27.01.2010 | 17:08

LH Pröll zur Renovierung des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg

Kuratoriumssitzung zu Bauvorhaben bis zum Jubiläumsjahr 2012

„Das Stift Herzogenburg ist ein einzigartiges Kulturjuwel, das wir für die nächsten Generationen erhalten wollen", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge eines Pressegespräches anlässlich der heutigen Kuratoriumssitzung zur Renovierung des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg.

„Im Jahr 2012 feiert das Stift Herzogenburg sein 900-Jahr-Jubiläum. Wir werden von Seiten des Landes weiterhin ein treuer Partner bleiben", versicherte der Landeshauptmann, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist. Seit dem Jahr 2000 wird das Stift generalsaniert, bis 2012 werden insgesamt rund 8,2 bis 8,5 Millionen Euro in die Arbeiten geflossen sein, informierte Pröll. Die Kosten teilen sich das Stift mit 40 Prozent, das Bundesland Niederösterreich mit 30 Prozent und der Bund mit 20 Prozent. „Wir werden selbstverständlich auch für den letzten Teil der Renovierungsarbeiten seitens des Landes 30 Prozent zur Verfügung stellen", so Pröll, der auch die Bedeutung von „entsprechenden Leistungen" durch den Bund betonte.

„Unsere Stifte sind wichtig für den christlichen Glauben in unserem Land, und gleichzeitig sind sie auch ein ganz besonderer Tourismus- und Wirtschaftsfaktor", meinte der Landeshauptmann. Das Land Niederösterreich habe im Vorjahr das Budget für denkmalpflegerische Maßnahmen von fünf auf sechs Millionen Euro erhöht, so Pröll. Das bringe auch rund 500 Arbeitsplätze: „Denkmalpflegerische Maßnahmen sind sehr arbeitsintensiv."

Propst Maximilian Fürnsinn berichtete über die Arbeiten der vergangenen zehn Jahre. So seien zum Beispiel die außen liegenden Fassaden des Stiftsgebäudes fertig gestellt worden, ebenso die Fassaden des Innenhofes, der barocke Prälatengarten, der barocke Obstgarten und der Rosengarten. Im Inneren des Stiftes wurden etwa der Festsaal, die Frigdianikapelle, die Chorkapelle, die Bibliothek sowie große Teile der Gangbereiche einer umfassenden Renovierung unterzogen. 2009 konnten auch der Prälatengang und die Prälatenstiege restauriert werden. In den Jahren 2010 und 2011 stehen noch zwei Fassaden des Emmerichshofes auf dem Programm, weiters die Mauer des Kapitelgartens, die Zugangsräume zur Sala terrena, die Gartenanlage des Emmerichshofes, größere Gangbereiche im ersten Stock sowie die Sanierung der lebensgroßen Prälatenbilder am barocken Prälatengang. Propst Fürnsinn betonte auch den wirtschaftlichen Aspekt der Arbeiten am Stift: „Insgesamt werden pro Jahr rund 70 Beschäftigte über mehrere Monate eingesetzt. Das ist ein beachtlicher Beschäftigungsimpuls für die Region". Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2012 hätten bereits begonnen, so Fürnsinn, ein erster Höhepunkt des Jubiläums werde die Benennung der neuen Donbaubrücke bei Traismauer als „St. Georgsbrücke" sein.

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