26.02.2003 | 00:00

Hochwasseranalyse an Donau und Traisen

Studie soll Veränderungen erfassen und Auswirkungen bewerten

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu außergewöhnlichen Hochwasserereignissen wie beispielsweise 1997 im Traisental oder 2002 an der Triesting sowie an Donau und Kamp. Das Land Niederösterreich hat nun Univ.Prof. Hans-Peter Nachtnebel von der Universität für Bodenkultur beauftragt, zu untersuchen, welchen Einfluss der Klimawandel und menschliche Eingriffe in den Flusseinzugsgebieten auf Häufigkeit und Größe von Hochwasserereignissen ausüben. So haben Verbauungen der Flussufer, intensive landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Bewirtschaftungsformen sowie die Ausweitung der Siedlungsräume und der Verlust natürlicher Überschwemmungsgebiete das Abflussverhalten vieler Flüsse beeinflusst.

Ziel der Studie ist es, am Beispiel der Donau und der Traisen die Veränderungen der letzten Jahrzehnte in der Kulturlandschaft der Flusseinzugsgebiete zu erfassen und deren Auswirkungen auf Hochwasserereignisse zu bewerten.

„Mit dieser Studie wollen wir die Grundlagen für zukünftige Planungen im Bereich des Flussbaues und des Hochwasserschutzes, aber auch eine Optimierung des Kraftwerksbetriebes schaffen. Die Studie wird außerdem Empfehlungen für die Raumordnung enthalten – ein weiterer, wesentlicher Bestandteil für künftige Überlegungen im Zusammenhang mit Hochwasserschutzmaßnahmen“, stellt dazu Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank fest.

In einer Startveranstaltung am 25. Februar wurden die Vertreter der Gemeinden, der Land- und Forstwirtschaft, der Raumordnung und der Kraftwerksbetreiber über das Projekt informiert und deren vielfältige Erfahrungen aufgenommen. Die Ergebnisse der Studie liegen bis Mitte 2004 vor. Die Untersuchungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Hochwasserplattform Niederösterreich, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Biffl das Katastrophenhochwasser vom August 2002 analysiert und Schutzmaßnahmen erarbeitet.

Weitere Informationen: Dipl.Ing. Martin Angelmaier, Abteilung Wasserwirtschaft, Telefon 02742/9005-14775, e-mail martin.angelmaier@noel.gv.at.


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