06.06.2021 | 13:30

Alltagsradeln: Niederösterreich soll zum Vorzeigeland werden

LH Mikl-Leitner: „Mit dem Rad unterwegs sein macht Spaß, hält fit und schont auch Umwelt und Geldbörse“

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Niederösterreich soll zum Vorzeigeland beim Alltagsradeln werden. Der Anteil der Wege, die mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß zurückgelegt werden, soll in den nächsten Jahren verdoppelt werden. Dazu Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Sonntag in der Radiosendung „Niederösterreich im Gespräch“: „Wer mit dem Rad fährt oder zu Fuß geht, der tut etwas für seine Gesundheit und leistet gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Derzeit werden 22 Prozent aller Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Diesen Wert möchte man in den nächsten zehn Jahren auf 44 Prozent verdoppeln. „Aktuell gehen und radeln die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher rund 2,4 Millionen Kilometer pro Tag. Im Vergleich dazu werden täglich rund 50 Millionen Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Dieses Verhältnis wollen wir ändern“, so die Landeshauptfrau und nannte Städte wie Amsterdam und Kopenhagen, die in Sachen Alltagsradeln ein Vorbild sind. „Das wollen wir auch schaffen, auch wenn Niederösterreich ein Flächenbundesland ist.“ Um dieses Ziel zur erreichen, müssten alle einen Beitrag leisten: Land, Bund und Gemeinden, Expertinnen und Experten, Vereine und Gruppen und alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher.

Radland Niederösterreich setzt auf einen breiten Mix an Aktivitäten und Maßnahmen wie zum Beispiel eine neue Förderung von Radwegen. Dabei werden zwischen 60 und 80 Prozent der Kosten, die Gemeinden für die Errichtung von Radwegen tragen müssten, übernommen. Neu ist auch, dass 2021 erstmals ein eigenes Radfahrbudget beschlossen wurde. Außerdem wird künftig die „fahrradfreundlichste Gemeinde“ ausgezeichnet. Darüber hinaus wird es „Fahrradhauptstädte“ geben, die von einer Fachjury für ihre Initiativen und ihre Infrastruktur bewertet werden. Für die Umsetzung der Mobilitätsstrategie ist die Radland NÖ Gesellschaft verantwortlich.

Dazu die Geschäftsführerin und „Radfahrbeauftragte“ Susanna Hauptmann: „Radland Niederösterreich wird als niederösterreichische Agentur für aktive Mobilität in Zukunft zentrale Aufgaben in der Mobilitätspolitik übernehmen.“ Die Aufgabe besteht auch darin, die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher dabei zu unterstützen, „mehr Freiheit, Individualität, Flexibilität und Selbstbestimmtheit“ in Bezug auf ihre Mobilität zu entdecken.

“Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann auch die Schönheit unseres Landes so richtig genießen. Und es macht Spaß, hält fit und schont auch Umwelt und Geldbörse“, so Landeshauptfrau Mikl-Leitner abschließend.

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