Grundwasserbewirtschaftung "Unteres Traisental"

Das Untere Traisental stellt ein wasserwirtschaftlich bedeutendes Grundwassergebiet dar, welches vor allem für die Trink- aber auch Nutzwasserversorgung der regionalen Industrie intensiv genutzt wird. Für zukünftige Bedarfssteigerungen stehen aber nur mehr geringe Grundwasserreserven zur Verfügung.

Im Rahmen einer gemeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ, der Industriellenvereinigung NÖ, dem Regionalverband NÖ-Mitte und den Gemeinden Wilhelmsburg, St. Pölten, Herzogenburg, Inzersdorf-Getzersdorf, Nußdorf ob der Traisen und Traismauer beauftragten Studie wurden zur langfristigen Absicherung der Trink- und Nutzwasserversorgung entsprechende wasserwirtschaftliche Lösungen entwickelt und deren Umsetzbarkeit aus rechtlicher, technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht bewertet.

Zeitplan: Die Studie wurde abgeschlossen (2006-2009). Der Endbericht liegt als Download vor.

Ergebnisse:

  1. Das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Verbrauch und dem Dargebot ist dzt. annähernd ausgeglichen. Die Wasserversorgung im Unteren Traisental ist dzt. nicht gefährdet. In längeren niederschlagsarmen Perioden - bei fallenden Grundwasserständen - kann es aber zu Problemen kommen.
  2. Zur langfristigen Sicherung der zukünftigen Trink- und Nutzwasserversorgung muss Vorsorge getragen werden, durch z.B.: Rückführung bestehender Konsense auf tatsächliche Entnahmemengen, restriktive Handhabung bei der Neuerteilung bzw. Erweiterung bestehender Konsense, generelle Befristung der Bewilligungsdauer, etc.
  3. Zur Abdeckung der prognostizierten Bedarfssteigerung bis 2030 ist kurz- bis mittelfristig die Umsetzung von "Sockelmaßnahmen" (z.B.: Fremdwasserreduktion im Kanalsystem) und langfristig von siedlungswasserwirtschaftlichen Lösungen (z.B.: Überregionale Versorgung mit zusätzlichen Brunnen/Quellen) erforderlich.
  4. Zur weiteren Beobachtung der Grundwasserentwicklung im Unteren Traisental wird mit den Projektpartnern ein regelmäßiges Grundwassermonitoring durchgeführt.


Zur Klärung der Zusammenhänge zwischen Grundwasser und der Traisen sowie der Frage zur Auswirkungen von zusätzlichen Wasserentnahmen wurde die Erstellung eines aktualisierten Grundwassermodells beauftragt. Die Ergebnisse sollen 2017 vorliegen. 

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Letzte Änderung dieser Seite: 17.2.2017
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