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10.10.2017 | 12:47

Niederösterreich bekommt als erstes Bundesland einen FH-Studiengang für Agrartechnologie

LH Mikl-Leitner: Im Vollausbau 75 Studierende am Standort Wieselburg

Neuer FH-Studiengang „Agrartechnologie“ am Standort Wieselburg: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesminister Harald Mahrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Direktor des Francisco Josephinums, Alois Rosenberger (von links nach rechts).
Neuer FH-Studiengang „Agrartechnologie“ am Standort Wieselburg: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesminister Harald Mahrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Direktor des Francisco Josephinums, Alois Rosenberger (von links nach rechts).© NLK ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Niederösterreich wird einen Fachhochschul-Studiengang für Agrartechnologie bekommen. Begonnen wird am Standort Wieselburg im Herbst 2018 mit 25 Studierenden. Das gaben heute Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundesminister Harald Mahrer und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Zuge einer Pressekonferenz in St. Pölten bekannt.

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[MIKL-LEITNER]

„Niederösterreich wird das erste Bundesland sein, das einen Fachhochschulstudienlehrgang anbieten kann, zum Thema Agrartechnologie und zwar am Standort Wieselburg. Im konkreten heißt das, dass 25 Studierende mit einem Bachelor-Lehrgang Studiengang, beginnen können, mit Herbst 2018 am Standort in Wieselburg. Was heißt das für den Vollausbau? Für den Vollausbau heißt das, dass wir 75 Studierende dann am Standort in Wieselburg im Bereich Agrartechnologie haben werden.“

 [MAHRER]

„Wir haben in der vergangenen Woche dann die finale Zuteilung vorgenommen und dann werden 450 solcher Studienplätze nun für die beginnenden Studienjahre 2018/2019 an die jeweiligen Träger verteilt. 110 – die Frau Landeshauptfrau, hat es angesprochen - gehen nach Niederösterreich.“

 [PERNKOPF]

„Die Frau Landeshauptfrau hat schon ausgeführt, der Standort Wieselburg, wir haben hier von den landwirtschaftlichen Nutzflächen von der Bundesversuchswirtschaft GesmbH über das Francisco Josephinum bis zu Hightech Labors, die bereits bestehen, alle möglichen Ressourcen, die sofort bespielt werden könnten. Ich glaube das ist ganz wichtig, ein ideales Umfeld für den praxisorientierten Unterricht, aber auch für die Forschung - und ich darf eines noch erwähnen, weil Herr Dir. Rosenberger heute auch hier ist, das Forschungszentrum kooperiert auch mit namhaften Landwirtschaftsfirmen, z. B. ist es gelungen einen weltweiten Innovationspreis von der deutschen landwirtschaftlichen Gesellschaft zu erringen, der demnächst in Deutschland auch überreicht wird, für Innovationen im Bereich mit der Firma Pöttinger.“

 [MIKL-LEITNER]

„Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, wir dürfen Ihnen aber nicht nur diesen einen Meilenstein heute vorstellen, sondern wir dürfen Sie auch darüber informieren, dass wir unser Angebot im Bereich des Fachhochschulwesens auch erweitern können und erweitern dürfen. Weil das auch seitens der Bundesregierung beschlossen worden ist bzw. vom Herrn Minister auch freigegeben worden ist, und da sage ich ein herzliches Dankeschön. Was heißt das? - Wir haben also weiterhin die Bewilligung für 30 Studienplätze an der Fachhochschule Krems für den Studiengang „Data Science and Digital Business Analytics“ und dazu ergänzend 25 Studienplätze auch auf der Fachhochschule in St. Pölten. Ergänzend gibt es dann noch 30 Studienplätze für „Robotik“ an der Fachhochschule Wiener Neustadt mit einer engen Zusammenarbeit mit der Stadt Mödling, weil es ja dort die größte HTL Europas gibt, wo es dort auch Module geben wird in enger Koordination und Kooperation der Fachhochschule Wiener Neustadt mit dem Standort Mödling.“


Rund 21.500 Studentinnen und Studenten gebe es derzeit in Niederösterreich, an Einrichtungen wie der Donau-Universität, Privatuniversitäten, theologischen und pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leitner. Mit rund 9.700 Studierenden seien die Fachhochschulen eine wichtige Säule im tertiären Bildungsbereich geworden, betonte sie.

Heute könne man einen weiteren Meilenstein in der Hochschul-Entwicklung in Niederösterreich präsentieren, so die Landeshauptfrau: „Niederösterreich bekommt als erstes Bundesland einen FH-Studiengang für Agrartechnologie. Im Konkreten heißt das: 25 Studierende können mit Herbst 2018 mit dem Bachelor-Studiengang beginnen. Im Vollausbau werden es dann 75 Studierende am Standort Wieselburg sein.“ Man wolle junge Menschen mit jenem Wissen ausstatten, das sie brauchen, verwies sie etwa auf Kompetenzen für modernste landwirtschaftliche Produktionsketten und Verfahrenstechniken, die im Zuge des neuen FH-Studienganges vermittelt werden sollen.

Wieselburg ist „ein Ort, wo Tradition gelebt und Zukunft gemacht wird“, begründete die Landeshauptfrau die Wahl des Standortes. Wieselburg sei „das wohl traditionsreichste Agrarzentrum des Landes“, verwies sie etwa auf das Francisco Josephinum und die Wieselburger Messe, die auch als Zentrum für landwirtschaftliche Innovation einen Ruf weit über die Grenzen des Landes hinaus genieße.

Insgesamt könne das Angebot im niederösterreichischen Fachhochschulwesen um 110 neue Studienplätze erweitert werden, sagte die Landeshauptfrau weiters. Neben Wieselburg seien 30 Studienplätze an der FH Krems für den Studiengang „Data Science and Digital Business Analytics“, 25 Studienplätze an der FH St. Pölten für den Studiengang „Data Science and Digital Business Analytics“ sowie 30 Studienplätze für Robotik an der FH Wiener Neustadt bewilligt worden.

Bundesminister Mahrer hob in seiner Stellungnahme den großen Stellenwert der Digitalisierung hervor. In Zukunft brauche es eine Vielzahl an Spezialistinnen und Spezialisten, und daher müsse man die Digitalisierung ebenso in bestehende Lehrberufe hineinbringen wie in die Ausbildung an den höheren technischen Lehranstalten oder auch im Hochschulbereich.

Eine darauf abzielende Ausschreibung für die Fachhochschulen sehe insgesamt 450 Studienplätze vor, 110 davon würden nach Niederösterreich gehen. „Dabei sind sehr spannende Programme eingereicht worden“, so Mahrer, der in diesem Zusammenhang etwa auf die Robotik, aber auch die Agrartechnologie verwies. Er wolle den niederösterreichischen FH-Trägern gratulieren, betonte er: „Niederösterreich war immer schon Vorreiter und wird mit den neuen Studienprogrammen seine Vorreiterrolle weiter ausbauen.“

Der neue FH-Studiengang sei ein weiteres bedeutsames „Upgrade für das Agrarland Niederösterreich“, freute sich LH-Stellvertreter Pernkopf über die Entscheidung. Innovationen in der Landwirtschaft müssten erforscht, aber auch praxistauglich und leistbar für die Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung gestellt werden können, betonte er. Der Standort Wieselburg biete „ein ideales Umfeld für den praxisorientierten Unterricht und für die Forschung“, zeigte sich Pernkopf überzeugt.

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Freuten sich über einen  „Meilenstein in der Hochschul-Entwicklung in Niederösterreich“: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesminister Harald Mahrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (von links nach rechts).
Freuten sich über einen „Meilenstein in der Hochschul-Entwicklung in Niederösterreich“: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesminister Harald Mahrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (von links nach rechts).© NLK ReionbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Freuten sich über einen „Meilenstein in der Hochschul-Entwicklung in Niederösterreich“: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bundesminister Harald Mahrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (von links nach rechts).

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