04.12.2003 | 14:12

Erfolgreiche Präsentation des NÖ Klimaschutzes in Mailand

Sobotka: “Niederösterreich ist im Klimaschutz die Nummer 1“

Nicht nur in Österreich, sondern auch europaweit steht Niederösterreich mit über 216 Klimabündnisgemeinden an der Spitze der europäischen Regionen. Deshalb wurde Niederösterreich eingeladen, in Mailand am Weltklimagipfel seinen erfolgreichen Weg zum Klimabundesland Nummer 1 vorzustellen und den Delegierten zu präsentieren.

„An der Klimabündnisaktion beteiligen sich bereits 216 von 573 Gemeinden. In den Klimabündnisgemeinden leben 903.000 Einwohner oder 58 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung. Wir sind damit eine der erfolgreichsten Regionen in Europa. Es ehrt uns, dass wir eingeladen wurden, unseren erfolgreichen niederösterreichischen Weg zu präsentieren. Die Delegierten zeigten sich von Niederösterreichs Weg begeistert und werden niederösterreichische Ideen und Umsetzungsmaßnahmen aufgreifen“, zeigt sich Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka von der erfolgreichen Präsentation in Mailand erfreut.

„Nicht nur die Anzahl der Klimabündnisgemeinden, sondern vor allem die Aktionen, die in den Gemeinden vor Ort gesetzt wurden, machen Niederösterreich so erfolgreich“, so Sobotka weiter. „Insgesamt wurden in den Klimabündnis-Gemeinden 103 Umweltprojekte im Gesamtwert von über 5,3 Millionen Euro umgesetzt, wobei Förderungen in der Höhe von über 715.000 Euro durch das Land Niederösterreich zur Verfügung gestellt wurden. 1 Euro Landesförderung löst daher 8 Euro an Investitionen für den Klimaschutz in Niederösterreich aus.

Mit diesen Mitteln wurden neben Fernwärmeanlagen auch Radwege und Solaranlagen gefördert. Auch die Isolierung der privaten Wohnhäuser wurde unterstützt. Darüber hinaus hat auch das Land selbst zahlreiche Initiativen zum Klimaschutz gestartet und durchgeführt. Die ökologische Wohnbauförderung, das niederösterreichische Ökomanagement und die Aktion „Ich fahre spritsparend“ sind nur einige Bausteine in der niederösterreichischen Klimastrategie.

„Durch diese Maßnahmen ist es uns gelungen, trotz einem Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 1,5 Prozent, einer Steigerung des Verkehrsaufkommens von 13 Prozent und einer Zunahme der niederösterreichischen Bevölkerung von 5 Prozent auf über 1,5 Millionen, den CO2-Ausstoß stabil zu halten“, berichtet Sobotka.

„Mit den gesetzten und noch geplanten Maßnahmen wird es uns in Niederösterreich gelingen, das hohe Ziel von Kyoto, nämlich eine Reduktion von 13 Prozent bis zum Jahr 2010, zu erreichen. Niederösterreich hat gezeigt, dass Klimaschutz nicht im Widerspruch zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung einer Region steht. Trotz intensiven Anstrengungen im Klimaschutz ist Niederösterreich auch wirtschaftlich auf dem Weg unter die Top ten in Europa. Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung stehen sich nicht im Weg“, so Sobotka.


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