und Iris Andraschek zum 25- jährigen Jubiläum der Öffnung des Eisernen Vorhangs ihre 2009 entstandene Installation „Wohin verschwinden die Grenzen" am ehemaligen Grenzübergang Fratres / Slavonice erweitert. Die eindrucksvolle Metallkonstruktion wird durch Arbeiten zum Thema Grenze von Katrin Hornek, Lukáš Houdek, Agnieszka Kalinowska, Franz Kapfer, Abbé J. Libansky, Zbigniew Libera, Heidi Schatzl, Johanna Tinzl & Stefan Flunger aus Österreich, Polen und Tschechien ergänzt.

Weiter geht es zur ebenfalls grenznahen Stadt Schrems, zum 2006 eröffneten Ramsar-Zentrum. Diese Forschungs-und Museumseinrichtung, nimmt sich der Fauna und Flora der umgebenden Moorlandschaft auf sehr besondere Art an. Die aufwendige Gestaltung der Glasfronten des vom Architektenbüro ah3 konzipierten Niedrigenergiegebäude hat die Künstlerin Ingeborg Strobl übernommen und verweist künstlerisch eindrucksvoll auf die das Museum umgebende Natur.

Auf der Rückfahrt ist ein kleiner Abstecher nach Klein Göpfritz geplant. Das 2006 entstandene neue Wahrzeichen des Ortes, der Wasserbrunnen im Löschteich vom Schweizer Künstler Roman Signer ist immer wieder einen Besuch wert. Wenige Minuten sind ausreichend (4 Minuten Pause - 1 Minute Aktion) um gutgelaunt die Rückfahrt nach Wien anzutreten.



Eröffnung des Projekts
„Wohin verschwinden die Grenzen? / Kam mizί hranice?“
von Iris Andraschek und Hubert Lobnig
Samstag, 30. August 2014, 15.00 Uhr
am Grenzübergang Fratres / Slavonice


„Wohin verschwinden die Grenzen"
© Iris Andraschek

mit Arbeiten von Katrin Hornek, Lukáš Houdek, Agnieszka Kalinowska, Franz Kapfer, Abbé J. Libansky, Zbigniew Libera, Heidi Schatzl, Johanna Tinzl & Stefan Flunger.

18.00 Filmvorführung „Upstream“ von Katrin Hornek im Institut Slavonice

Ausstellungsdauer: 31. August bis Oktober 2014

Bereits 2009 wurde die Arbeit „Wohin verschwinden die Grenzen? – Kam mizí hranice?“ von Iris Andraschek und Hubert Lobnig direkt an der Grenze zwischen Österreich und Tschechien (bei Fratres / Slavonice) eröffnet. Für 2014 zum 25. Jahresjubiläum der Öffnung des Eisernen Vorhangs wird die u.a. als Display funktionierende Installation um einen zweiten Teil erweitert und mit aktuellen Arbeiten zum Grenzdiskurs von tschechischen, österreichischen und internationalen Künstler_innen und Künstlergruppen bespielt.

Sichtbare Grenzen werden innerhalb der Europäischen Union nach einem festgelegten Zeitplan abgebaut und verschwinden (scheinbar). Der paradoxe Satz „Wohin verschwinden die Grenzen?“ stellt sich selbst in Frage. Würden sie wirklich verschwinden, müsste man nicht fragen, wohin. Sie wandern einerseits an die EU-Außengrenzen, wo sie in sehr ähnlicher Erscheinungsform (Absperrungen, strenge Personen- und Warenkontrollen, etc.) wieder auftauchen, andererseits weg von der Grenze in das Land hinein, in zunehmende Kontrollen, Migration, Aufenthaltsrecht etc. Im Zentrum der Arbeit stehen aber auch Fragen nach den ganz konkreten Auswirkungen der Schließung von Grenzstationen bzw. der Öffnung von Grenzen für eine Region.
Pass oder Personalausweis mitnehmen!
Programmänderungen vorbehalten. Weitere Informationen unter http://www.publicart.at/

Shuttlebus: Von Wien nach Fratres und Slavonice ab Wien zwischen Universität Wien und Rathauspark. Abfahrt: 12.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 19.00 Uhr ab Slavonice.
Um Anmeldung bis 28. August 2014 wird gebeten unter +43 (0)2742 9005 16273.
Unkostenbeitrag: 5 EUR.



Eröffnung der Bühnenskulptur
WagramFenster
von Martin und Werner Feiersinger
Samstag, 23. August 2014, 15.00 Uhr
Am Hausberg, Königsbrunn am Wagram


„WagramFenster“
© Martin und Werner Feiersinger

Ein überdachter Platz für Schulaufführungen. Ein guter Klangkörper für Auftritte der Musikkapelle und des Kammerchors. Ein eleganter Rahmen für die Prämierung der besten Weine. Ein Ort, an dem sich die Bewohner_innen und die Nachbar_innen zu feierlichen Anlässen treffen können. Ein markantes Zeichen, dass das kulturelle Interesse der Gemeinde nach Außen trägt. So zahlreich und vielfältig die Wünsche der Weinbaugemeinde Königsbrunn am Wagram an eine „Bühne“ waren, so einfach und präzise ist die von Martin und Werner Feiersinger entwickelte und umgesetzte Skulptur.

Die Kombination aus Architekt (Martin Feiersinger) und Künstler (Werner Feiersinger) entspricht dem Aufgabenspektrum sowie der Formensprache des entstandenen WagramFenster. Als Loggia öffnet sich das Objekt in die Ferne. Geschlossen als Bühne fokussiert es auf die Zuschauer_innen und bietet dadurch ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten.

Auf einem Hochplateau gelegen, bietet die Skulptur einen Ausblick in die weite Landschaft in Form eines Fensters mit perspektivisch übersteigertem Rahmen. Gleichzeitig bündelt es als von weitem sichtbare, markante Silhouette die Blicke und das Interesse von Außen in Richtung Königsbrunn am Wagram.

Shuttlebus von Wien nach Königsbrunn am Wagram ab Wien zwischen Universität Wien und Rathauspark. Abfahrt: 13.45 Uhr, Rückfahrt: ca. 17.00 Uhr. Direkte Zufahrt zum Veranstaltungsort nicht möglich. Kurzer, steiler Gehweg. Um Anmeldung bis 21. August 2014 wird gebeten unter +43 (0) 2742 9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Programmänderungen vorbehalten.



Eröffnung der Ausstellung Feldarbeit
von Lois Weinberger
Sonntag, 13. Juli 2014, 14.00 Uhr
im museumORTH
Schlossplatz 1, Orth an der Donau

Ausstellungsdauer: 14. Juli bis 1. November 2014


Lois Weinberger, „Feldarbeit“, 2012
© Lois Weinberger

Bereits zum fünften Mal lädt das museumORTH in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich Künstler_innen ein, die am Schnittpunkt von öffentlichem Raum und Ausstellungsraum arbeiten. Dieses Jahr bilden die kartographischen Sprachbilder von Lois Weinberger das Zentrum der Präsentation.

Im Turmzimmer des Schloss Orth zeigen diese ein neues Bild der umgebenden Donauauen; wie die Pflanzen als „Naturpartisanen“ die Grenzen zwischen urbanen und ruralen Zonen unterlaufen, konfrontieren die Arbeiten von Lois Weinberger die Betrachter_innen mit ungewohnten Standpunkten und komplexen Beziehungsgeflechten. Eine Ausstellung in der Reihe „Alltagskultur und Gegenwartskunst im museumORTH“. Konzept/Kuratorin: Hilde Fuchs.

Kuratorenführung jeden ersten Sonntag im Monat 14:30 Uhr.

Shuttlebus von Wien zum museumORTH, ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark. Abfahrt: 13.00 Uhr, Rückfahrt: ca. 16.00 Uhr. Um Anmeldung bis 10. Juli 2014 wird gebeten unter +43 (0)2742 9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Programmänderungen vorbehalten.



Eröffnung der Skulptur Wachauer Nase
von Gelatin
Samstag, 12. Juli 2014, 15.00 Uhr

bei der Fährstation St. Lorenz, Wachau


Gelatin „Der erste Popel wird entrollt“, 2014
© Gelatin

Die Wachauer Nase ist eine schöne Nase. Sie passt zu den Menschen, die hier leben, und wird sie älter, passt sie sich den Lebensumständen an. Die Nase ist ganz schön groß, stolz und atmet Schlamm. Sie ruht flach und atmet flach am Uferrand, denn die Person darunter ist bis auf die Nase eingegraben. Manchmal, bei Hochwasser, steht ihr das Wasser bis zur Nase, und manchmal füllen sich die Nasenhöhlen sogar. Wie ein Brückenpfeiler steht ihr First dann im Strom. Die Nase ist eine schöne Nase, und sie riecht auch ganz schön. Im Sommer, wenn es heiß ist und sie noch nicht ganz ausgetrocknet, riecht ihr Atem nach Sumpfwasser. Kleine Fliegen surren durch die Nasenlöcher hinein und hinaus.

Shuttlebus von Wien nach St. Lorenz / Wachau, ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark. Abfahrt: 13.15 Uhr, Rückfahrt: ca. 17.30 Uhr über Krems a. d. Donau nach Wien. Für Interessierte am Sommerfest in der Kunsthalle Krems wird eine Ausstiegsmöglichkeit in Krems angeboten. Anschließende Heimreise ist selbst zu organisieren. Weitere Informationen zur Kunsthalle Krems unter ... Um Anmeldung bis 10. Juli 2014 wird gebeten unter +43 (0)2742 9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Programmänderungen vorbehalten.



Künstlergespräch mit Manuel Gorkiewicz
Samstag, 12. Juli 2014, 15.00 Uhr
Hier & Jetzt / Hic & Nunc
10 künstlerische Interventionen zum 900-jährigen Jubiläum
im Stift Klosterneuburg


Manuel Gorkiewicz, "Ohne Titel“, 2014
© Stephan Lux

Der Künstler Manuel Gorkiewicz gibt im Gespräch einen vertiefenden Einblick in den Arbeitsprozess und die Herausforderungen in der Umsetzung der "Girlande" im Außenraum des Stiftes. Das nächste Gespräch findet am 9. August 2014 statt.
Kosten: € 10,50.



Landpartie III
Samstag, 14. Juni 2014, Abfahrt 10.00 Uhr
Zustiegsmöglichkeit in St. Pölten um 11.00 Uhr
"Montain"
© Wolfgang Woessner

Kunst und Landschaft, Landschaftskunst und Kulturlandschaften sind die Themenschwerpunkte der dritten Landpartie. Nach dem Besteigen des künstlich angelegten „Mountain“ von Maider López in Grafenegg, geht es auf den Kalvarienberg in Schönberg am Kamp, eine über die Jahrhunderte geprägte Kulturlandschaft, in die sich die Arbeiten von Herbert Golser und Norbert Maringer einfügen.

Zu Beginn der Rundfahrt steht die Arbeit von Simon Wachsmuth in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, ein weiterer wichtiger Beitrag zur Auseinandersetzung der Stadt mit ihrer Geschichte und der Kunst mit Erinnerung.



HWS-Wiese
von Anita Leisz
Samstag, 14. Juni 2014, 15.00 Uhr
in Spitz, Donaulände
Anita Leisz “HWS Wiese”
© Astrid Wagner

Neben der Halle, in der die technischen Gerätschaften zum Hochwasserschutz in Spitz an der Donau aufbewahrt werden, befindet sich die so genannte HWS-Wiese, der Schauplatz von Anita Leisz’ Vorschlag einer künstlerisch gestalteten Anordnung im öffentlichen Raum. Sie besteht aus diversen Elementen, die sich dem technisch lapidaren Stil der bereits vorhandenen Situation mit Halle, Wiese und geteertem Vorplatz in Materialien und Erscheinung mit Wohlwollen annähert. Darüber hinaus wurde die Anordnung dezidiert für die Nutzung durch spazierende BewohnerInnen und Gäste entworfen.



“Silence turned into Objects.
W.H. Auden in Kirchstetten”

Buchpräsentation
Samstag, 7. Juni 2014, 16.00 Uhr
im Zubau des Auden Hauses in Kirchstetten 


Fatih Aydogdu, Keyboard ([un]translatable)
© Christian Wachter

Der Sammelband „Silence turned into Objects,“ initiiert von der Künstlerin Ricarda Denzer und herausgegeben gemeinsam mit der Anglistin Monika Seidl, widmet sich Audens Schaffen im Kontext seiner Beziehung zu Österreich und Kirchstetten. Das auf Englisch und Deutsch verfasste Buch nähert sich dem Werk und der Person Audens aus künstlerischer wie auch akademischer Perspektive und zeigt anschaulich, wie unterschiedliche Zugänge sich gegenseitig befruchten, der Rezeption Audens neue Facetten hinzufügen und durch künstlerische Intervention oder philologische Exegese neue Blickwinkel eröffnen.

Silence turned into Objects. W.H. Auden in Kirchstetten
Herausgeberinnen: Ricarda Denzer / Monika Seidl
Verlag: Literaturedition Niederösterreich / 2014
432 Seiten, 61 Abb. in Farbe, 28 Abb. in S/W, 15 x 21 cm
Deutsch/Englisch, broschiert
Grafik: Büro Ferkl
ISBN 978-3-902717-21-4



Lebe den Tag
von Jakob Lena Knebl
Donnerstag, 5. Juni 2014, 16.30 Uhr
Landespflegeheim Baden


Lebe den Tag
© Jakob Lena Knebl

In Baden wurde ein neues Landespflegeheim (ARGE Moser Architekten und Architekt Franz Pfeil) errichtet, im Zuge dessen auch ein künstlerischer Wettbewerb zur Gestaltung des Vorplatzes ausgeschrieben wurde. Die zweiteilige Installation von Jakob Lena Knebl lädt die BewohnerInnen und BesucherInnen nicht nur zum Verweilen sondern auch zur genauen Betrachtung ein.

In die Arbeit sind verzerrte Abbildungen der Künstlerin integriert, die sich erst in der Bewegung und durch den Wechsel des Standpunktes erschließen. Jakob Lena Knebl greift die in den letzten Jahren kontinuierlich entwickelte Inszenierung ihres Körpers als Projektions- bzw. Malfläche auf. Der Körper wird zum ästhetischen Statement jenseits von kultureller und gesellschaftlicher Normierung und wird u.a. im Stil von Pablo Picasso, René Magritte und Piet Mondrian bemalt.



Landpartie II
Samstag, 24. Mai 2014

Abfahrt und Information zur Anmeldung
Riesenrad
© Christoph Meier

 

 

Erste Station der zweiten Landpartie in diesem Jahr ist das Stift Klosterneuburg. Hier führt die Kuratorin Cosima Rainer zu den Arbeiten im Außenraum (Nicole Wermers, Christoph Meier und Manuel Gorkiewitz), die anlässlich der 900-Jahr Feierlichkeiten des Stiftes installiert wurden.

Den zweiten Schwerpunkt bildet die Wachau. In Spitz gibt es die Gelegenheit, die Platzgestaltung von Anita Leisz vorzubesichtigen. In Willendorf erhellt Anna Artaker persönlich die Hintergründe ihrer kürzlich eröffneten Arbeit „CONCEPTUS“.



Eröffnung der Kreisverkehrsgestaltung
„The House“ von Priscilla Monge

Samstag, 17. Mai 2014, 15.00 Uhr
am Kreisverkehr Leobendorf


"The House"
© Priscilla Monge

Kreisverkehre sind mittlerweile ein alltäglicher Bestandteil der Verkehrslandschaft Österreichs. Ihre Zahl wird von Jahr zu Jahr größer. Für einen KünstlerIn sind sie allerdings ein ungewöhnlicher Ort, um ein Projekt umzusetzen. Die BetrachterInnen können weder auf die Arbeit zugehen noch mit ihr interagieren, die Wahrnehmung geschieht quasi im Vorbeifahren, ist flüchtig. Gleichzeitig ist ein Kreisverkehr nicht unbedingt ein Ort, an dem AutofahrerInnen erwarten, mit Kunst konfrontiert zu werden.

Priscilla Monge greift in ihrer Skulptur „The House“ den Moment der Begegnung mit Kunst in einer alltäglichen Situation auf, den Moment, in dem das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen durchbricht. Der Größe des Kreisverkehrs entsprechend und auf Weitsicht ausgelegt, lässt sie ein Haus samt Fenster und Kamin errichten.

Fährt man einmal um das ganze Haus herum, kann man die eingravierten Beschriftungen „Heimlich“ und „Unheimlich“ lesen. Damit nimmt die Künstlerin Bezug auf Sigmund Freud und seine Theorien zum Unheimlichen sowie Unbekannten in uns.



TIPP
Präsentation der beiden BIG Kunst & Bau-Projekte
In Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich
“CLOUD” von Manfred Wakolbinger
„I’M WE, WE’RE ME“ von Almut Rink

Montag, 12. Mai 2014, 17.00 Uhr
im Gymnasium Zehnergasse, Wiener Neustadt


„I’’M WE, WE’’RE ME“
© Almut Rink

Wakolbinger stellt der Schule eine symbolische Pflanze zur Seite, zwei Wurzelstränge symbolisieren das Prinzip der Dualität, die Blüte ganz oben, die 'Cloud', stellt das Gefäß des gemeinsamen Wissens und der gemachten Erfahrungen dar.

Almut Rink bezieht sich in ihrer Arbeit auf die Werte der Schule: Das Ich und das Wir, Individuum, Gemeinschaft und Sozialisation. Gleichzeitig schafft sie einen Raum für die SchülerInnen, der als Treffpunkt, als Sitz- und Liegelandschaft oder auch als Bühne des ICH und WIR dienen kann. Almut Rink und Manfred Wakolbinger sind anwesend und stehen für Fragen zur Verfügung!



Eröffnung der Installation
„Der Neunte Tag“
Symbolischer Toravorhang von Simon Wachsmuth

am  Sonntag, 4. Mai 2014, um 16.00 Uhr
in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten


"Der Neunte Tag"
© Simon Wachsmuth
Wie alle jüdischen Gotteshäuser im Deutschen Reich wurde auch die Synagoge in St. Pölten am 9. und 10. November 1938 verwüstet. Torarollen, Toravorhang, Ritualgegenstände, Mobiliar und Bücher wurden verbrannt, beschädigt oder geraubt. Erst zwischen 1980 und 1984 wurde das Gebäude renoviert und beherbergt seit 1988 das Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Obwohl das Gebäude nicht mehr als Gotteshaus verwendet wird, verweist es in seiner neuen Funktion als aktiver Erinnerungsort sowohl auf die spezifische Geschichte des Ortes als auch auf die Verfolgung und Ermordung der Juden und Jüdinnen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Installation „Der Neunte Tag“ von Simon Wachsmuth liegt eine Auseinandersetzung mit der „Aufladung“ und „Konstruktion“ von Geschichte zugrunde. Der Toravorhang wird nicht bildlich wiederhergestellt, vielmehr ist das verwendete visuelle Element ein Stellvertreter, ein einfacher Verweis auf das, was fehlt.

Zugverbindung z.B. Wien Westbahnhof Abfahrt: 14.56 Uhr, St. Pölten HBF Ankunft: 15.30 Uhr. Wegzeit zur ehemaligen Synagoge etwa 10 Minuten.


Eröffnung der Installation
„FF“
von Valentin Ruhry

Samstag, 3. Mai 2014, um 16.00 Uhr
im Kunstraum Weikendorf


"FF"
© Valentin Ruhry

Bereits zum zweiten Mal erfolgt die Auswahl der aktuellen Bespielung für den Kunstraum Weikendorf unter Mitwirkung der Bevölkerung. Aus einem Sechservorschlag von Michael Kienzer – von dem das Konzept für den Kunstraum stammt – wurde Valentin Ruhry ausgewählt.

Zur Eröffnung erscheint eine Dokumentation zum Vermittlungsprojekt „Multiple Choice“.

Ruhry ist ein Bildhauer, dessen Arbeiten oft um das Thema Licht kreisen und der Licht selbst als bildhauerisches Material bezeichnet. Auch im Kunstraum Weikendorf 'formt' er Licht.



Videoinstallation
„Bertha’s Vaudeville“
von Helmut & Johanna Kandl
im Rahmen der Ausstellung
“Jubel & Elend – Leben mit dem großen Krieg 1914 – 1918“
auf der Schallaburg, Großer Festsaal


"Berthas Vaudeville"
© Helmut u. Johanna Kandl

Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner ist mit ihrer persönlichen Geschichte und ihren Texten ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Ausstellung auf der Schallaburg. Dem Künstlerpaar Helmut und Johanna Kandl gelang im Zuge ihrer Reisen und Recherchen, das kleine, bis dato weitgehend unbekannte, von Suttner verfasste Theaterstück „L‘Education de Rosette“ zum Leben zu erwecken und in seinem historischen Setting neu zu beleuchten.

Für den Raum, in dem das Video (ca. 50 Minuten) präsentiert wird, schafft das Künstlerpaar mit Plüschsofas, Theaterkulissen und Tapisserien ein Theaterambiente, das die Besucher_innen einlädt, sich auf den Film und die vielschichtigen, darin transportierten Themen einzulassen.



Ausstellung
„Hier & Jetzt / Hic & Nunc“
10 künstlerische Interventionen im Jubiläumsjahr
im Stift Klosterneuburg


"Ohne Titel"
© Manuel Gorkiewicz

Unter dem Motto „Glaube, Begegnung, Friede“ feiert das Stift Klosterneuburg dieses Jahr das 900. Jubiläum seiner Grundsteinlegung. Neben zahlreichen Festen, Sonderausstellungen und einer Vortragsreihe setzt das Stift ein sichtbares Zeichen für sein Bestreben zum Dialog zwischen Höhepunkten der Vergangenheit und Herausforderungen der Gegenwart, zwischen der Bedeutung historischer Kunst und Impulsen zeitgenössischer Interventionen.

Mit Arbeiten im Innen- wie im Außenraum von
Mladen Bizumic, Eva Chytilek, Manuel Gorkiewicz, Nilbar Güreş, Christoph Meier, Maruša Sagadin mit Chris Fladung, Steinbrener / Dempf, Nicole Wermers, Julia Willms und Clemens Wolf (kuratiert von section.a und Cosima Rainer).



WIEDERERÖFFNUNG
„About The House / Silence Turned Into Objects“
Ausstellung und Kunstprojekt von Ricarda Denzer zu W.H. Auden


"About The House", Ricarda Denzer
© Christian Wachter

mit Arbeiten von Fatih Aydogdu / Ricarda Denzer / Simone Forti / Sharon Hayes / Olga Karlíková / Pamelia Kurstin / Brandon LaBelle / Jonathan Quinn /Annette Stahmer / Imogen Stidworthy / Ultra-red / und einem Interview von Marcel Broodthaers mit einer Katze.

Ausstellungsdauer
29. März 2014 bis 08. Juni 2014

Auden-Haus, Hinterholz 6, 3062 Kirchstetten

Öffnungszeiten: Sa und So von 13.00-17.00 Uhr
und auf Anfrage bei der Gemeinde Kirchstetten: 027438206/ 0676-89585035



GESPRÄCH
Vorträge und Gespräche zum Thema Kunst im öffentlichen Raum

VULNERABILITY AND RESISTANCE. THE PUBLIC DIS/APPEARANCE OF BODIES

am Donnerstag, 30. Jänner 2014, von 16 bis 21 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich
Herrengasse 13, 1014 Wien


VULNERABILITY AND RESISTANCE. THE PUBLIC DIS/APPEARANCE OF BODIES
Garment Work © Anne Elizabeth Moore

Es sprechen:
Khan Adalat Flüchtlingsaktivist, Refugees Protest Camp Vienna
Clifford Erinmwionghae Flüchtlingsaktivist, Refugees Protest Camp Vienna
Rachel Garfield Künstlerin und Autorin, London
Marissa Lôbo Künstlerin und Aktivistin, Wien
Anne Elizabeth Moore Herausgeberin und Künstlerin, Chicago
Gabi Ngcobo Kuratorin und Künstlerin, Johannesburg
Pelin Tan Autorin und Kuratorin, Mardin

Vorträge in englischer Sprache.
Kuratiert und moderiert von Elke Krasny.
"Human action depends upon all sorts of supports - it is always supported action. / Menschliches Handeln ist immer abhängig von Unterstützung  - es ist immer unterstütztes Handeln."  Judith Butler
Die Auseinandersetzungen um den öffentlichen Raum, um die Art der Unterstützung für die Körper und um das Recht, Rechte zu haben, führen zu grundsätzlichen Kämpfen und Konflikten.
Zeitgenössische Politiken des öffentlichen Raums und seiner Plätze haben zu überraschenden Allianzen zwischen Selbstorganisation, Selbstinstitutionalisierung, feministischen Strategien und kritischer künstlerischer und kuratorischer Praxis geführt.
Affektive und kommunikative Arbeit erzeugen neue radikale Beziehungen zwischen dem Selbst und dem Anderen. Zugleich werden die Verletzlichkeit, die Verwundbarkeit und die Prekarität von Körpern und ihren Rechten auf Unterstützung offensichtlich.
Das Symposium Vulnerability and Resistance. The Public Dis/Appearance of Bodies (Verletzlichkeit und Widerstandsfähigkeit. Das öffentliche Erscheinen/das öffentliche Verschwinden von Körpern) untersucht diese komplexen und ineinander verschränkten Fragestellungen und zielt darauf ab, translokalen Austauschund postdisziplinäre Debatte zu fördern.



Weiterführende Informationen

Ihre Kontaktstelle des Landes für Kunst im öffentlichen Raum

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Kunst und Kultur
Dr. Katharina Blaas, E-Mail: publicart@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13203, Fax: 02742/9005-13910

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 4

Lageplan, Adressen aller Dienststellen

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