09.03.2018 | 17:34

Wiener Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer offiziell verabschiedet

LH Mikl-Leitner: „Danke für all das, was du für die Republik geleistet hast und alles Gute für deine neue Aufgabe“

Verabschiedung des Nationalratsabgeordneten Karl Mahrer als Wiener Landespolizeivizepräsident (rechts) mit dem Wiener Landespolizeipräsidenten Gerhard Pürstl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (v.l.n.r.)
Verabschiedung des Nationalratsabgeordneten Karl Mahrer als Wiener Landespolizeivizepräsident (rechts) mit dem Wiener Landespolizeipräsidenten Gerhard Pürstl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (v.l.n.r.)© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Unter dem Motto „Jedes Ende ist ein neuer Anfang“ feierte der Abgeordnete zum Nationalrat Karl Mahrer heute, Freitag, in der Landespolizeidirektion Wien seinen offiziellen Abschied als Polizist nach mehr als 43 Dienstjahren, zuletzt in der Funktion als Landespolizeivizepräsident, und gleichzeitig den Beginn seiner politischen Arbeit im Nationalrat. Gekommen waren zahlreiche Weggefährten aus Polizei, Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien, unter ihnen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Stadtrat Michael Ludwig, Stadtrat Markus Wölbitsch, der ehemalige Vizebürgermeister und Klubobmann Johann Gudenus, Brigitte Bierlein, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes, die Volksanwälte Gertrude Brinek und Peter Fichtenbauer, Michaela Kardeis, Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit, und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.

Landeshauptfrau Mikl-Leitner sprach von „unglaublich vielen Herausforderungen“ während ihrer Zeit als Innenministerin und nannte als Beispiele das Staatsschutzgesetz, den Ausbau der Bereitschaftseinheit, die Flüchtlingskrise, den schrecklichen Amoklauf am Annaberg und die gesamte Strukturreform. Sie habe immer gewusst, dass sie sich auf die Polizei verlassen konnte und die Polizei habe sich auch immer auf sie verlassen können.

Mahrer könne „mit sehr viel Genugtuung und Zufriedenheit“ auf seine Karriere als Polizist und Verantwortungsträger in der Polizei zurückblicken, so Mikl-Leitner. Er habe sein Amt immer so verstanden, „über alle Parteigrenzen hinweg zu arbeiten“, er habe seine Aufgabe mit „Vernunft, Kompetenz und Hausverstand“ erfüllt. Mahrer bringe nun eine große Kompetenz ins Parlament ein. „Für all das, was du für die Republik geleistet hast, ein herzliches Danke“, wünschte die Landeshauptfrau Mahrer „alles Gute für deine neue Aufgabe“.

Nationalratspräsident Sobotka sagte, Mahrer sei „ein Polizist vom Scheitel bis zur Sohle“, „ein begnadeter Netzwerker“ und habe „eine zutiefst christliche Einstellung“. Mit ihm habe das Parlament erstmals nicht nur einen Sicherheitssprecher, sondern auch einen richtigen Polizeisprecher. „Herzlichen Dank für deine Arbeit und für deinen Einsatz für die Republik“, wünschte Sobotka Mahrer alles Gute für seinen Wechsel von der Exekutive zur Legislative.

Stadtrat Ludwig betonte, dass Mahrer „für eine Art der Sicherheitspolitik, die Zukunft hat“ stehe. Er hob die gemeinsame Enquete „Gemeinsam.Sicher Wohnen“ hervor und betonte Mahrers Stärke als Netzwerker zu fungieren. Mahrer habe „über Parteigrenzen hinweg gute Kontakte gepflegt“, das sei beispielgebend.

Landespolizeipräsident Pürstl sagte, Mahrer habe der Wiener Polizei „seinen eigenen Stempel aufgedrückt“. Er betonte Mahrers Gabe zu kommunizieren, durch die er die Polizei immer ins positive Licht gerückt habe. Mahrer sei immer bereit gewesen, für die Polizei da zu sein. Bei seiner Arbeit seien „Menschenrechte und Ordnung im Vordergrund gestanden“. Mahrer sei „sehr fordernd gewesen“ – nicht nur gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch gegenüber sich selbst. Mahrers Karriere sei wie im Bilderbuch verlaufen, skizzierte Pürstl die wichtigsten Stationen von Mahrer.

Als Vertreter seiner neuen beruflichen Heimat sagte Stadtrat Wölbitsch: „Wir sind sehr froh, dass wir deine Expertise bei uns im Team haben.“ Mahrer sei „eine große Bereicherung für die ÖVP im Bund und in Wien“.

In seinen Dankesworten sagte Mahrer, dass der Polizeiberuf „ein besonderer Beruf“ für ihn gewesen sei. „Jedes Ende ist ein neuer Anfang“, führte Mahrer aus, dass er mit Wehmut auf seine langjährige Tätigkeit bei der Polizei zurückblicke, gleichzeitig aber „Spannung und Freude“ in Hinblick auf seine neue Aufgabe empfinde. Besonders hob er die Aktion „Gemeinsam.Sicher“ hervor, ein Projekt, das nun „Teil des Regierungsprogramms, Teil der Polizeistruktur und Teil der Polizeikultur“ sei.

Karl Mahrer hat am 31. Dezember 1974 als Sicherheitswachebeamter in Ottakring seinen Dienst bei der Polizei begonnen. Dort war er 1981 dienstführender Beamter und von 1984 bis 1987 leitender Beamter in den Sicherheitswacheabteilungen Josefstadt und Favoriten. Es folgten viele weitere Funktionen und Karrieresprünge ehe Mahrer 2005 zunächst stellvertretender Landespolizeikommandant in Wien und schließlich 2009 Landespolizeikommandant in Wien wurde. Seit 2012 war er Landespolizeivizepräsident in Wien.

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