21.03.2002 | 00:00

Welt-Wassertag: Wasserspenden für Afrika

Sobotka: Hilfe für Menschen, die kein sauberes Wasser haben

Morgen, Freitag, 22. März, ist Welt-Wassertag. Er soll die Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit über die Bedeutung der Erhaltung, des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung unserer Wasserressourcen fördern. Anlässlich des Weltwassertages sammelt die EVN Wasserspenden für Wasserprojekte in Afrika. „Niederösterreich hat durch seine vorsorgende Wasserpolitik eine weltweite Spitzenposition nicht nur bei der Qualität des Trinkwassers, sondern auch bei der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Denn unser Wasser kann ohne weitere Behandlung den Konsumenten zur Verfügung gestellt werden. In vielen anderen Ländern sieht dies aber anders aus“, meint Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zur Wichtigkeit des jährlichen Welt-Wassertages.

Aus diesem Grund sammelt die EVN Wasser in fünf niederösterreichischen Gemeinden (St.Pölten, Wiener Neudorf SCS, Bruck an der Leitha, Purkersdorf, Zwettl) in Zusammenarbeit mit niederösterreichischen Schülern gegen eine freiwillige Spende symbolisch Notwasserrationen (1 Liter Trinkwasser eingeschweißt in Plastik). Der Reinerlös der Sammelaktion ist für ein Wasserprojekt im Westen Kenias bestimmt und dient der Errichtung von Wassertanks in Dörfern, in denen während der Regenzeit Regenwasser gesammelt wird.

„Bei uns fließen im Schnitt 150 Liter bestes Trinkwasser pro Tag und Person durch die Leitungen, während Menschen in den Dürreregionen der Welt kaum das Wasser zum täglichen Überleben haben. Jährlich sterben immer noch rund 10 Millionen Menschen an verseuchtem Wasser. Wir wollen durch diese Sammelaktion diesen Menschen, die kein sauberes Wasser zur Verfügung haben, helfen“, so Sobotka.

Darüber hinaus führt im Rahmen des Welt-Wassertages die Umweltberatung Niederösterreich Messaktionen für Brunnenwasser durch. Dabei kann die Qualität des Wassers kostengünstig untersucht werden. Bei diesen Untersuchungen werden zum Preis von 55 Euro mögliche hygienische Verunreinigungen erhoben: Nitrat, Nitrit, Ammonium, Eisen, pH-Wert, Leitfähigkeit und Härte sowie die wichtigsten Keimzahlen.

Bei der Probenahme wird auch der bauliche Zustand der Brunnen vor Ort festgestellt, sind doch in vielen Fällen die Belastungen des Wassers „hausgemacht“: Ein undichter Brunnendeckel, fehlende Entlüftung oder das Eindringen von Oberflächenwasser durch die Brunnenringe können das Trinkwasser mit unerwünschten Stoffen belasten. All das lässt sich durch einfache Sanierungsmaßnahmen beheben.


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