29.06.2007 | 18:10

Bauer: Vorsorgen statt heilen

Gesundheitsforum mit wichtigen Initiativen

Die „Gesunde Gemeinde“, die „Bewegte Klasse“ oder „Unternehmen Gesundheit“ sind die wichtigsten Initiativen des Gesundheitsforum NÖ, das 1993 von Land Niederösterreich, Ärztekammer NÖ und Sozialversicherungsträgern gegründet wurde. „Wir wollen mit diesen Projekten auf die Wichtigkeit der Gesundheitsvorsorge aufmerksam machen. Der Bevölkerung muss bewusst gemacht werden, dass vorbeugen besser als heilen ist“, betonte heute Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hannes Bauer. Hier müsse der Hebel angesetzt werden. Nur durch eine umfassende Prävention könnten die explodierenden Kosten im Gesundheitsbereich eingedämmt werden.

Besonders erfolgreich läuft das Projekt „Gesunde Gemeinde“, das 1995 ins Leben gerufen wurde und darauf abzielt, in den Gemeinden eine Gesundheitsinfrastruktur aufzubauen. So werden verschiedene Formen der Bewegung wie Langsamlauf, autogenes Training oder Wirbelsäulengymnastik angeboten. Auch ein Gesundheitstag oder einschlägige Vorträge gehören zum Programm. Am kommenden Samstag wird die Gemeinde Scharndorf bereits als 100. im Kreis der „Gesunden Gemeinden“ begrüßt. Auch äußerst erfolgreich ist die „Bewegte Klasse“. Sie wurde von 1994 bis 1998 in über 80 niederösterreichischen Volksschulklassen als Pilotprojekt geführt. Aufgrund des großen messbaren Erfolges wurde die Aktion in den Regelschulplan aufgenommen. Nachweislich verbessern sich die Haltungsschäden und das soziale Verhalten der Kinder. „Unternehmen Gesundheit“ folgt einem internationalen Trend, der die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt stellt. Niederösterreichs Paradebetrieb ist hier die Neusiedler AG in Ulmerfeld-Hausmening, wo gemeinsam mit den Mitarbeitern gesundheitsfördernde Maßnahmen gesetzt werden.

Neben den drei Hauptschwerpunkten bietet das Gesundheitsforum Niederösterreich auch andere Aktionen: „Durch dick und dünn“ ist für übergewichtige Kinder konzipiert, und auch die Betreuung von Kindern psychisch kranker Eltern ist ein wichtiges Anliegen. Derzeit wird mit den Familienberatungsstellen ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut.

„Oberstes Ziel ist, diesen Trend zur Prävention noch zu verstärken. Jeder muss sich darüber im Klaren sein, dass es an ihm liegt, seine Gesundheit zu erhalten. Die Angebote des Gesundheitsforums sind ein wesentlicher Beitrag dazu“, bekräftigt Bauer.


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