Fördercall "Wissenschaft trifft Schule"

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT, sind Bereiche, die in der Gegenwart bereits einen wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen. Dieser wird zukünftig noch größer sein, um nachhaltige Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln, wie beispielsweise den digitalen Wandel, den Klimawandel oder ein langes Leben in Gesundheit. Als Kooperationsprojekt des Landes Niederösterreich und der Innovationsstiftung für Bildung entstand eine gemeinsame Ausschreibung, um diese Bereiche an niederösterreichischen Schulen nachhaltig zu stärken. Die finanzielle Höhe dieser Ausschreibung beträgt € 450.000,-.

Was wird gefördert?

Gefördert werden innovative Konzepte und Projekte von Schulen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, welche diesen Themen nachhaltig an der Schule etablieren. Begrüßt werden auch Projekte, bei denen Aspekte der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften einfließen.  

Mögliche Konzepte und Projekte können sein:  

  • Infrastrukturmaßnahmen an der Schule (z.B. Einrichtung von Labs), wenn gleichzeitig konkrete Projekte (z.B. Forschungsprojekte im Zuge von vorwissenschaftlichen Arbeiten) mit dieser Infrastruktur umgesetzt werden.
  • Dialog- und beteiligungsfördernde Formate an der Schule zum Thema Wissenschaft (z.B. Dialogveranstaltungen oder Workshops mit Wissenschafter:innen, Forschungsprojekte, etc.)
  • Wissenschaftsvermittlungsformate an der Schule (z.B. Wettbewerbe, Festivals, etc.)
  • Edukative Wissensvermittlungsformate (z.B. Ausstellungen, Mitmach-Aktionen, Lernmaterialien, Spielformate, etc.)
  • Schulische Schwerpunktbildung im Rahmen der Schulautonomie
  • Intensivierung von Kooperationen oder Erweiterung von bereits bestehenden Projekten (beispielsweise schuleigene Forschungsprojekte, Sparkling Science-Projekte, Teilnahme an Aktivitäten des OeAD, Partizipation an Aktivitäten des Landes Niederösterreich, etc.) 

An wen richtet sich die Förderung?

Die Förderung richtet sich an öffentlichen Schulen oder privaten Schulen mit Öffentlichkeitsrecht, die ihren Sitz in Niederösterreich haben. Alternativ können Förderungen auch von nicht gewinnorientierten Vereinen im direkten Naheverhältnis zu einer öffentlichen Schulen oder einer privaten Schule mit Öffentlichkeitsrecht beantragt werden (z.B. Fördervereine, Alumnivereine, etc.).


Ziele

  • Das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Naturwissenschaft und Technik soll gesteigert werden.
  • Interdisziplinäres Arbeiten soll gefördert werden, beispielsweise durch die Integration von geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Aspekten in die Projekte.
  • Eine aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen an naturwissenschaftlichen und technischen Projekten soll forciert werden.
  • Die Vernetzung von Schulen und Partnern aus Wissenschaft und Forschung sollen gestärkt werden.
  • Nachhaltige naturwissenschaftliche und technische Schwerpunktsetzungen sollen an Schulen etabliert werden.
  • Innovative Konzepte aus klassischen und digitalen Lehr- und Lernmethoden sollen angewandt werden.


Das Projekt „Wissenschaft trifft Schule“ ist auf bis zu 3 Jahre ausgelegt. 

Die Ausschreibung erfolgt in zwei Schritten (1. Phase: Call for Concept-Wettbewerb; 2. Phase: Call for Projects) mit einer begleiteten Entwicklungsphase dazwischen:

 

1. Phase

Ab 29. November 2021 bis 24. Jänner 2022, können Schulen ihre Konzepte per Formular einreichen. Die Prüfung der Anträge erfolgt durch einen Fachbeirat bestehend aus Vertreter:innen des Landes Niederösterreich und der Innovationsstiftung für Bildung sowie externen Expert:innen aus Wissenschaft, Bildung und/oder Gesellschaft. Dieses Gremium entscheidet, welche der Anträge beim Call for Concept einen Preis erhalten, sich damit für die zweite Phase der Ausschreibung qualifizieren und einen Anspruch auf einen Preis in der Höhe von € 1.500,- haben.

 

Begleitete Entwicklungsphase:

Die prämierten Schulen werden dann eingeladen, basierend auf ihren Konzepten ein Projekt einzureichen. Diese Phase dauert von Februar bis Mai 2022. In dieser Entwicklungsphase werden Schulen in Niederösterreich aktiv dabei unterstützt, konkrete Projektkonzepte zu entwickeln, die möglichst gut bestehende externe Angebote mitberücksichtigen und nutzen. 


2. Phase

Die Schule kann bis zum 13. Mai 2022 einen Förderantrag bei der Förderungsabwicklungsstelle, der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Amts der niederösterreichischen Landesregierung, einreichen. Die Laufzeit der geförderten Projekte ist bis zum Ende des Schuljahres 2023/24 möglich. Die Prüfung der Anträge erfolgt durch den Fachbeirat, welcher eine Empfehlung an die zuständigen Organe der Innovationsstiftung für Bildung vorlegt. In Folge wird bis Ende des Schuljahres 2021/22 entschieden, welche Projekte als förderwürdig eingestuft werden und ihr Projekt umsetzen können.



Förderungen dürfen ausschließlich von öffentlichen Schulen oder privaten Schulen mit Öffentlichkeitsrecht, jeweils im Einvernehmen mit ihrem Erhalter beantragt werden. Die Schulen müssen ihren Sitz in Niederösterreich haben. Pro Schule ist maximal ein Antrag zulässig. Es werden nur zukünftige Aktivitäten gefördert. Alternativ können Förderungen auch von nicht gewinnorientierten Vereinen im direkten Naheverhältnis zu einer öffentlichen Schulen oder einer privaten Schule mit Öffentlichkeitsrecht beantragt werden (z.B. Fördervereine, Alumnivereine, etc.).


Förderhöhe

Für die erste Phase (Call for Concept Wettbewerb) stehen insgesamt € 45.000,- zur Verfügung. Jene Schulen, die den Call for Concept Wettbewerb gewinnen, erhalten ein Preisgeld in der Höhe von € 1.500,-. Es können somit Konzepte von bis zu 30 Schulen prämiert werden.  

Für die zweite Phase (Call for Projects) stehen insgesamt bis zu € 405.000,- zur Verfügung. Die Höhe der maximalen Förderung ist in der zweiten Phase der vorliegenden Ausschreibung auf maximal € 25.000,- limitiert. Die Vergabe der vorhandenen Mittel erfolgt danach, ob und in welcher Qualität die unten definierten Förderkriterien und die ausgeführten Förderziele erreicht werden.


Auszahlung

Die Auszahlung des Preisgeldes für Phase 1 (Call for Concept Wettbewerb) erfolgt nach Gewinnzusage.

In Phase 2 erfolgt die Auszahlung der Förderung von einjährigen Projekten zu 80% unmittelbar nach Förderzusage und zu 20% nach Projektende und Übermittlung des Endberichtes. Bei zweijährigen Projekten erfolgen 40% der Auszahlung nach Förderzusage, zu 40% zu Beginn des Schuljahres 2023/24 und zu 20% nach Ende des Projektes und Übermittlung des Endberichtes.

Werden die vorgesehenen förderbaren Kosten in Phase 2 unterschritten, verringert sich die Förderung aliquot. 


Förderbare Kosten

Förderbare Kosten sind alle dem Projekt zurechenbaren und innerhalb der vertraglich festgelegten Laufzeit der Förderung angefallenen Material- und Sachkosten (z.B. projektbezogenes Verbrauchsmaterial, geringwertige Wirtschaftsgüter bis zur Geringfügigkeitsgrenze von € 1.000,-, Anschaffung von Geräten, anteilige Lizenzgebühren, die innerhalb der Laufzeit des Projektes anfallen), Veranstaltungskosten (z.B. Raummiete, Catering), Kosten für Dienstleistungen Dritter und Reisekosten (Fahrt- und Übernachtungskosten). Reisekosten sind nur bis zu jener Höhe förderbar, die der Reisegebührenvorschrift 1955 BGBl. Nr. 133, in der jeweils geltenden Fassung, für vergleichbare Bundesbedienstete entspricht.  

Personalkosten von Lehrer:innen und Direktor:innen sind nur dann förderbar, wenn die Tätigkeiten für den Fördergegenstand außerhalb der Lehrverpflichtung geleistet werden. Diese Personalkosten müssen mit Honorarnoten belegt werden. Diese Honorarnoten haben eine detaillierte Darstellung des aufgewendeten Arbeitsumfangs zu beinhalten. Der Maximalstundensatz für diese Leistungen darf den Betrag von € 30,- nicht überschreiten.  

Da für Schulen keine Vorsteuerabzugsberechtigung besteht, wird die Umsatzsteuer als förderbarer Kostenbestandteil berücksichtigt. 


Folgende Kriterien werde für die Förderentscheidung berücksichtigt:

  • Inhaltliche Qualität des eingereichten Projekts (u.a. Orientierung an innovativen Konzepten zur Didaktik, Vermittlung und Lernstandkontrolle, Förderung von Zukunftskompetenzen bei den involvierten Schüler:innen, Integration von Gender-Aspekten)
  • Qualität und Relevanz hinsichtlich der Förderziele
  • Realistische Ziele hinsichtlich der Umsetzung der Projekte
  • Nachhaltiger Nutzen der geplanten Aktivitäten am Schulstandort
  • Eignung der beteiligten Organisationen und Anbieter:innen für die Durchführung der geplanten Aktivitäten
  • Angemessene Projektkosten

Als besonders förderwürdig werden jene Projekte eingestuft, in welchen eine aktive Einbindung von Wissenschafter:innen vorgesehen ist bzw. eine Kooperation mit einer Wissenschaftseinrichtung eingegangen wird. 


Einzureichende Unterlagen

Für die Phase 1 (Call for Concept Wettbewerb) muss ein Konzept bis zum 24. Jänner 2022 eingereicht werden. Dieses Konzept kann per Formular (folgt demnächst) übermittelt werden. Aus dieser Einreichung muss klar ersichtlich sein, welches Konzept überlegt wurde und welche Ziele verfolgt werden. Im Formular müssen folgende Daten ersichtlich sein:

 

Name der Schule oder des Vereins 
Nennung einer Ansprechp 
Anschrift
E-Mail-Adresse

Kontodaten

 

Die Fördervergabe bei Phase 2 (Call for Projects) der vorliegenden Ausschreibung erfolgt in Form eines Förderverfahrens. Berechtigt dazu sind nur jene Schulen, die bei Phase 1 (Call for Concept Wettbewerb) gewinnen konnten. Der Antrag ist schriftlich (online oder postalisch) einzureichen und muss folgende Teile beinhalten:  

  • Ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular Wissenschaftsförderung 
  • Ausgefüllte und unterschriebene Projektkalkulation (für Einnahme-Ausgabenrechner)
  • Detaillierte Projektbeschreibung (max. drei A4-Seiten) für eine Laufzeit von maximal zwei Schuljahren (von September 2022 bis maximal Juni 2024) 

Eine genauere Aufstellung der notwendigen Unterlagen erhalten die Schulen im Zuge der Entwicklungsphase. 


Gerichtsstand, anzuwendendes Recht

Gerichtsstand in allen aus der Gewährung einer Förderung entstehenden Rechtsstreitigkeiten ist das sachlich zuständige Gericht in St. Pölten. Zur Entscheidung über das Vertragsverhältnis ist ausschließlich österreichisches Recht, jedoch unter Ausschluss aller Weiterverweisungen auf ausländisches Recht, anzuwenden.

 

Datenverwendung, Datenübermittlung

Der Antragsteller/die Antragstellerin nimmt zur Kenntnis, dass die im Zusammenhang mit der Antragstellung von ihm/ihr bekanntgegebenen sowie im Zusammenhang mit der Prüfung des Antrages anfallenden personenbezogenen Daten von der Stiftung und von der Förderungsabwicklungsstelle verarbeitet werden, soweit dies für die Entscheidung über den Antrag, für den Abschluss sowie für Kontrollzwecke und die Wahrnehmung der der Stiftung und der Förderungsabwicklungsstelle übertragenen gesetzlichen Aufgaben erforderlich ist.

Ebenso sind die Stiftung und die Förderungsabwicklungsstelle berechtigt, die für die Beurteilung des Vorliegens der Förderungsvoraussetzungen und zur Prüfung des Verwendungsnachweises erforderlichen personenbezogenen Daten über die vom Antragsteller/Förderungsempfänger bzw. von der Antragstellerin/der Förderungsempfängerin selbst erteilten Auskünfte hinaus auch durch Rückfragen bei den in Betracht kommenden anderen Organen des Bundes oder bei einem anderen Rechtsträger, der einschlägige Förderungen zuerkennt oder abwickelt, oder bei sonstigen Dritten zu erheben und an diese zu übermitteln, wobei diese wiederum berechtigt sind, die für die Anfrage erforderlichen personenbezogenen Daten zu verarbeiten und Auskunft zu erteilen.

Stiftung und Förderungsabwicklungsstelle sind überdies berechtigt, Transparenzportalabfragen gemäß § 32 Abs. 5 TDBG 2012 durchzuführen.

Im Rahmen der Datenverarbeitung kann es dazu kommen, dass die Daten insbesondere an Organe und Beauftragte des Rechnungshofes, des Bundesministeriums für Finanzen und der Europäischen Union nach den EU-rechtlichen Bestimmungen übermittelt oder offengelegt werden müssen.Stiftung und Förderungsabwicklungsstelle sind gesetzlich verpflichtet, die Auszahlung der gegenständlichen Förderungen an den Bundesminister bzw. an die Bundesministerin für Finanzen zum Zweck der Verarbeitung in der Transparenzdatenbank mitzuteilen.

Der Förderungsnehmer/die Förderungsnehmerin ist verpflichtet zu bestätigen, dass die Offenlegung von Daten natürlicher Personen gegenüber der Stiftung oder der Förderungsabwicklungsstelle in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)4 erfolgt und die betroffenen Personen von ihm/ihr über die Datenverarbeitung der Stiftung oder der Förderungsabwicklungsstelle (insbesondere durch Verweis auf die Datenschutzerklärung der Stiftung) informiert wurden.

Die Antragstellerin/der Antragsteller verpflichtet sich, sowohl beteiligte Organisationen als auch Teilnehmer/innen (gemäß Art 14 DSGVO) über die Datenweitergabe an und die Datenverarbeitung durch die Stiftung und die Abwicklungsstelle zu informieren. Ausführliche Informationen zur Verarbeitung der Daten und zu den Rechten nach der DSGVO sind unter https://noe.gv.at/noe/Datenschutz.html abrufbar.

 

Haftung

Die Stiftung und die Förderungsabwicklungsstelle übernehmen keine wie immer geartete Haftung für Personen- oder Sachschäden, die im Zuge der Durchführung der Projekte entstehen oder bereits entstanden sind. Die Förderungswerberin oder der Förderungswerber ist jeweils für die Beachtung gesetzlicher und anderer Bestimmungen bei der Durchführung des Projekts verantwortlich.



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Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Wissenschaft und Forschung
Fachbereich Wissenschaftsvermittlung und Talenteförderung
Landhausplatz 1, Haus 1 3109 St. Pölten E-Mail: wissenschaft-vermittlung@noel.gv.at
Tel.: 02742/9005-13315
Letzte Änderung dieser Seite: 1.12.2021
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