12.06.2017 | 10:50

Internationaler EUFEP-Kongress am 21. und 22. Juni in Krems

LR Schleritzko: „Was wir heute für die Gesundheit unserer Kinder tun, bestimmt ihre zukünftige Entwicklung und Lebensqualität“

Kinder- und Jugendgesundheit – ein Kinderspiel? Zwischen öffentlicher Aufgabe und familiärer Verantwortung – EUFEP, das Europäische Forum für Evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention, geht dieser spannenden Frage nach und lädt zum fünften Internationalen Kongress vom 21. bis 22. Juni ins Kloster Und nach Krems ein. „Wir müssen unseren Kindern bereits in frühen Jahren das Wissen und Verhalten vermitteln, das sie für einen gesunden Lebensstil bis ins hohe Alter benötigen. Und ganz besonders auch Spaß an einer gesunden Lebensweise! Das bedingt ein Zusammenspiel von Erziehung, familiären Lebensstil und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender DI Ludwig Schleritzko.

Im Mittelpunkt des Kongresses stehen Ansätze und Best-Practice-Beispiele für Gesundheits- und Präventionsprogramme im öffentlichen und familiären Umfeld. Vom Suchtmittelkonsum wie Alkohol und Tabak, über Mobbing und Gewalt, Impfpflicht für Kinder, Gesundheitspersonal und Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen, Gesundheit in der Familie bis hin zum gesundheitsökonomischen Nutzen eines gesunden Lebensstils.

„Was wir heute für die Gesundheit unserer Kinder tun, bestimmt ihre zukünftige Entwicklung und Lebensqualität. Deshalb ist es uns in Niederösterreich ein wichtiges Anliegen gesundheitsförderliche Lebensräume zu schaffen und von der Kindheit an, einen gesunden Lebensstil zu fördern. Die Initiative ‚Tut gut!‘ bringt mithilfe gezielter Angebote das Thema Gesundheitsvorsorge direkt zu den Familien, in die Bildungseinrichtungen, Gemeinden und Betriebe. Mit dem EUFEP-Kongress bieten wir eine internationale Plattform für den Erfahrungsaustausch zu evidenzbasierten Vorsorgestrategien“, so Schleritzko.

Nur ein Drittel der Sieben- bis Zehn-Jährigen bewegt sich täglich 60 Minuten. Die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag nehmen nur rund 19 Prozent der Drei- bis Sechs-Jährigen zu sich.

Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems und wissenschaftlicher Leiter des Kongresses, ergänzt: „EUFEP ist die einzige Veranstaltung im deutschsprachigen Raum, die sich damit beschäftigt, welche Maßnahmen in der Prävention und Gesundheitsförderung wirklich wissenschaftlich belegt sind. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist eine kritische Betrachtung extrem wichtig, weil falsche Maßnahmen auch sehr viel Schaden anrichten können.“

Der Kongress richtet sich an alle an der Thematik „Kinder- und Jugendgesundheit“ interessierten Personen, insbesondere Mitglieder aller damit befassten Berufsgruppen wie Medizin, Wissenschaft, Verwaltung, Medien.

Kongressprogramm, Informationen und Anmeldung: www.eufep.at.

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