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01.12.2017 | 12:47

„Güterzugumfahrung St. Pölten“ offiziell eröffnet

LH Mikl-Leitner: „Ein Jahrhundertprojekt von regionaler, nationaler und europäischer Bedeutung“

Gaben "Grünes Licht" für die neue Strecke: EU-Vertreter Andreas Boschen, Landesrat Franz Schnabl, Bürgermeister Matthias Stadler, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä (von links nach rechts).
Gaben "Grünes Licht" für die neue Strecke: EU-Vertreter Andreas Boschen, Landesrat Franz Schnabl, Bürgermeister Matthias Stadler, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä (von links nach rechts).© NLK ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Grünes Licht“ gab es heute, Freitag, bei der offiziellen Eröffnung des Lückenschlusses zwischen St. Pölten und Loosdorf im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Weststrecke zwischen Wien und Linz Kleinmünchen. Die auch als „Güterzugumfahrung St. Pölten“ bekannte Strecke ist fast 25 Kilometer lang und umfasst drei Tunnel sowie 23 Brückenobjekte. Ab dem Fahrplanwechsel 2017/2018 am 10. Dezember werden die ersten Züge die Strecke passieren. Damit wird auch der Knotenbahnhof St. Pölten wesentlich entlastet, wodurch neue Kapazitäten für den Personenverkehr entstehen.

Von einem „ganz großen Tag“ sprach Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Zuge des Festaktes: „Ein Jahrhundertprojekt ist fertig.“ Das Projekt bringe „unglaubliche Vorteile für den Güter- und den Personenverkehr“ und sei „von regionaler, nationaler und europäischer Bedeutung“, betonte sie: „Die kommenden Generationen werden von diesem Jahrhundertprojekt profitieren.“

In Niederösterreich würden in den nächsten Jahren insgesamt rund 3,3 Milliarden Euro investiert, um Individualverkehr und öffentlichen Verkehr zu verbinden, so Mikl-Leitner.

Mit dem heutigen Tag trete man „in eine neue Zeitrechnung“ ein, meinte der ÖBB-Vorstandsvorsitzende Andreas Matthä. Die ÖBB seien im Personenverkehr „gut positioniert“ und im Güterverkehr die Nummer zwei hinter der Deutschen Bahn, sagte er im Gespräch mit der Moderatorin des Festaktes, Nadja Mader.

Andreas Boschen, Abteilungsleiter in der Exekutivagentur für Innovation und Netze in der Europäischen Kommission, überbrachte „Glückwünsche aus Brüssel“, das Projekt sei Teil des Rhein-Donau-Korridors und „ganz wichtig für die Verlagerung von der Straße auf die Schiene“.

Die Güterzugumfahrung sei „ganz entscheidend für den Verkehrsknotenpunkt St. Pölten“, meinte der Bürgermeister der Landeshauptstadt, Matthias Stadler. Das Projekt werde „auch den Wirtschaftsstandort beflügeln“, so Stadler, der sich „bei allen Verantwortlichen, die dieses Projekt mitgetragen haben“; bedankte.

Die Bahn habe seit vielen Jahren eine ganz besondere Bedeutung für Österreich und Niederösterreich, sagte Landesrat Franz Schnabl in Vertretung von Verkehrsminister Leichtfried. Die Bahn verbinde Städte, Länder und Nationen und sei „Nervensystem und Blutkreislauf der Wirtschaft“, so Schnabl.

Das Projekt „Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf“ wurde als zweigleisige Hochleistungsstrecke geplant. Die Anbindung an die Bestandstrecke und an die Neubaustrecke Wien-St. Pölten erfolgt im Osten im Knoten Wagram. Im Westen wird die Trasse im Knoten Rohr wieder mit der bestehenden Weststrecke verknüpft. Die Trasse wurde großteils entlang bereits bestehender Verkehrsinfrastruktur, der Schnellstraße S 33 und der Westautobahn A 1, errichtet. Mit der Inbetriebnahme ist der viergleisige Ausbau Wien-Linz Kleinmünchen abgeschlossen.

Nähere Informationen: Christopher Seif, ÖBB Holding Konzernkommunikation, Pressesprecher Niederösterreich/Burgenland, Telefon 02742/930 00-3527, E-Mail christopher.seif@oebb.at.

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