Landschaftsgestaltung

Das Land Niederösterreich bietet verschiedene Aktionen zur Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Kulturlandschaft.

Landschaftsgestaltung im NÖ Landschaftsfonds (LAFO)

Logo des Landschaftsfonds

Der NÖ Landschaftsfonds hat das Ziel der Erhaltung und Wiederherstellung einer ökologisch intakten Kulturlandschaft mit einer reichen Ausstattung an heimischen Tieren und Pflanzen, vielfältigen Landschaftselementen und umweltschonenden Nutzungen. Der Fonds wird auf Grundlage des NÖ Landschaftsabgabegesetzes 2007 (LGBl. 3630‑0) durch die so genannte „Landschaftsabgabe“ dotiert.

  • Anlage, Wiederherstellung und Erhaltung von Landschaftselementen wie z.B. Hecken, Obstbäume, Krautstreifen mit Wildblumenmischungen, Bepflanzungen an Gewässern, Straßen und Waldrändern (Saatgut, Pflanzmaterial inklusive Schutzmaßnahmen und Arbeitsleistungen) inklusive Beratungen, Konzepte und Planungen
  • Pilotprojekte und Bildungsprojekte
  • Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit.
  • Nicht betroffen sind Projekte, in denen es um die Neuanlage oder Umgestaltung von Waldflächen oder Gewässern geht.

Als förderungswerbende Personen kommen alle natürlichen und juristischen Personen und Gebietskörperschaften in Betracht, wenn sie das Förderungsziel erfüllen und zur Durchführung der Maßnahmen keine gesetzlichen Verpflichtungen bestehen.
Im Falle der Gewährung der Förderung auf Basis der genehmigten staatlichen Beihilfe werden die Beihilfen nur KMUs gewährt (gemäß Anhang I Artikel 2 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014).

Verwendung von standortgerechten, heimischen Gehölzen und autochthonem Saatgut.

Die Bepflanzungen müssen auf landwirtschaftlich gewidmeten oder genutzten Flächen durchgeführt werden (nicht auf Bauland, nicht in eingezäunten Gärten von Einfamilienhäusern oder im geschlossenen Siedlungsgebiet).
Es werden keine Beihilfen für die Anpflanzung einjähriger Kulturen gewährt.

Ersatzpflanzungen, die durch Behörden vorgeschrieben werden, sind nicht förderbar. Ebenfalls nicht förderbar sind Ersatzpflanzungen aufgrund von Verpflichtungen im Rahmen des österreichischen Agrarumweltprogrammes (nur zusätzliche Landschaftselemente sind förderbar).

Detailinformationen zur Antragstellung erhalten Sie unter:

NÖ Agrarbezirksbehörde, Fachabteilung Landentwicklung
Landhausplatz 1, Haus 12, 3109 St. Pölten
E-Mail: post.abb@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13603

Die Einreichung von Projektvorhaben muss jedenfalls vor Beginn der Umsetzung bei der Geschäftsstelle des NÖ Landschaftsfonds erfolgen.


Obstbaumschnitt und Veredelungskurse

Genauso wichtig wie das Pflanzen der Bäume sind die Pflege und der richtige Baumschnitt.

Obstbäume benötigen speziell in den ersten Jahren nach der Pflanzung eine gezielte Pflege. Gemeinsam mit regionalen PartnernInnen bietet die NÖ Agrarbezirksbehörde dazu Kurse an.

Der Erziehungsschnitt beeinflusst entscheidend die spätere Kronenform. Mit einem fachgerechten Erziehungsschnitt wird der Baum in seiner Ertragsfähigkeit und seinem Bestand gesichert.
Wir haben Kontakt zu praxiserfahrenen ReferentInnen, die vor Ort eintägige Obstbaumschnitt- und Veredelungskurse anbieten.

Kurse zu Schnitt und Pflege von Obstbäumen.

Als förderungswerbende Personen kommen alle natürlichen und juristischen Personen und Gebietskörperschaften in Betracht, wenn sie das Förderungsziel erfüllen und zur Durchführung der Maßnahmen keine gesetzlichen Verpflichtungen bestehen.
Im Falle der Gewährung der Förderung auf Basis der genehmigten staatlichen Beihilfe werden die Beihilfen nur KMUs gewährt (gemäß Anhang I Artikel 2 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014).

Detailinformationen zur Antragstellung erhalten Sie unter:

NÖ Agrarbezirksbehörde, Fachabteilung Landentwicklung
Landhausplatz 1, Haus 12, 3109 St. Pölten
E-Mail: post.abb@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13603

Die Einreichung von Projektvorhaben muss jedenfalls vor Beginn der Umsetzung bei der Geschäftsstelle des NÖ Landschaftsfonds erfolgen.

Kursteilnehmer bei der Schulung bei Obstbäumen

Ganztageskurs:
Am Vormittag Theorie und am Nachmittag Praxis in den Obstgärten.

Ziel:
Die Teilnehmenden sollen zum selbstständigen Schnitt von eigenen Obstbäumen befähigt werden.

Deckblatt - Broschüre INFO Schnitt und Pflege von Obstbäumen

Notwendige Unterlagen:
Die Kursunterlagen stellt der NÖ Landschaftsfonds zur Verfügung.

Kosten:
Je TeilnehmerIn ist ein Betrag von € 30 einzuheben. Über den Teilnahmebeitrag hinausgehende Kosten können vom NÖ Landschaftsfonds zu maximal 70 % gefördert werden.

Teilnahmezahl:
Mindestens acht bis maximal 15 Personen (praxisorientiertes Arbeiten ist nur in kleinen Gruppen möglich).


Landschaftsgestaltung in Agrarverfahren (Ökologische Agrarinfrastruktur zur Flurentwicklung)

Im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014 bis 2020 (Folgeprogramm ab 2023) kann die planmäßige Bereitstellung ökologischer Agrarinfrastruktur bei Verfahren der landwirtschaftlichen Bodenreform gefördert werden.

Die Finanzierung erfolgt mittels Kofinanzierung durch Geldmittel des Landes Niederösterreich, des Bundes und der Europäischen Union.

Einreich-, Abwicklungs- und Bewilligungsstelle für diese Vorhabensart ist die

NÖ Agrarbezirksbehörde
Pfarrgasse 24
2020 Hollabrunn

  • Die Kosten für den Grunderwerb sind auf Grundlage der amtlichen Bewertung gemäß § 3 Flurverfassungs-Grundsatzgesetz zu ermitteln.
  • Die geförderten Anlagen müssen ingenieurmäßig geplant und im Bescheid „Plan der gemeinsamen Maßnahmen und Anlagen" mitverankert sein.
  • Der Erwerb von Grund und Boden für die Errichtung von ökologischer Agrarinfrastruktur (z.B. Hecken, Baumreihen, Raine, Obstwiesen, Feldgehölze, Feuchtflächen).
  • Maßnahmen zum Bau und zur Ausgestaltung der bereitgestellten Grundflächen (z.B. Bepflanzungen, Begrünungen, Heckenverpflanzungen).

Gemeinschaften, die im Rahmen von Verfahren der Bodenreform gebildet wurden (insbesondere Zusammenlegungs- und Flurbereinigungsgemeinschaften).

Förderungsabwicklung

Die Sonderrichtlinie „LE-Projektförderungen" sieht für die Vorhabensart „Förderung ökologischer Agrarinfrastruktur zur Flurentwicklung" eine laufende Antragsstellung vor.

Wenn der Antrag die Mindestinhalte aufweist, wird er protokolliert. Als Eingangsdatum gilt jener Zeitpunkt, ab dem - bei einer späteren Genehmigung - Kosten anerkannt werden können. 

Vollständig eingelangte Anträge, die alle Zugangsvoraussetzungen erfüllen, werden einmal jährlich einem Auswahlverfahren unterzogen. 


Die NÖ Agrarbezirksbehörde gibt als Stichtag für eine Einbeziehung in das nächste Auswahlverfahren der Vorhabensart „Förderung ökologischer Agrarinfrastruktur zur Flurentwicklung" den

11. Jänner 2022

(neuer Termin wird demnächst bekannt gegeben)


Mit dem Auswahlverfahren soll sichergestellt werden, dass eine bessere und zielgerichtetere Nutzung der budgetierten Finanzmittel und die Mittelverfügbarkeit bis zum Ende der Förderperiode gewährleistet ist.

Die Bewilligende Stelle prüft die Förderungsanträge in der Reihenfolge ihres Einlangens auf Vollständigkeit und gibt die Möglichkeit der Nachreichung innerhalb einer angemessenen Frist.

In das Auswahlverfahren können jedoch nur jene Förderungsanträge einbezogen werden, die bis zum genannten Stichtag vollständig vorliegen. Alle anderen Förderungsanträge werden nach entsprechender Vervollständigung in das nachfolgende Auswahlverfahren einbezogen. Der anlässlich der Annahme des Förderungsantrages mitgeteilte Zeitpunkt der Kostenanerkennung bleibt aber gewahrt.

Die Vorhaben werden durch ein bundesweit angelegtes eindeutiges, transparentes und objektives Bewertungsschema anhand von Auswahlkriterien mit einem Punktesystem qualitativ und quantitativ beurteilt.

Die Auswahlkriterien, die für das Auswahlverfahren herangezogen werden, sind im Dokument „Auswahlverfahren und Auswahlkriterien für Projektmaßnahmen im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014 bis 2020" beschrieben.

Alle Projekte, welche die Mindestpunkteanzahl bei den Auswahlkriterien erfüllen, können bei ausreichender Mittelbedeckung zur Förderung ausgewählt werden. Reicht das vorgesehene Budget nicht aus, so werden jene Projekte ausgewählt, welche die meisten Punkte erreichen. Projekte, welche die Mindestpunkteanzahl erreicht haben, aber nicht ausgewählt wurden, können noch einmal beim nächsten Auswahlverfahren teilnehmen.

Mit dem Erhalt des Genehmigungsschreibens gilt der Förderungsvertrag als begründet.

Nach der Bewilligung des Förderantrages und erfolgter Umsetzung (Kennzeichnung und Bereitstellung der Flächen in der Natur; Anlage, Pflege und Gestaltung gemäß GMA-Plan) kann die förderungswerbende Person per Zahlungsantrag die Förderung der Kosten beantragen.
Je nach Projektfortschritt kann die Bewilligungsstelle entscheiden, dass die beantragten Kosten auf Teilbeträge aufzuteilen sind.
Nach Prüfung des Zahlungsantrages durch die Bewilligungsstelle wird der Förderbetrag von der AMA überwiesen.

Die widmungsgemäße Verwendung der Fördermittel wird durch Kontrollorgane des Landes überprüft.

Stichprobenkontrollen können auch durch Kontrollorgane der AMA, sowie von Bundes- oder EU-Stellen erfolgen.

  • Kurzbezeichnung (Stichwortartige Beschreibung des Vorhabens oder Kurzbeschreibung)
  • Name der förderungswerbenden und der vertretungsbefugten Person (Obmann/Obfrau)
  • Geburtsdatum der vertretungsbefugten Person
  • Zustelladresse der förderungswerbenden Person
  • Unterschrift auf Förderungsantrag und Verpflichtungserklärung


Förderung ökologischer Maßnahmen und Anlagen in Agrarverfahren

Das Land Niederösterreich fördert im Rahmen von Bodenreformverfahren die Umsetzung von ökologischen Maßnahmen und Anlagen. Ziel ist eine ausreichende Ausstattung der Landschaft mit naturnahen Strukturen, um eine nachhaltige und umweltverträgliche Bewirtschaftung zu gewährleisten.

Die Finanzierung erfolgt durch Geldmittel des Landes Niederösterreich.

Die Abwicklung der Förderung erfolgt über die NÖ Agrarbezirksbehörde nach Maßgabe der vorhandenen Mittel. Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

  • Die Bereitstellung von Grundflächen für die Errichtung bzw. Sicherstellung von gemeinsamen Grünanlagen (z.B. Hecken, Baumreihen, Raine, Obstwiesen, Feldgehölze, Feuchtflächen)
  • Maßnahmen zur Gestaltung der Grünanlagen (Bepflanzungen, Begrünungen, Heckenverpflanzungen)
  • Abschlagszahlungen bei Nutzungsverzicht (z.B. Verzicht auf Holznutzung).

Zur Förderung der Errichtung von Bodenschutzanlagen (maschinell gepflanzte Hecken) siehe auch → Bodenschutzanlagen (Windschutzhecken)

Hinweis:
Insbesondere für die Bereitstellung von Grundflächen gibt es auch die Förderungsmöglichkeit im Rahmen der Ländlichen Entwicklung, die mit Landes-, Bundes- und EU-Mitteln erfolgt (siehe auch → Ökologische Agrarinfrastruktur zur Flurentwicklung).

  • Grundbereitstellung: Die Förderhöhe wird für jeden Förderfall gesondert ermittelt und richtet sich nach der erzielten naturräumlichen Ausstattung im Projektgebiet nach der Durchführung des Verfahrens.
  • Gestaltungen: Die Förderung besteht aus einem Zuschuss zu den nachgewiesenen und anrechenbaren Kosten (Pflanzmaterial, Arbeitsleistungen, Maschinenkosten). Der Fördersatz beträgt derzeit bis zu 70 %.
  • Abschlagszahlung: Bis zu 100 % des geschätzten Wertes.

Dem Antrag ist eine unterschriebene Verpflichtungserklärung (PDF-Datei, 25kb) beizulegen.

Ihre Kontaktstelle des Landes

NÖ Agrarbezirksbehörde - Fachabteilung Landentwickung
Landhausplatz 1, Haus 12 3109 St. Pölten Telefon +43-(0)2742/9005-13603
Fax +43-(0)2742/9005-13890
E-Mail post.abb@noel.gv.at
Letzte Änderung dieser Seite: 11.5.2022
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