45 Jahre nach der Volksabstimmung Zwentendorf

Herausforderungen verbinden damals und heute!

45 Jahre nach der Volksabstimmung Zwentendorf
© Land NÖ / Abteilung Anlagentechnik Zwentendorf

Vor 45 Jahren haben gerade einmal 30.068 Stimmen den Ausschlag für die wichtigste Entscheidung der österreichischen Energiepolitik gegeben. Damit wurde der Weg in Richtung nachhaltige Energieversorgung in Österreich schon frühzeitig geebnet, zu einer Zeit als noch zahlreiche Atomkraftwerke in Europa geplant und gebaut wurden.

Anlassfälle, entschieden gegen Atomkraft aufzutreten, gibt es auch 45 Jahre nach der Volksabstimmung weiter genügend. Ausgelöst durch die Energie- und Klimakrise erleben wir gerade in Europa eine Renaissance der Atomkraft.


Unsere Nachbarländer setzen verstärkt auf den Ausbau der Atomkraft und die Förderung von neuen Technologien, wie den Bau von kleinen modularen Reaktoren. Vordergründig geht es um Versorgungssicherheit und das Erreichen der Klimaziele bis 2030. Stromerzeugung aus Atomenergie ist hochriskant und teuer. Die im Jahr 2022 beschlossene EU-Taxonomie-Verordnung stuft Atomenergie als „grüne“ Übergangstechnologie ein, damit werden nachhaltige Investitionen in den Ausbau der Atomkraft ermöglicht.

Zentraler Aspekt der im Oktober 2023 erzielten Einigung des EU-Rates bei der Strommarktreform ist die Nutzung von Differenzverträgen zur Förderung erneuerbarer Energien, die u.a. auch Atomenergie beinhalten. Differenzverträge, besser bekannt als „Contract for Difference“ (CfD) werden für Investitionen in neue Stromerzeugungsanlagen verwendet und sollen einen festgelegten Mindestpreis für jede erzeugte Megawattstunde Strom gewährleisten, zukünftig also auch eine garantierte staatliche Förderung für Atomenergie.

Niederösterreich positioniert sich aktiv gegen die Subventionierung und den Ausbau der Atomkraft in Europa und setzt laufend Initiativen zur Umsetzung eines ambitionierten Klima- und Energiefahrplans. Damit soll ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Klima- und Energiezukunft geleistet und unsere Nachbarstaaten davon überzeugt werden, ihre Energieversorgungsprogramme auch ohne Atomkraft weiterzuentwickeln. 


Ihr Kontakt zum Thema Anti-Atomkoordination

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Umwelt- und Anlagentechnik
Landhausplatz 1, Haus 13  3109 St. Pölten E-Mail: post.bd4@noel.gv.at 
Tel: 02742/9005-14251
Fax: 02742/9005-14985 
Letzte Änderung dieser Seite: 5.3.2024
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