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Kunst im öffentlichen Raum - Aktivitäten

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Aktivitäten 2015 1
Landpartien zur kunst im öffentlichen raum niederösterreich 2015 2
Rückblicke 3

Aktivitäten 2015

Vorschau:
Licht / Macht / Zeit und Raum
Die Bedeutung künstlicher Beleuchtung für
Körper, Gesellschaft und Natur
  
Symposium, 12.-14. November 2015
Stift Melk


Lichtprojekt Wachau, Mühldorf-Oberranna
© Siegrun Appelt

Ohne künstliche Beleuchtung wäre ein Leben, wie es die Menschen des 21. Jahrhunderts gewöhnt sind, undenkbar. Zugleich sorgt die rasante Zunahme künstlichen Lichts für zahlreiche soziale, ökologische und auch gesundheitliche Probleme. Denn der menschliche Organismus ist angewiesen auf den Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit. Die Dunkelheit jedoch verschwindet zunehmend.

Im "Internationalen Jahr des Lichts 2015" beschäftigt sich ein Symposium im Stift Melk von 12.-14. November 2015 mit der Wahrnehmung von Licht, seinen vielfältigen Wirkungsweisen auf Körper und Gesellschaft sowie Natur und Umwelt. Expert_innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz diskutieren mit dem Ziel, Sichtweisen und Erfahrungen aus Kunst, Wissenschaft und Politik in Verbindung zu bringen.
Anlass für das Symposium gibt das Projekt Langsames Licht / Slow Light von Siegrun Appelt. Die Künstlerin setzt sich seit mehreren Jahren mit Erkenntnissen aus Forschung und Gestaltung auseinander, um daraus praxisorientierte Beleuchtungstrategien zu entwickeln. Nach den Kriterien von Langsames Licht / Slow Light wurde im Lichtprojekt Wachau an mehreren Standorten in der Region die Beleuchtung im öffentlichen Raum neu gestaltet und ein bewussterer Umgang mit Licht forciert. Von 26.09. bis 22.11.2015 werden in der Fotogalerie Spitz die Lichtprojekte Wachau erstmals in ihrer Gesamtheit ausgestellt.

Ein Projekt von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Kooperation mit Langsames Licht / Slow Light und dem Norbert Elias Center for Transformation Design & Research der Europa-Universität Flensburg, mit Unterstützung von der Wachau Dunkelsteinerwald Regionalentwicklung und dem Stift Melk.
Detailliertes Programm zum Lichtsymposium unter www.publicart.at.



Run through ...

Ausstellungseröffnung von Annja Krautgasser
Sonntag, 5. Juli 2015, 14.00 Uhr
museumORTH
Schlossplatz 1
2304 Orth a. d. Donau

Run through ...
© Annja Krautgasser

Bereits zum sechsten Mal lädt das museumORTH in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich Künstler_innen ein, die am Schnittpunkt von öffentlichem Raum und Ausstellungsraum arbeiten. Dieses Jahr inszeniert Annja Krautgasser ein „Remake einer Filmszene aus 1964 in und um Schloß Orth“.

"In Jean-Luc Godards Film "Bande à part" ("Die Außenseiterbande", 1964) laufen drei Protagonisten durch den Louvre und brechen damit einen Rekord der schnellsten Besichtigung des Hauses. Krautgasser nimmt dieses Sinnbild von jugendlichem Übermut und der Befreiung von Konvetionen auf, um eine ganze Ortschaft zu aktivieren. Die ephemere und leichtfüßige Geste löst sich von ihrem Kontext und wird zum Zeichen für Ausgelassenheit, Euphorie und einem Versprechen von Freiheit. Der gemeinsame Lebensraum, der oftmals durch Reglementierungen, Verbote und Kommerzialisierung gekennzeichnet ist, wird zum Schauplatz eines Filmdrehs und eines Happenings mit Partizipation der Bevölkerung. Krautgasser bezieht sich auf das gemeinsame kulturelle Gedächtnis (Museum, Filmgeschichte) und schafft doch ein neues Raum-Zeit-Porträt des Ortes." (Hemma Schmutz)

Ausstellungsdauer: 6. Juli bis 1. November 2015. Kuratorin: Hilde Fuchs - in der Reihe Alltagskultur und Gegenwartskunst

Shuttlebus von Wien zum museumORTH, ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 13.00 Uhr, Rückfahrt: ca. 16.00 Uhr
Um Anmeldung bis 2. Juli wird gebeten unter +43 (0) 2742 9005 16273. Unkostenbeitrag € 5,-.



Landpartie III
Samstag, 27. Juni 2015
Weikendorf, Hainburg, Hof am Leithagebirge, Sommerein
Die Baubesprechung, Iris Andraschek u. Hubert Lobnig, 2013, Hainburg
© H. Lobnig

Im Juni verspricht die Landpartie Einblicke in den Auswahlprozess der Projekte für Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich. Hierzu eingeladen ist Michael Rieper, Architekt, Designer und Mitglied des Gutachtergremiums.
Stationen sind der Kunstraum Weikendorf mit der derzeit laufenden Ausstellung von Hans Schabus, die Kreisverkehrsgestaltung von Iris Andraschek und Hubert Lobnig in Hainburg, die Installation "Blindgänger" in Hof am Leithagebirge von the next ENTERprise Architekten und Florian Haydn sowie die Maria Biljan-Bilger Ausstellungshalle in Sommerein, die Friedrich Kurrent für seine 1995 verstorbene Frau erbaute.

Treffpunkt: Wien Universität, zwischen Universität und Rathauspark, Abfahrt: 10.00 Uhr. Rückfahrt: ca. 18.00 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten bis 25. Juni unter +43 (0) 2742 9005 16273. Unkostenbeitrag: € 17,- (ermäßigt € 15,-), Änderungen im Programm vorbehalten.



Kartenbüro St. Pölten

Eröffnung der künstlerischen Gestaltung rund ums Kartenbüro von feld72

Freitag, 26. Juni 2015, 18.00 Uhr
Rathausplatz 19,
3100 St. Pölten

Kartenbüro St.Pölten
© feld72

In einem Kooperationsprojekt von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich und dem Landestheater Niederösterreich erhält das Kartenbüro der Niederösterreichischen Kulturwirtschaft am Rathausplatz St. Pölten ein neues Gesicht. Für die künstlerische Umgestaltung verantwortlich zeichnet sich feld72, Kollektiv für „Architektur und urbane Strategien“.

„Das neue Kartenbüro inszeniert sich als ein dem Thema angemessener Raum. Die große einladende Glasfront evoziert durch einen den Innenraum bestimmenden Vorhang eine Bühnensituation. Die Besucher werden somit in der Wahrnehmung der Betrachter von außen zu zufälligen Akteuren auf einer Bühne des Alltags. Theater-Drehstühle am Vorplatz unterstützen als multifunktionales Platzmobiliar diese doppeldeutige Funktion, das neue Vordach wirft zarte Schatten der Namen niederösterreichischer Kulturinstitutionen auf den Platz. So wird das gesamte neue Ensemble zur Bühne, auf welcher man fließend zwischen der Rolle des Zuschauers und des Akteurs wechseln kann.“ (feld72)



DEAD END

Eröffnung der Skulptur
von Daniel Spoerri

Freitag, 5. Juni 2015, 16:00 Uhr
im Museumsgarten des Landesmuseums Niederösterreich


Dead End, Daniel Spoerri, 2015
© Daniel Spoerri

In Hadersdorf am Kamp wurden am 6. April 1945 61 kurz zuvor aus dem Zuchthaus Krems entlassene Häftlinge festgenommen, erschossen und erschlagen. Auf einer Gedenktafel am Hadersdorfer Friedhof fehlt jedoch der Hinweis, dass es sich großteils um politische Häftlinge handelte. Auch sind die Toten nicht namentlich genannt, obwohl ihre Identität bekannt ist.

Als Daniel Spoerri vor Ort eine Stiftung gründete, ließ er in Folge eine zweite Version seiner Skulptur "Massengrab der Klone" anfertigen und im Ausstellungshaus von Hadersdorf installieren. Die Figurengruppe war ursprünglich im Jahr 2000 in seinem Skulpturenpark "Il Giardino" in der südlichen Toskana als Mahnung an die Folgen von Diktatur, Ermordung und Verfolgung errichtet worden.

Ereignisse wie das Massaker vom 6. April 1945 haben nicht nur in Hadersdorf, sondern vielerorts stattgefunden und ereignen sich auch heute noch. In Absprache mit dem Land Niederösterreich wurde daher beschlossen, die Skulptur als Gedenkstätte für alle Verbrechen dieser Art an einem zentralem Ort in Niederösterreich zu installieren: im Museumsgarten des Landesmuseums in St. Pölten, in dem im Jahr 2017 ein Haus der Geschichte Niederösterreich errichtet wird.



Gemeindeumbau

Eröffnung der Skulptur
von Hans Schabus

Samstag, 16. Mai 2015, 16.00 Uhr
im Kunstraum Weikendorf


Gemeindeumbau
© Hans Schabus

„Die Ausstellung in Weikendorf beginnt mit dem Blick aus einem Fenster auf einen Baum, wo der Wechsel der Jahreszeiten wie in unendlicher Zeitlupe zu beobachten ist. Im Kunstraum zeigt Hans Schabus in diesem Frühjahr herbstliches Laub. Er füllt den ansonsten leeren Raum, den man von außen durch die großflächige Glasscheibe einsehen kann, mit trockenen Blättern. Hier kehrt sich der Blick in die Gegenrichtung von außen nach innen. Die Glasfläche wird zur Leinwand für einen imaginären Film: Erinnerungen an raschelnde Blätter, Herbstsonne, Wind, der Geruch von feuchtem Laub.“ (Anette Freudenberger)

Bereits zum vierten Mal erfolgt die Auswahl der aktuellen Bespielung für den Kunstraum Weikendorf unter Mitwirkung der Bevölkerung. Aus einem Sechservorschlag von Michael Kienzer – von dem das Konzept für den Kunstraum stammt – wurde Hans Schabus gewählt. Das Auswahlverfahren unter dem Titel „Multiple Choice“ wurde von Bärbl Zechner und Gabriele Stöger 2013 zum besseren Austausch über aktuelle Kunst in Weikendorf initiiert und wird seither kontinuierlich von den Kunstvermittlerinnen begleitet.

Weitere Informationen unter: www.publicart.at

Shuttlebus von Wien zum Kunstraum Weikendorf: ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 14.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 18.30 Uhr.
Um Anmeldung bis 14. Mai 2015 wird gebeten unter +43 (0) 2742 9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Programmänderungen vorbehalten.



ERLAUF ERINNERT

Eröffnung / Friedenstage 2015

Samstag, 9. Mai 2015, 15.00 Uhr
Marktplatz Erlauf


ERLAUF ERINNERT
© ERLAUF ERINNERT

Anlässlich der 70-Jahr-Feier zum Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Erlauf im Mostviertel ein außergewöhnliches Museum eröffnet, das Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Gegenwartskunst verbindet.

Tatiana Lecomtes Buchprojekt "Then Hitler invaded Austria. Vertreibung in die Sehnsucht" wird infolge der Eröffnung als temporäre Installation in der Ausstellung präsentiert. Umfassendes Rahmenprogramm mit Lesungen, Theater, Zeitzeugenberichten und Musik bieten die Erlaufer Friedenstage 2015, detailliertes Programm unter: www.erlauferinnert.at.

Shuttlebus von Wien nach Erlauf: ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 12.45 Uhr, Rückfahrt: ca. 21.00 Uhr, Zustiegsmöglichkeit: 14.00 Uhr St. Pölten Hauptbahnhof / Busbahnhof. Um Anmeldung bis 7. Mai 2015 wird gebeten unter +43 (0) 2742 9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 Euro



ERLAUF ERINNERT
„Wie die Erinnerung nach Erlauf kam"

Museum der Friedensgemeinde Erlauf
Kirchenplatz 3
3253 Erlauf

Eröffnung: 9. Mai 2015
Tatiana Lecomte, Then Hitler invaded Austria, 2015
© Stadtarchiv Pöchlarn, Sammlung Schanzer
Das Treffen der alliierten Generäle in Erlauf 1945 geriet in der unmittelbaren Nachkriegszeit vorerst in Vergessenheit. Ende der 1950er Jahre entdeckte der aus Erlauf stammende Emigrant Ernst Brod in einer Bibliothek in Berkeley, Kalifornien, eine Broschüre der 65th Infantry Division, in dem das Ereignis vom 8. Mai 1945 beschrieben wurde. Er nahm Kontakt zu dem gebürtigen Pöchlarner Frank Schanzer in Ohio auf, der als Mitglied dieser Division die Broschüre mitverfasst hatte. Dieser sandte das Büchlein mit dem Titel „Right to be Proud“ an Brod und Brod wiederum an seinen Jugendfreund Franz Stangler nach Erlauf. Franz Stangler machte es sich zur Aufgabe, das Treffen der Generäle aufzuarbeiten und öffentlich bekannt zu machen. Dabei blieb jedoch die Tatsache, dass das Wissen um das historische Ereignis vor allem zwei aus der Region vertriebenen jüdischen Emigranten zu verdanken ist, lange im Hintergrund.

2015 griff die Künstlerin Tatiana Lecomte die Thematik auf und befasste sich intensiv mit den Leben der Vertriebenen Ernst Brod und Frank Schanzer. Das daraus realisierte Buchprojekt wird anlässlich der Eröffnung von ERLAUF ERINNERT präsentiert und als temporäre Installation Teil des Museums sein.

Ausführliche Informationen zum Museum, Updates zur Eröffnungsveranstaltung und weitere Informationen http://erlauferinnert.at/home.php

Shuttlebus von Wien nach Erlauf, ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 12.45 Uhr, Rückfahrt: ca. 21.00 Uhr
Zustiegsmöglichkeit: 14.00 Uhr St. Pölten Hauptbahnhof Süd (auf ÖBB Bahnhofsareal) Unkostenbeitrag: 5 EUR.
Um Anmeldung bis 7. Mai 2015 wird gebeten unter +43 (0) 2742 9005 16273.


ERLAUF ERINNERT

"Wie aus dem Treffen zweier Generäle zwei Denkmäler für den Frieden entstanden."


Friedensdenkmal von Jenny Holzer
© Christian Wachter

Anlässlich der 70 Jahrfeier zum Ende des 2. Weltkrieges wird in Erlauf im Mostviertel ein einzigartiges Museum eröffnet. In mehreren Themen-Newslettern soll in den nächsten Wochen die besondere Verbindung des kleinen Ortes mit Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Gegenwartskunst vorgestellt werden.
In der Nacht von 8. auf 9. Mai 1945 trafen sich - mitten in den Wirren der letzten Kriegstage - ein sowjetischer und ein amerikanischer General in einem Privathaus an der Bundesstraße 1 in Erlauf, um per Handschlag das Ende des Zweiten Weltkriegs zu besiegeln.
Von der Öffentlichkeit zunächst unbeachtet, wurde dieses historische Ereignis ab den 1960er-Jahren regelmäßig mit Friedensfeiern gewürdigt. Zum 50-jährigen Gedenken des Kriegsendes veranlasste ein engagierter Bürgermeister, 1995 zwei Friedensdenkmäler in der Ortsmitte zu errichten. In Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum wurden eine Skulpturengruppe des sowjetischen Künstlers Oleg Komov und eine Licht-Installation der amerikanischen Konzeptkünstlerin Jenny Holzer realisiert.
Formal sehr unterschiedlich sind diese künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum nun nach 20 Jahren selbst Teil der Geschichte und zu Wahrzeichen der Friedensgemeinde Erlauf geworden. Zahlreiche temporäre Kunstprojekte folgten, die sich mit Krieg, Vergangenheitsbewältigung und Geschichtsbewusstsein auseinandersetzten. Die künstlerischen Reflexionen  über zeitgeschichtliche Ereignisse und die Auswirkungen des Krieges auf den Ort und seine Bewohner_innen stehen im Fokus des neuen Museums ERLAUF ERINNERT.



ERLAUF ERINNERT
Museum der Friedensgemeinde Erlauf
Kirchenplatz 3
3253 Erlauf
Eröffnung: 9. Mai 2015


Enthüllung der Gedenktafel in Erlauf, 1965
© Heereslichtbildstelle

"Vodka, Whisky und Veltliner"

Anlässlich der 70-Jahr-Feier zum Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Erlauf im Mostviertel ein außergewöhnliches Museum eröffnet. In mehreren Themen-Newslettern soll in den nächsten Wochen die besondere Verbindung des kleinen Ortes mit Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und Gegenwartskunst vorgestellt werden.

Verlief das Treffen der alliierten Generäle in Erlauf 1945 zunächst von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt, kam die Erinnerung an das historische Ereignis rund 20 Jahre später über Umwege nach Erlauf zurück. Die jüdischen Emigranten Ernst Brod und Frank Schanzer übermittelten eine Broschüre der US-Armee-Division, die das Treffen dokumentierte und setzten so eine bis heute gelebte Erinnerungskultur in Gang.


Erlauf erinnert sich, Roman Ondák, 2002
© Roman Ondák

Im Mai 1965 fand schließlich die erste offizielle Gedenkfeier in Erlauf statt: Verteidigungsminister Georg Prader reiste aufsehenerregend in einem Militärhubschrauber an und enthüllte feierlich im Beisein des sowjetischen Botschafters Awilow und des amerikanischen Botschafters Riddleberger eine Gedenktafel am Haus Scheichelbauer, in dem sich die Generäle zu Kriegsende getroffen hatten. Als Zeichen der besonderen Verbindung wurde zu diesem Anlass gemeinsam getrunken - nämlich Whisky, Vodka und Veltliner.

Im Jahr 2002 griff der Künstler Roman Ondák für die temporäre Ausstellung "Erlauf erinnert sich" die Szenerie des ersten offiziellen Gedenkakts und weiterer Begebenheiten der jüngeren Ortsgeschichte auf. Er stellte diese für die Gemeinde bedeutsamen Handlungen mit Kindergarten- und Schulkindern nach und verteilte die Sujets der „zukünftigen Repräsentant_innen" auf Plakaten in ganz Erlauf.

Ondák verweist mit seiner Arbeit auf die Bedeutung ritueller Gestik. Mit der Nachinszenierung zeigt er, wie Offizielles, Historisches und Bedeutungsvolles erzeugt werden kann. Die Installation ist im Archiv der Kunst des neuen Museums ERLAUF ERINNERT dokumentiert.


Montage des Friedensdenkmals von Oleg Komov
© Gemeinde Erlauf



Ausführliche Informationen zum Museum, Updates zur Eröffnungsveranstaltung und weitere Informationen ERLAUF ERINNERT



Hans im Glück
Katalogpräsentation und Podiumsdiskussion
Donnerstag, 29. Jänner 2015, 19.00 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich,
Herrengasse 13, 1014 Wien


Georg Klüver-Pfandtner und Stephanie Mold luden im Rahmen von „Hans im Glück“ zu Glücksmomenten durch Rutschpartien auf ihrem mobilen Rüsselpalast
© Beer/Klestorfer



»Tauschen und Teilen / Geben und Nehmen«
Alternative Ökonomien zwischen Freiwilligkeit und Zwang

Podiumsdiskussion mit:
Marlene Haring, Künstlerin
Brigitte Kratzwald, Sozialwissenschaftlerin
Oliver Ressler, Künstler und Filmemacher
Beat Weber, Ökonom

Konzept und Moderation: Martin Fritz
Begrüßung und Einleitung: Esther Strauß

Der Kunstraum Niederoesterreich zeigte im Herbst 2014 die Ausstellung »Hans im Glück«.
Während der Ausstellungsraum leer blieb, unternahmen die teilnehmenden
Künstler_innen - dem Märchenvorbild des Protagonisten Hans folgend - jeweils
verschiedene Wanderungen und Ausflüge, die zu Begegnungen, Erfahrungen und Austausch führten.

Zur Präsentation des Ausstellungskataloges wird die Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, zu
welchen Hoffnungen alternative wirtschaftliche Handlungsformen Anlass geben.
Mit den Teilnehmer_innen aus Kunst, Ökonomie und Sozialwissenschaft soll besprochen werden,
welche utopischen Potentiale alternative Wirtschaftsformen bereithalten und inwiefern es möglich ist, diese auch tatsächlich zu leben. Oder handelt es sich bei den vielfältigen Teil-,Tausch- und
Gruppenökonomien primär um Versuche, aus der nicht mehr sprichwörtlichen Not die Tugend einer
Überlebensstrategie zu machen? 
Besonderes Augenmerk wird der Frage gelten, inwieweit sich das Kunstsystem für andere, solidarischere, gemeinwohlorientierte und/oder nachhaltigere Wirtschaftsformen eignet.





Weiterführende Informationen

Ihre Kontaktstelle des Landes für Kunst im öffentlichen Raum

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Kunst und Kultur
Dr. Katharina Blaas, E-Mail: publicart@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13203, Fax: 02742/9005-13910

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 2

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Letzte Änderung dieser Seite: 29.07.2015

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