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“Abgemeldet“


Die Zwangsumsiedlung St. Pöltner Juden und Jüdinnen in die jüdischen Sammelwohnungen in Wien 1938-42

Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST)
Projektleiterin: PD Dr. Martha Keil
Mitarbeiter/innen: Dr. Wolfgang Gasser,  Dr. Philipp Mettauer, Mag. Iris Palenik

Kooperationspartner:
BG/BRG St. Pölten, Josefstraße http://www.bgstpoelten.ac.at/;
BRG/BORG St. Pölten, Schulring http://www.borgstpoelten.ac.at/
Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus http://de.nationalfonds.org/
Niederösterreichisches Landesarchiv (NÖLA) http://www.noe.gv.at/Bildung/Landesarchiv-.html

Laufzeit: 1.1.2015-31.12.2016

Die Delogierung und Zwangsumsiedlung in sogenannte Sammelwohnungen am Wohnort und in Wien werden in den Selbstzeugnissen der 1938-1942 aus Niederösterreich vertriebenen Jüdinnen und Juden kaum erwähnt. Weder die Betroffenen selbst noch die zur Shoah forschenden Historiker/innen maßen dieser ersten Vertreibung große Bedeutung zu; zu sehr wurde sie von den nachfolgenden traumatischen Ereignissen überschattet. Das vorliegende Projekt wird daher erstmals anhand von bisher unausgewertetem Archivmaterial und lebensgeschichtlichen Quellen die behördliche Abwicklung einerseits und die Auswirkungen auf die Betroffenen andererseits untersuchen.

Im ersten Teilprojekt forschen zwei 6. Klassen zweier St. Pöltner Realgymnasien (ca. 50 Schüler/innen) zur Familiengeschichte und sozialen Lage der Jüdinnen und Juden ihrer Heimatstadt vor 1938 und zu deren Lebensrealität in den Sammelwohnungen. Basierend auf der eigenen Reflexion, was Wohnen und zu Hause Sein bedeutet, diskutieren die Jugendlichen die Informationen zur Zwangsumsiedlung in den jüdischen Selbstzeugnissen. Wolfgang Gasser dokumentiert ihren Erkenntnisprozess.

Im zweiten Teilprojekt erforscht Philipp Mettauer sowohl die Organisation und Durchführung der Zwangsumsiedlung durch die NS-Behörden als auch Anzahl, Lage, Größe und Ausstattung der Sammelwohnungen in Wien sowie die Lebensrealitäten und Handlungsspielräume ihrer Bewohner/innen. Zur Rekonstruktion der Lebensbedingungen und sozialen Netzwerke der aus St. Pölten Umgesiedelten zieht er die For­schungser­gebnisse der Schüler/innen heran. Zudem können einige Jugendliche freiwillig ein Nachkommentreffen der St. Pöltner Juden und Jüdinnen organisieren. Über das Projekt hinaus wird der „Lern- und Gedenkort ehemalige Synagoge St. Pölten" ausgebaut.

 


Weiterführende Informationen

Publikationen

Publikationen zum gewählten Thema finden Sie hier.

Ihre Kontaktstelle des Landes für den Projektpartner im NÖ Landesarchiv

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung K2
Mag. Elisabeth Loinig E-Mail: elisabeth.loinig@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12054, Fax: 02742/9005-12052

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus Kulturbezirk 4

Lageplan, Adressen aller Dienststellen

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Letzte Änderung dieser Seite: 27.01.2015

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