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09.01.2018 | 13:21

Unterzeichnung des gemeinsamen Programmes des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich

Mikl-Leitner/Zwazl: Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft

Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem unterzeichneten Programm „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“ von Land Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich (v.l.n.r.).
Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit dem unterzeichneten Programm „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“ von Land Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich (v.l.n.r.).© NLK ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, heute, Dienstag, das gemeinsame Programm des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich unter dem Titel „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“ und nahmen anschließend dessen Unterzeichnung vor.

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[MIKL-LEITNER]

Niederösterreichs Wirtschaft läuft bestens, der niederösterreichische Wirtschaftsmotor läuft auf Hochtouren und wir spüren es bei den Betriebsbesuchen: Die Auftragsbücher sind Gott sei Dank voll. Das sind aber nicht nur Behauptungen, die wir da in den Raum stellen, sondern es lässt sich auch mit Zahlen, Daten und Fakten untermauern. So lagen wir im Bereich des Wirtschaftswachstumes voriges Jahr, im Jahr 2017 bei 2,9 Prozent, während der Bundesdurchschnitt bei 2,2 Prozent lag. Die Prognosen für nächstes Jahr liegen bei 3,3 Prozent.

 [MIKL-LEITNER]

Eine besondere Stärke bei uns im Land ist natürlich das Miteinander. Das Miteinander zwischen Land und den Wirtschaftstreibenden, dem Land und unseren Unternehmerinnen und Unternehmern. Heute wollen wir diese Zusammenarbeit auf eine neue Stufe stellen, auf eine neue Stufe stellen vor allem mit unserem Arbeitsprogramm, das wir erarbeitet haben. „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“: Hier sind wichtige zentrale Punkte zu finden, wo dieses Miteinander zwischen Land und Wirtschaft auch dokumentiert wird. Ein ganz zentrales Thema ist die Digitalisierung, wo wir alle spüren, dass dieser digitale Wandel uns alle berührt und betrifft, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Dazu gibt es eine ganz klare Digitalisierungsoffensive, und dazu braucht es auch und planen wir ein Haus der Digitalisierung, wo sich die Kammer mit ihrer Expertise im Detail auch einbringen wird. Das zweite große Thema ist „beraten statt strafen“ im Verwaltungsvollzug. Das heißt, wir legen hier ein ganz klares Bekenntnis ab zu den Ermessensspielräumen, das heißt eine Politik mit Hausverstand. Ein ganz klares Bekenntnis, das wir auch umsetzen werden.

 [ZWAZL]

Der Handwerkerbonus auf Bundesebene ist ausgelaufen; und gerade bei uns im Land habe ich sehr viele negative Rückmeldungen bekommen; weil gerade wir in Niederösterreich den Handwerkerbonus am meisten ausgeschöpft haben: fast 28 Prozent des Handwerkerbonus vom Bund wurde von Niederösterreich von den Konsumentinnen und Konsumenten beansprucht und gefordert. Ein herzliches Dankeschön dafür. Der niederösterreichische Handwerkerbonus ist für die Konsumenten großartig, aber vor allem auch für unsere Klein- und Mittelbetriebe in den Regionen. Wir sind sehr stolz auf unsere engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer, auf unsere Unternehmen, die wir im Land haben, sie sichern unseren Wohlstand, sie sichern Ausbildung und somit auch sozialen Frieden in unserem Land. Und es ist für uns als Wirtschaftskammer Niederösterreich wichtig, hier ein starker Partner zu sein, der Service anbietet und natürlich stark in der Interessensvertretung ist. Aber wichtig ist für uns als Unternehmerinnen und Unternehmer, dass wir einen starken Partner im Land haben, wir brauchen ganz einfach die Unterstützung der Politik.

 [MIKL-LEITNER]

 Diesen erfolgreichen Weg des Miteinanders zwischen Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer wollen wir fortsetzen. Diese Maßnahmen, die diesen Erfolg fortschreiben sollen, sind in diesem Programm dokumentiert und werden auch in den nächsten fünf Jahren umgesetzt.

„Der niederösterreichische Wirtschaftsmotor läuft auf Hochtouren“, informierte Landeshauptfrau Mikl-Leitner, dass sie aus den Betriebsbesuchen in den vergangenen Monaten mitnehmen konnte, dass die Auftragsbücher voll seien. Untermauert werde das aber auch anhand von Daten und Fakten: „So lagen wir beim Wirtschaftswachstum 2017 bei 2,9 Prozent“, führte Mikl-Leitner aus, dass das deutlich über dem Österreich-Schnitt von 2,2 Prozent liege und die Prognosen für heuer bei 3,3 Prozent lägen. Das Exportvolumen für das erste Halbjahr 2017 betrage laut Zahlen der Statistik Austria 11 Milliarden Euro und weise eine Steigerung von neun Prozent auf, damit liege Niederösterreich im Bundesländervergleich im Bereich der Zuwachsrate auf Platz zwei. Bei der Kaufkraft liege Niederösterreich auf Platz eins.

Diese wirtschaftlichen Kennzahlen spiegelten sich auch am Arbeitsmarkt wider, führte die Landeshauptfrau aus, dass Niederösterreich 600.000 Beschäftigte vorzuweisen und mit sechs Prozent den stärksten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit seit sechs Jahren habe.

„Der Wettbewerb wird immer stärker, intensiver und internationaler“, sagte die Landeshauptfrau, dass Erfolg nicht immer mit Geld zu tun habe, sondern auch mit den Rahmenbedingungen. Das fange mit der Einstellung und dem Klima an, das man schaffe, hob Mikl-Leitner, die Deregulierungs-Offensive hervor, wo man ganz klar sage „weniger Bürokratie, mehr Hausverstand“ und bereits im Landtag beschlossen habe, 80 Regulative von 25 Gesetzen zu streichen.

„Eine besondere Stärke bei uns im Land ist das Miteinander“, hob die Landeshauptfrau das Miteinander des Landes mit den Wirtschaftstreibenden, den Unternehmerinnen und Unternehmern und Betrieben hervor und auch das Miteinander zwischen dem Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich. „Heute wollen wir diese Zusammenarbeit auf eine neue Stufe stellen“, führte Mikl-Leitner aus, dass man unter dem Titel „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“ ein gemeinsames Arbeitsprogramm erarbeitet habe.

Zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes seien Maßnahmen in den Bereichen Digitalisierung, Wirtschaftsstandort, Bildung/Arbeitsmarkt sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit vereinbart worden, die nun umgesetzt werden, so Mikl-Leitner. Für die Umsetzung brauche man das Knowhow der Wirtschaftskammer und ihrer Berater sowie das Knowhow der Experten des Landes.

„Ein zentrales Thema ist die Digitalisierung“, betonte die Landeshauptfrau, dass es Aufgabe sei, den Menschen die Sorgen der Veränderung zu nehmen und sie auf die Chancen des digitalen Wandels vorzubereiten. Dazu werde es ein „Haus der Digitalisierung geben“, wo die Wirtschaftskammer ihre Expertise einbringen werde.

Als weiteres Beispiel nannte Mikl-Leitner „beraten statt strafen“ im Verwaltungsvollzug und sprach „ein ganz klares Bekenntnis zu Ermessensspielräumen im Verwaltungsvollzug“ aus – man wolle „eine Politik mit Hausverstand“ machen. Weiters soll es schnelle Betriebsanlagengenehmigungsverfahren geben, verstärkt werden soll hier die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung auf Bausprechtage. Außerdem hob die Landeshauptfrau in diesem Zusammenhang auch die Koordinierungsstelle für Betriebsanlagengenehmigungen hervor. Zudem wolle man einen verstärkten Kampf gegen unfairen Wettbewerb führen, hier werde der Fokus auf strenge Kontrollen gelegt. Zu einem regelmäßigen Gedankenaustausch komme es beim regelmäßig stattfindenden Konjunkturgipfel, wo analysiert werde, was die Wirtschaft brauche, sprach Mikl-Leitner von einem „Dialog auf Augenhöhe“.

Zudem gebe es eine Vielzahl an erfolgreicher Kooperationen, die fortgeführt und ausgebaut werden sollen, führte Mikl-Leitner die Aktion NAFES (NÖ Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren), den Begabungskompass, die Lehrstellenberaterinnen und –berater, den Fachkräftemonitor und den NÖ Handwerkerbonus als Beispiele an.

„Diesen erfolgreichen Weg des Miteinanders zwischen dem Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich wollen wir fortsetzen“, führte die Landeshauptfrau aus, dass die Maßnahmen im gemeinsamen Programm „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“ festgehalten seien und bedankte sich „für die konstruktive Zusammenarbeit“.

„Danke für die großartige Zusammenarbeit“, betonte Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl, dass die Teams von Land Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich intensiv gearbeitet hätten. Sie sei stolz auf die engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer im Land – „Sie sichern Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit“, so Zwazl. Wichtig sei es, einen starken Partner im Land zu haben, führte die Präsidentin aus, dass es als Wirtschaft eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Politik brauche, um die Bedingungen für die Unternehmen bestmöglich zu gestalten.

Es sei auch wichtig, die Bedeutung der Unternehmerinnen und Unternehmer sowie ihre Leistungskraft hervor zu streichen, führte Zwazl aus, dass diese Waren und Dienstleistungen mit einem Volumen von fast 28 Milliarden Euro exportierten. Zudem würden von den Betrieben jährlich vier Milliarden Euro in Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung investiert werden. „15 Milliarden Euro zahlen unsere Unternehmerinnen und Unternehmer an Löhnen und Gehältern“, so Zwazl.

„Was gut für die Wirtschaft ist, ist auch gut für unser Land“, führte die Wirtschaftskammer-Präsidentin aus, dass man versuche, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Unternehmerinnen und Unternehmer zu schaffen. Mit dem neuen gemeinsamen Programm von Land Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich verfolge man genau diesen Ansatz.

Als einen der zentralen Punkte nannte Zwazl die Digitalisierung – hier arbeite man intensiv mit dem Land zusammen und ergänze sich gegenseitig. Über die Initiative KMU-Digital würden Unternehmen von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsministerium beim Erarbeiten und Umsetzen von für sie maßgeschneiderten Digitalisierungsstrategien unterstützt werden. Zur Verfügung gestellt werden 10 Millionen Euro, ein Unternehmen könne eine Förderung bis zu 4.000 Euro über diese Initiative an Unterstützung bekommen. Außerdem hob die Präsidentin auch die Haftungsübernahme für Digitalisierungskredite der NÖBEG hervor.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Internationalisierung, führte Zwazl aus, dass es darum gehe, wie man die Unternehmen noch besser unterstützen könne den Schritt über die Grenze zu machen. Dazu werde – unter Einbeziehung der Außenwirtschaft Österreich – eine gemeinsame „Internationalisierungs-Plattform“ von Land und Wirtschaftskammer eingerichtet, die derzeit in Arbeit sei.

Als dritten Punkt sprach die Wirtschaftskammer-Präsidentin den Begabungskompass an, wo man das Testverfahren auf den neuesten Stand gebracht habe. Alle Tests finden nun an einem Tag statt – dem „Talentetag“. Darüber hinaus werde es individuelle Beratungen durch Experten an den Schulen geben.

Der Handwerkerbonus auf Bundesebene sei ausgelaufen, 28 Prozent davon seien von niederösterreichischen Konsumentinnen und Konsumenten beansprucht worden, bedankte sich Zwazl für den NÖ Handwerkerbonus, der besonders für Klein- und Mittelbetriebe in den Regionen wichtig sei. Die Präsidentin bedankte sich bei der Landeshauptfrau für ihre Unterstützung und das gemeinsame Programm, das man weiterschreiben werde, da sich die Wirtschaft laufend ändere.

Nähere Informationen: Wirtschaftskammer Niederösterreich, Christian Buchar, Telefon 02742/851-14600, christian.buchar@wknoe.at, www.wko.at/noe.

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Unterzeichnung des Programms „Mehr für Niederösterreichs Wirtschaft“ durch Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (v.l.n.r.).© NLK ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

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