21.03.2002 | 00:00

Zahl der jugendlichen Trinker steigt

NÖ: 60.000 Alkoholkranke

„In den meisten europäischen Ländern hat in den letzten Jahren die Zahl der jugendlichen Alkoholtrinker und Raucher zugenommen“, erklärte heute Prof. Kurt Fellöcker, Leiter der NÖ Fachstelle für Suchtvorbeugung. Allein in Niederösterreich gebe es derzeit rund 60.000 alkoholkranke Menschen und ca. 2.000 Tote im Jahr.

Ziel sei es daher, in den nächsten fünf Jahren die österreichische Alkohol- und Tabakpolitik dahingehend weiterzuentwickeln, dass Verkauf und Abgabe, Besteuerung sowie Werbung neu geregelt werden. Ein erster Schritt dazu sei die Forderung von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die den Verkauf und die Abgabe von Alkohol an Jugendliche bis 16 Jahre in Niederösterreich noch vor dem Sommer neu regeln will. „Ein wesentlicher Schwerpunkt ist natürlich die Prävention. Mit einer gesetzlichen Regelung könnte ein Teil des Verkaufspreises von Tabakwaren und Alkohol für Maßnahmen zur Suchtvorbeugung verwendet werden“, erläutert Fellöcker.

Die Fachstelle für Suchtvorbeugung wende derzeit pro Jahr rund 300.000 Euro für die Suchtprävention auf. Mit einer Reihe von Schul-Projekten und Ausstellungen bemühen sich Fachstelle und Land Niederösterreich, vor allem das Bewusstsein der Jugendlichen für diese Gefahren zu schärfen und persönlichkeitsbildende Maßnahmen zu vermitteln. „Grundsätzlich trinken und rauchen Jugendliche weniger, die sich insgesamt wohl fühlen“, argumentiert Fellöcker. Natürlich sollten sich alle vorbeugenden Maßnahmen auch an Erwachsene richten. Ein gesellschaftliches Umdenken, was den Konsum von Alkohol und Nikotin betrifft, sei notwendig.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung