04.05.2011 | 10:53

Viertelfestival NÖ geht heuer im Industrieviertel über die Bühne

Eröffnungsfest am 6. Mai in der Kulturwerkstätte Hof

Unter dem Motto „Industrie - Utopie" bietet das Viertelfestival NÖ heuer vom 7. Mai bis 7. August im Industrieviertel vielfältigen Kunstprojekten Raum für „Kultur vor der Haustür". Umgesetzt werden dabei insgesamt 70 Projekte, die sich mit den Besonderheiten der Region auseinandersetzen, 22 davon sind Schulprojekte. Da auch die NÖ Landesausstellung heuer im Industrieviertel angesiedelt ist, finden alle Projekte des Viertelfestivals in Kooperation mit „Erobern - Entdecken - Erleben im Römerland Carnuntum" statt.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 6. Mai, ab 19 Uhr in der NÖ Kulturwerkstätte in Hof am Leithaberge durch Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. Nach einer filmischen Präsentation aller Projekte des diesjährigen Viertelfestivals bietet der Jugendverein Hof eine Tanzperformance zum Auftakt von „Porta Pagana 2011", einer Land-Art-Installation aus Industriepaletten, die das alte Heidentor von Carnuntum zu neuem Leben erweckt.

In Mannersdorf wurde ein Schachtofen zu einem Industriedenkmal und Kulturzentrum mit Galerie, Museum und Themenlehrpfad umgestaltet. Die erste Ausstellung, „2.000 Jahre Bodenschatz Kalkstein", wird am 7. Mai eröffnet. In Ternitz hat Johannes Seidl eine Kombination aus Windkraftanlage und Installation geschaffen. Mit dem gespeicherten Strom wird einerseits die Installation beleuchtet und andererseits die Drehung der Flügel auch bei Windstille aufrechterhalten (ab 7. Mai). In einer Industriehalle bei Waldegg startet am 7. Mai die „Aktion Beton", eine transmediale Performancereihe mit Projektion, Bewegung, Klang und Text.

Am Gumpoldskirchner Bahnhof funktioniert die „Kunst-Station" einen Industriecontainer zum White-Cube für Ausstellungen und Ideen aller Art um (ab 8. Mai). In Schwechat erhält man ab 12. Mai auf dem Kulturwanderweg „Ideenreich Schwechat" Einblicke in die Geschichte prägnanter Schwechater Erfindungen im weitesten Sinne. „Bromberg und Industrie bleibt Utopie" lässt ab 13. Mai u. a. zweieinhalb Meter große Holzskulpturen ins Land blicken. „Alles ist in Fluss" signalisiert die Installation „Think Big" ab 13. Mai im Flussbett der Schwarza kurz vor deren Verbindung mit der Pitten zur Leitha (Schwarzabrücke Lanzenkirchen).

Mit handelsüblichen Haarföhns installiert das Künstlerkollektiv alien productions vor einem Windpark in Prellenkirchen „Airwaves", eine Version des Perpetuum Mobile (ab 14. Mai). Im Museumsdorf Krumbach werden Texte von Thomas Morus (1478 - 1535) ab 14. Mai in einem multimedial aufbereiteten Programm in die Musik seiner Zeit eingebettet. Im Park des ehemaligen Esterhazy-Schlosses in Pottendorf lässt der Keramik-Künstler Otto Ederer-Burger eine Skulptur aus Naturton entstehen und wieder vergehen, während der Sockel aus unverrottbaren Industrieprodukten wie Gummi, Metall, Plexiglas etc. bestehen bleibt (ab 14. Mai). Eine Revue mit Schauspiel, Bildern und Musik über Arbeitsalltag, Krupp und Krise wird ab 19. Mai im Stadttheater Berndorf gezeigt.

In Wiener Neustadt will „Das Solarbild", eine energieautarke, permanente Installation an einer Glas-Lärmschutzfassade eines Genossenschaftswohnbaus, zur Auseinandersetzung mit dem Thema Energieverbrauch anregen (ab 20. Mai). „Abenteuer Industrie" bietet ab 20. Mai an sechs Tagen eine Busreise zu den verschiedenen Museen des Industrieviertels und damit in die Welt der Industrie von einst und heute. In der NÖ Kulturwerkstätte in Hof am Leithaberge wird ab 20. Mai „Eunuchus", eine Komödie aus der römischen Antike von Terenz über das Geschäft mit der Sklaverei, gespielt.

In Grafenbach präsentiert das gemeinsam mit dem SOG.Theater entstandene Erinnerungs-Theater „Frauen. Arbeit." ab 21. Mai eine Spurensuche zum Thema Frauen und Arbeit. „Utopie-Musik" verbindet ab 21. Mai in Berndorf auf Basis eines Konzertstückes von Jacob de Haan Außerirdisches und Utopisches mit allen Facetten der Blasmusik. In Kottingbrunn wollen ein Ensemble für Alte Musik und eine Rockgruppe den Beweis antreten, dass die Wurzeln der heutigen Musikindustrie bereits in der Barockzeit zu finden sind (21. Mai).

Unter dem Titel „TiM - Theater im Museum" läuft ab 22. Mai im Industrieviertelmuseum Wiener Neustadt ein Stationentheater für die ganze Familie zum Thema Arbeit und Industriegeschichte. Im Projekt „Die Solarritter" wird - u. a. am 22. Mai in Puchberg am Schneeberg - aus Solarenergie fruchtiges Speiseeis erzeugt. „Willkommen in der Märchenwelt" heißt es erstmals am 28. Mai im Kolpinghaus Baden, wo Kinder und Jugendliche Musiktheater mit alten und neuen Helden auf die Bühne bringen. Schließlich bietet „Heavy Metal" am 28. Mai in Berndorf mit Live-Musik und Video-Kunst eine Hommage an die Geburtsstätte der österreichischen Schwermetall-Industrie.

Nähere Informationen und das detaillierte Programm beim Viertelfestival NÖ unter 02572/342 34-0, e-mail viertelfestival@kulturvernetzung.at und http://www.viertelfestival-noe.at/.

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