11.03.2005 | 12:20

Projekt „Schulsozialarbeit“ in Baden eröffnet

Bohuslav: Drogenprävention heißt Arbeit von Anfang an

Angesichts der aktuellen Entwicklungen mit bereits mehreren Drogentoten im Jahr 2005 verstärkt das Land Niederösterreich die Suchtprävention weiter. In Kürze startet nun an der Wirtschaftshauptschule (WHS) Baden für rund 500 Jugendliche das Projekt Schulsozialarbeit, berichtet Landesrätin Petra Bohuslav. Es handle sich dabei um ein Angebot der Primärprävention mit Beratung für Jugendliche bei Problemen und Konflikten in Schule und Familie, bei dem - falls erforderlich - auch längerfristige Betreuung angeboten wird. „Drogenprävention heißt eben Arbeit von Anfang an“, so die Landesrätin.

Ausgebildete Sozialarbeiter vom Verein Ko.m.m. (Konflikte miteinander meistern) - mit Sitz in St. Pölten arbeiten bei diesem Angebot, das übrigens auf Freiwilligkeit basiert und außerhalb der Schulstunden stattfindet, eng mit Schulleitung und Lehrkräften zusammen. Von Primärprävention spricht man, wenn Personen noch keine besondere Risikogruppe darstellen und bei ihnen das relevante Problem noch nicht aufgetreten ist.

Das Projekt Schulsozialarbeit ist Teil der Umsetzung des NÖ Suchtplans, der im Jahr 2000 erstellt wurde. Klares Ziel ist die Gesundheitsförderung. „Wir wollen jungen Menschen helfen, Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit zu entwickeln, um dann mit der nötigen „ICH – Stärke“, der nötigen Konfliktfähigkeit den negativen Einflüssen der Umwelt entgegentreten zu können“, erläutert Bohuslav. Daher müsse die Stärkung der Persönlichkeit bei Kindern und Jugendlichen so früh als möglich ansetzen, um ihnen Wege zur Problemlösung ohne Sucht aufzuzeigen.

Neben zahlreichen weiteren Projekten wie z.B. suchtpräventives Mitspieltheater, Lehrerschulungsprogrammen, Weiterbildung von Jugendbetreuern und Streetworkern wurde 2003 auch die Schulsozialarbeit eingeführt und nun ausgedehnt. Seit Herbst 2003 betreut der Verein „YOUNG“ mit Sitz in St. Pölten Hauptschulen und Polytechnische Schulen in Herzogenburg, Traisen und Krems und auch HAK und HASCH in St. Pölten mit rund 4.100 Schülerinnen und Schülern. Schulsozialarbeit wird übrigens zu zwei Drittel von der Jugendwohlfahrt des Landes und zu einem Drittel von der Schulgemeinde finanziert. Das Land Niederösterreich investiert für 2005 rund 95.000 Euro. An „Schulsozialarbeit Baden“ beteiligen sich neben dem Land Niederösterreich mit 13.000 Euro auch noch private Sponsoren.

Im Bereich Drogenprävention sind heuer auch der Ausbau von Streetwork in Traisen und der Start von „Feel OK“ – einem Internet basierenden Programm für Jugendliche geplant. Für die Themenschwerpunkte Nikotin, Cannabis, Stress, Liebe/Sexualität, können dabei Jugendliche ihr persönliches Profil entwickeln und auch Ratschläge bekommen.


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