TRIGOS Niederösterreich 2019 - die Sieger stehen fest!

Projekte der Unternehmen BIOGAST, STYX Naturcosmetic und Windkraft Simonsfeld triumphieren beim TRIGOS Niederösterreich 2019, der etablierten Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften. Den NÖ-Sonderpreis erhielt GESA.


Im Landhausschiff in St. Pölten wurden am 3. Juni vor rund 120 Gästen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik die Gewinnerinnen und Gewinner des TRIGOS Niederösterreich 2019 ausgezeichnet. Der Preis holt jene Unternehmen vor den Vorhang, die ihre gesellschaftliche Verantwortung vorbildhaft wahrnehmen und nachhaltiges Handeln erfolgreich in ihrer Strategie umgesetzt haben.

Insgesamt nahmen heuer 40 Projekte aus Niederösterreich teil – österreichweit die meisten Einreichungen. Die große Bandbreite an qualitativ hochwertigen und thematisch sehr unterschiedlichen Projekten, von Unternehmen aller Größenordnung, machte es für die Jury – bestehend aus einer breiten Trägerschaft aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft – nicht einfach neun Unternehmen zu nominieren und drei davon auszuzeichnen. Zusätzlich wurde unter allen teilnehmenden Betrieben auch wieder ein Sonderpreis vergeben. 

Mit der TRIGOS Bundesträgerschaft wird eine Pilotbefragung von Unternehmen zur Zukunftsfähigkeit durchgeführt. Ziel des Projekts ist es einen vertiefenden Einblick in die unterschiedlichen Sichtweisen und Handlungsstrategien zu erhalten. Die Pilotauswertung wird in Niederösterreich stattfinden.

Zum TRIGOS Zukunftsbarometer


Bildergalerie zur Gala

Bilder der Gala sind honorafrei bei Namensnennung "Gerald Lechner/TRIGOS NÖ Gala" zu verwenden. © Gerald Lechner



Die NÖ Preisträger

GEWINNER: Biogast – „BIOGAST Messe 2018: Erste Messe mit Umweltzeichen“

In der Kategorie „Vorbildliche Projekte“ gewinnt die Biogast GmbH aus Zwettl mit dem Projekt „BIOGAST Messe 2018: Erste Messe mit Umweltzeichen“. Die BIOGAST vermittelt Einkäuferinnen und Einkäufern aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung alljährlich die spannendsten Bio-Trends. 190 Aussteller halfen im Jahr 2018 tatkräftig mit, das durchgängig ökologische Eventkonzept umzusetzen. Die Messebesucher wurden mit regionalen, nachhaltigen und biologischen Zutaten verköstigt, die Getränke ausschließlich in Mehrwegflaschen angeboten, Mehrweggeschirr in einer Waschstraße gereinigt oder wiederverwendbare Mehrweg-Teppichfliesen verlegt. Durch diese Maßnahmen konnte der Müll auf ein Minimum (rund 2 kg/Aussteller) reduziert werden. Zusätzlich wurde ein umfassendes Mobilitätskonzept mit Shuttleservices und E-Carsharing umgesetzt. Damit wurde zum ersten Mal nicht nur ein Event, sondern eine ganze Messe mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. 


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Nominiert: Variotherm Heizsysteme – „Variotherm.baut.p:ur”

Mit dem Zubau des Variotherm-Betriebsgebäudes ist ein leistbares und innovatives Vorzeigeobjekt für nachhaltigen Gewerbebau entstanden, das ausreichend Platz zum Arbeiten, Kommunizieren, Forschen und Vorführen bietet. Beim Planungsprozess wurde die Belegschaft umfassend involviert, um das Kernthema Nachhaltigkeit und Baubiologie konsequent umzusetzen. Der Bau selbst wurde mit einem außergewöhnlich hohen Anteil an Naturmaterialien ausgeführt, Brauchwasser aus dem hauseigenen Brunnen verwendet und nicht zuletzt ein durchgängiges Energiekonzept entwickelt, das den Energieaufwand reduziert und damit die Umwelt schont. Somit wirkt das Projekt transformativ, da es zeigt, dass Nachhaltigkeit kein Luxus sein muss und in jeder Größe möglich ist. 


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Nominiert: Kredenz.me – „Der unkonventionelle Laden“

Kredenz.me ist ein Lebensmittelgeschäft mit breitem Sortiment, das ein neuartiges Geschäftskonzept verfolgt. Durch Zahlung eines Mitgliedsbeitrags kann beinahe zum Einkaufspreis eingekauft werden. Zudem wird das Recht erworben, bei der Gestaltung des Sortiments und der Auswahl der Lieferbetriebe mitzubestimmen. Jedes Produkt wird sowohl mit dem regulären Preis als auch dem vergünstigten Mitgliedspreis ausgezeichnet. So können Kunden und Kundinnen jederzeit auch ohne Mitgliedschaft einkaufen. Die Produkte können vielfach auch ohne Verpackung oder mittels Nachfüllsystem erworben werden. Das Projekt schafft durch das Bistro- sowie das Mitgliedschaftskonzept zudem Raum für den gemeinschaftlichen kulturellen Austausch, was von der Jury besonders gewürdigt wird.


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GEWINNER: STYX Naturcosmetik – „Schatzsuche im Mostviertel“

Der Sieg in der Kategorie „Regionale Wertschaffung“ geht an das Projekt „Schatzsuche im Mostviertel“ der STYX Naturcosmetik GmbH aus Ober-Grafendorf. STYX wurde 1965 gegründet und ist Hersteller von Naturkosmetik-Produkten mit einem konsequenten Fokus auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit dem von STYX initiierten Projekt "Schatzsuche im Mostviertel" wurde die Region um ein attraktives Angebot im sanften Tourismus bereichert. Eine Schatzkarte mit 11 Unternehmen führt die Gäste gezielt zu den hier verwurzelten Betrieben, wo ihnen durch Betriebsführungen die Schätze der Region gezeigt werden. Die Unternehmen erreichen so neue Kundengruppen und bringen Gästen die Herausforderungen und Besonderheiten nachhaltiger Produktionsweisen nahe.


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Nominiert: myProduct – „myProduct.at – Einkauf- und Informationsplattform für regionale Produkte“

myProduct.at ist eine Einkaufs- und Informationsplattform, die Konsumentinnen und Konsumenten hilft, hochwertige regionale Produkte zu finden. Damit unterstützt sie heimische Kleinunternehmen bei der Onlinevermarktung. Bereits heute vertreiben über 500 regionale Betriebe mehr als 8.000 Produkte über die Plattform. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Wertschöpfung bleibt im Land. Durch ein innovatives Lebensmittelversandkonzept können die bestellten Produkte frisch vom jeweiligen Partnerbetrieb abgeholt und gesammelt in einem Paket zugestellt werden. MyProduct.at verbindet Nachhaltigkeit mit moderner Technologie und zeigt, dass Digitalisierung und Regionalität kein Widerspruch sein muss.


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Nominiert: Dorfplatz STAW GmbH – „HOFKÜCHE St. Andrä-Wördern“

In einem ehemaligen Gutshof im Ortskern von St. Andrä-Wördern floriert ein innovatives Wirtschafts-Hub, wo sich seit 2016 über 30 Ein-Personenunternehmen bzw. Klein- und Mittelbetriebe angesiedelt haben. Anstelle einer Betriebsküche entstand eine Kochwerkstatt, die in jeder Mittagspause ein gesundes, abwechslungsreiches und für jedes Budget leistbares Bio-Essen auftischt und so auch das Kulturleben in der Gemeinde nachhaltig stärkt. Darüber hinaus engagiert sich der Dorfplatz STAW mit seinem vielfältigen Kultur- und Veranstaltungsangebot für die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Dieses Beispiel zeigt, dass man durch Engagement nicht nur sozialen Zusammenhalt fördern, sondern auch die regionale Wirtschaft beleben und damit Negativ-Trends entgegenwirken kann.


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GEWINNER: Windkraft Simonsfeld – Globale Verantwortung als regionale Herausforderung

Gewinner in der Kategorie „Klimaschutz“ ist Windkraft Simonsfeld AG aus Ernstbrunn mit dem Projekt „Globale Verantwortung als regionale Herausforderung“. Die Windkraft Simonsfeld AG strebt an, als Botschafter der Energiewende wahrgenommen zu werden. Die neue Geschäftsstrategie ist an vier globale Nachhaltigkeitsziele der UN angelehnt und schreibt eine nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens vor. Daraus entstanden unter anderem Energieprojektkooperationen im In- und Ausland, Themenabende, Veranstaltungen und energiepolitische Engagements in der Region. Allein 2018 konnten durch verschiedene Dialogveranstaltungen mehr als 1.200 Menschen erreicht und für aktiven Klimaschutz gewonnen werden. Die Jury ist von der umfassenden Stakeholder Einbindung und der auf den UN-Nachhaltigkeitszielen basierenden Strategie begeistert.


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Nominiert: 10hoch4 Photovoltaik mit Dachgold – „Tausendundein Dach"

10hoch4 Photovoltaik möchte in Kooperation mit Dachgold mit der Initiative "Tausendundein Dach" bis zum Jahr 2020 eintausendundein Unternehmen dafür gewinnen, auf ihren Dächern Sonnenstrom zu erzeugen und damit 6.500 Tonnen CO2 jährlich einzusparen. Überzeugungsarbeit wird mit Vorträgen, Workshops, professioneller PR und Quick Checks geleistet. Das augenfälligste Argument liefert der selbst entwickelte Gestehungskosten-Rechner. Er errechnet die Kosten/KWh aus dem eigenen Dachkraftwerk und verdeutlicht, dass der eigene Solarstrom um 20 bis 50% günstiger ist als jener vom Netz. Die Jury ist davon überzeugt, dass mit dem Projekt die Verbreitung von Photovoltaik-Anlagen hervorragend vorangetrieben und dafür das notwendige Bewusstsein geschaffen wird.


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Nominiert: Lohmann und Rauscher – „Effizienzsteigerung bei der Tamponbandanlage“

Die Lohmann & Rauscher Gruppe ist ein internationaler Anbieter von Medizin- und Hygieneprodukten. Nachhaltigkeit zieht sich als roter Faden durch alle Bereiche und Standorte. Auch im niederösterreichischen Werk konnte durch modernste Konstruktionstechnologie und beträchtlichem Mitteleinsatz die Kapazität der Tamponbandanlage verdoppelt und gleichzeitig, bei einer Energieersparnis von 645.000 kWh/Jahr, die CO2-Emissionen halbiert werden. Dies schafft beste Voraussetzungen, um durch Ressourcenschonung und Prozessoptimierung die wesentlichen Umweltziele zu erreichen.


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GEWINNER: Gesa – „Haus des Lernens“

Der NÖ-Sonderpreis geht an Gesa mit ihrem „Haus des Lernens“ in St. Pölten. Das Unternehmen ist durch besonderes Engagement hervorgestochen. Die Sanierungs- und Beschäftigungs-GmbH, kurz Gesa, ist ein sozialökonomischer Betrieb mit dem Hauptziel der nachhaltigen Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt. Nach einigen Standort-Provisorien begann man 2016 mit dem Bau des „Haus des Lernens“, einer nachhaltigen Büro- und Arbeitsstätte, wo jährlich über 400 Arbeitssuchende beraten, qualifiziert und beschäftigt werden. Das Gebäude ist mit 1.236 m² das größte strohgedämmte Holzriegelhaus Österreichs. Zu 90% wurden natürlich nachwachsende Baumaterialien eingesetzt: Holz, Stroh, Hanf und Lehm. Durch diese spezielle Bauweise erhielt das Gebäude auch internationale Beachtung. Der Energieverbrauch ist ca. 55-60% niedriger als bei der herkömmlichen Form. Zudem wurden beim Bau zusätzlich ca. 25 arbeitsmarktferne Personen beschäftigt und qualifiziert.

 

TRIGOS – die renommierteste österreichische Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften


Der TRIGOS prämiert Unternehmen, die eine Führungsrolle und besondere Vorbildwirkung für verantwortliches Wirtschaften und Nachhaltigkeit übernehmen und die zur Zukunftsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft, Gesellschaft sowie Umwelt beitragen.

Der Preis versteht sich als Motor für Unternehmensverantwortung und nachhaltige Innovation in der österreichischen Wirtschaft. Seit dem Jahr 2004 werden bundesweit einmal jährlich Unternehmen aus ganz Österreich vor den Vorhang geholt, in Niederösterreich findet der TRIGOS in einem 2-Jahres-Rhythmus im Jahr 2019 zum sechsten Mal statt.

Einreichen konnten Unternehmen in den Landeskategorien:

Weitere Kategorien auf Bundesebene sind:

  • MitarbeiterInnen-Initiativen
  • Internationales Engagement
  • Social Innovation & Future Challenge


Trägerorganisationen und Unterstützer 

Besonderer Dank gilt allen Trägerorganisationen und Partnern des TRIGOS Niederösterreich, ohne deren Unterstützung die Durchführung des Preises nicht möglich wäre.

Logos


Weitere Informationen


TRIGOS
Niederösterreichische Nachhaltigkeitspioniere

respACT – austrian business council for sustainable development           
Hanspeter Wirth; office@trigos.at

Amt der NÖ Landesregierung
Daniela Kitzberger, M.A; trigos@noel.gv.at

Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Wirtschaft, Tourismus & Technologie
Landhausplatz 1, Haus 14

3109 St. Pölten

Email: trigos@noel.gv.at
Tel.: 02742/9005 - 16764

Letzte Änderung dieser Seite: 18.6.2019
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