TOPMELDUNG
07.06.2016 | 08:44

Jubiläumsurkunden an 36 niederösterreichische Feuerwehren überreicht

LH Pröll: Funken der Freiwilligkeit an die nächsten Generationen weitergeben

Urkundenüberreichung an die Freiwillige Feuerwehr Seebarn mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, MSc, Kommandant Peter Hörzinger, Feuerwehrnachwuchs Fabian, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Kommandant-Stellvertreter Thomas Buffat. (v.l.n.r.)
Urkundenüberreichung an die Freiwillige Feuerwehr Seebarn mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, MSc, Kommandant Peter Hörzinger, Feuerwehrnachwuchs Fabian, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Kommandant-Stellvertreter Thomas Buffat. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten überreichte gestern, Montag, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gemeinsam mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, MSc die Jubiläumsurkunden an insgesamt 36 niederösterreichische Feuerwehren, die heuer ihr 100-, 125- und 140-jähriges Bestehen feiern. „Sie sind ein wesentlicher Faktor für den Familiensinn. Möge das auch in Zukunft so bleiben", so Landeshauptmann Pröll zu den Kameradinnen und Kameraden.

Der Landeshauptmann sagte „ein großes Danke" an die Kameradinnen und Kameraden der niederösterreichischen Feuerwehren. Derartige Veranstaltungen und Ehrungen wie die heutige seien „Anlass, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie viele Tausende und Abertausende bereit sind, auszurücken, wenn es darum geht, für den Nächsten da zu sein", betonte Pröll, dass die Kameradinnen und Kameraden „gegen den Trend der Zeit arbeiten" und dass ihre Arbeit keine Selbstverständlichkeit sei.

In Niederösterreich könne man auf das freiwillige Feuerwehrwesen bauen. Dieses sei „die beste Versicherungspolizze, die wir uns vorstellen können", betonte der Landeshauptmann, dass sich das Land durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder auch eine „ordentliche Stange Geld" erspare. Daher sei es die Pflicht seitens des Landes „die Kraft aufzubringen, um zu unterstützen, dass Sie in jeder Gefahrensituation bestehen können", hob Pröll die Investitionen im technischen Bereich und im Bereich der Ausbildung hervor, die wichtig dafür seien, dass die Feuerwehrleute wieder gesund nach Hause zurückkehren.

„Ich wünsche mir, dass Sie sich bewusst werden, welche Funktion Sie wahrnehmen in Ihren Gemeinden", so der Landeshauptmann zu den Kameradinnen und Kameraden. Diese würden ein großes Erbe ihrer Vorgänger verwalten und pflegen. Dieses Erbe zu verwalten sei eine große Herausforderung, denn es sei „Verpflichtung gegenüber jenen, die vor uns gearbeitet haben, und Verpflichtung, es so zu verwalten, dass man es gut an die nächsten Generationen weitergeben kann", so Pröll. Er wünsche sich, dass es gelinge, „diesen Funken der Freiwilligkeit und Verantwortung an die nächsten Generationen weiterzugeben." Der Landeshauptmann bedankte sich beim Landesfeuerwehrverband und den Feuerwehren für die gute Kooperation und sagte, er wünsche sich, dass diese so aufrecht bleibe.

Landesrat Pernkopf betonte, dass es wichtig sei, dass die Feuerwehren unbürokratisch arbeiten könnten und finanziell abgesichert seien. „Wir lernen gemeinsam aus Ereignissen", hob er hervor, dass seit dem Hochwasser im Jahr 2002 460 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt worden und 185 gerade in Umsetzung seien. Diese würden einem Mehr an Sicherheit der Bevölkerung dienen, aber nicht weniger Arbeit für die Feuerwehrleute bedeuten, denn diese würden Wartungsarbeiten und den Probenaufbau des Hochwasserschutzes übernehmen. Pernkopf bedankte sich bei den Kameradinnen und Kameraden, die sich „bewusst für etwas entschieden" haben. „Die Kameradinnen und Kameraden sind freiwillige Profis mit Hausverstand und Handschlagqualität", so der Landesrat.

Die Arbeit in den Feuerwehren müsse auch Spaß machen, betonte Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner. In den niederösterreichischen Feuerwehren werde Gemeinschaft gelebt. Gute Jugendarbeit  sei „die Zukunft für die Sicherheit des Landes". Derzeit liege der Schwerpunkt bei den Feuerwehren in der Ausbildung, diese müsse reformiert werden. „Wir gelten als zu arbeitsintensiv", so Fahrafellner in Hinblick auf eine Studie. Man müsse daher „vernünftig reduzieren ohne Qualitätsverlust". Eine große Herausforderung sei der Klimawandel, Prognosen zufolge werde es dadurch für die Feuerwehren nicht einfacher und man müsse sich entsprechend aufstellen, betonte Fahrafellner: „In Niederösterreich haben wir die Unterstützung." Wenn man weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehe, könne man jede Herausforderung bewältigen.

Die Urkunde für ihr 100-Jahre-Jubiläum wurde an die Freiwillige Feuerwehr Blumau vergeben.

Für ihr 125-jähriges Bestehen wurden Urkunden an die Freiwilligen Feuerwehren Altenmarkt, Bernhardsthal, Eschenau, Greifenstein, Großmugl, Herzogbirbaum, Hetzmannsdorf, Hollenthon, Immendorf, Jetzelsdorf, Maria Laach, Mönichkirchen, Murstetten, Patzmannsdorf, Purk, Seebarn, Seefeld-Kadolz, Siegenfeld, St. Pantaleon und Unterschoderlee sowie an die Betriebsfeuerwehr Antolin Ebergassing GmbH überreicht.

Die Urkunden für ihr 140-Jahre-Jubiläum wurden an die Freiwilligen Feuerwehren Artstetten, Deutsch Haslau, Emmersdorf/Donau, Feuersbrunn, Gerasdorf, Heiligenkreuz, Kilb, Mittelberg, Phyra-Markt, Puchberg, Schiltern, St. Martin, Zissersdorf und Zistersdorf vergeben.

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
Anita Quixtner, BA Tel: 0 27 42/90 05 -12 16 3
Fax: 0 27 42/90 05-13 55 0
E-Mail: presse@noel.gv.at
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung
noe_image