15.01.2003 | 00:00

HLA Yspertal bringt NÖLI in die Schulen

Sobotka: Ressourcenschonung und Treibhauseffekt-Verminderung

„Zuerst braten, dann fahren“ – unter diesem Motto informiert die HLA Yspertal im Auftrag des Landes Niederösterreich und der NÖ Abfallwirtschaftsverbände Schüler in ganz Niederösterreich über die Möglichkeit, Altspeisefett in Biodiesel umzuwandeln. In St. Pölten präsentierten gestern die Schüler der HLA für Umwelt und Wirtschaft in Yspertal ihr Informationsprojekt, das den NÖLI in die Schulen bringt. „Schonung der Erdölressourcen und Verminderung des Treibhauseffekts verspricht die Nutzung von Altspeisefetten als Rohstoff für die Treibstoffgewinnung“, so Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zu diesem NÖLI-Projekt und rechnet vor: „Mit einer Steigerung des Sammelergebnisses auf 1 Kilo pro Einwohner und Jahr kann Biodiesel für 25 Millionen Fahrkilometer erzeugt werden. Das ist ein starkes Umwelt-Argument für die Altspeiseölsammlung.“

Den NÖLI, einen Sammelbehälter, der bei den Abfallsammelstellen der Gemeinden gratis erhältlich ist und nach Befüllung mit Altspeisefett dort wieder kostenlos abgegeben werden kann, haben das Land und die Abfallverbände ins Leben gerufen. „Ohne weitere Steigerung des weltweiten Verbrauchs werden die Reserven an Erdöl in 41 Jahren und jene an Erdgas in 61 Jahren vollkommen erschöpft sein“, berichtete Franz Erhard von der HLA Yspertal.

Das Altspeiseöl, von dem in Österreich pro Kopf 3 Kilo pro Jahr anfallen, stellt demgegenüber eine neue „Rohstoffquelle“ dar. Derzeit werden aber nur rund 2,3 Prozent einer Verwertung zugeführt, der Rest verschwindet meistens im Kanal und verursacht dort hohe Kosten, weil er die Abwasserreinigung behindert und den Kanal verstopft.

Das Schulprojekt der Höheren Lehranstalt des Zisterzienserstiftes Zwettl soll helfen, Schüler an Hand eines praktischen Beispiels zu erklären, wie durch Nutzung von Abfällen wieder Wertstoffe entstehen und wie man damit zu einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung finden kann. „Während einer Erläuterung der Thematik mittels Folienvortrag wird Altspeisefett in einer Destillationsanlage in Biodiesel umgewandelt. Mit dem gewonnenen Biotreibstoff wird dann ein Dieselaggregat betrieben, damit man auch praktisch sieht, wie einfach das funktioniert“, erklärte Dir. Mag. Johann Zechner.

Nähere Informationen bei der HLA Yspertal unter der Telefonnummer 07415/7249-22, Margit Hinterdorfer. An zwei Tagen der offenen Tür (14. Februar von 14 bis 16.30 Uhr und 15. Februar von 8 bis 12 Uhr) demonstrieren die Schüler für alle Besucher den Weg vom Altspeisefett zum Biodiesel.


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