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28.02.2018 | 13:11

Neugestaltung des Schiele Museums Tulln

LH Mikl-Leitner: „Egon Schiele ist ein Künstler von Weltruf“

Präsentation der Neugestaltung des Schiele Museums Tulln: Geschäftsführer Matthias Pacher, Kurator Christian Bauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Gestalterin Isabelle Blanc und der Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk (v.l.n.r.)
Präsentation der Neugestaltung des Schiele Museums Tulln: Geschäftsführer Matthias Pacher, Kurator Christian Bauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Gestalterin Isabelle Blanc und der Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk (v.l.n.r.)© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

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[MIKL-LEITNER]

Egon Schiele, ein Künstler von Welt, der es geschafft hat, von sich reden zu machen, der es geschafft hat, die Menschen rund um den Globus zu begeistern. Er ist ja ein ganz Großer dieser wunderschönen Stadt, er ist hier geboren und er hatte immer eine große Liebe und eine hohe Affinität zu Tulln, zur Landschaft in Niederösterreich, und daraus sind auch ganz viele Werke entstanden. Wir begehen den 100. Todestag von Egon Schiele und das ist auch ein wunderbarer Anlass für uns, dieses Museum neu zu positionieren. Wir in Niederösterreich, hier in Tulln, wollen einzigartig sein. Und deswegen wollen wir vor allem auch sein Leben, die Biographie dieses großen Künstlers in den Mittelpunkt dieser Neupositionierung stellen.

[EISENSCHENK] 

Die Fassade mit Blickrichtung Donau, neu gestaltet, sehr auffällig; ganz wesentlich war die Schaffung der Barrierefreiheit im Gebäude selbst.

 [BAUER]

Wer die Kunst Egon Schieles verstehen möchte, muss sich mit dem Menschen Schiele beschäftigen, und wer das tun will, der muss nach Niederösterreich kommen. Und am besten er startet dort, wo alles begonnen hat, hier in Tulln.

 [MIKL-LEITNER]

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dieser Neupositionierung dieses Museum weit über die Grenzen Niederösterreichs, weit über die Grenzen Österreichs bekannt machen und zu einem Magnet von vielen internationalen Gästen machen. Das heißt: ein Mehrwert für Kultur- und Kunstinteressierte, vor allem aber ein Museum, das auch einen Mehrwert für den Tourismus und für die wunderschöne Stadt Tulln bringt.

 


„Egon Schiele ist ein Künstler von Weltruf, der die Menschen am ganzen Globus begeistert“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Mittwoch in Tulln, wo sie gemeinsam mit dem Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk, Kurator Christian Bauer und Gestalterin Isabelle Blanc die Neugestaltung des Schiele Museums Tulln präsentierte.

Egon Schiele habe viele seiner Werke in Tulln geschaffen und eine hohe Affinität zu der Stadt und der Landschaft gezeigt, fuhr die Landeshauptfrau fort und betonte: „Niederösterreich und Schiele, das ist eine echte Liebesgeschichte. Hier ist er geboren und aufgewachsen, hier hat er ein Drittel seines Lebens verbracht, ehe er 1918 viel zu früh gestorben ist.“

Der 100. Todestag (am 31. Oktober) ist auch der Anlass, das Museum neu zu gestalten und zu positionieren, wobei das Leben und die Biographie im Mittelpunkt stehen sollen. „Hier wollen wir dazu einladen, eine Entdeckungsreise durch seine verschiedenen Lebensphasen anzutreten. Hier wollen wir darauf aufmerksam machen, dass dieser Weltkünstler in Niederösterreich seinen Ausgangspunkt hat. Auch heute bekennen sich viele namhafte Künstler wie beispielsweise Erwin Wurm zu Niederösterreich und leben hier, das unterstreicht die Weltoffenheit in unserem Land“, hob Mikl-Leitner hervor.

Das Schiele-Jahr will man sich nun zunutze machen, um das Schiele Museum Tulln weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt zu machen. „Wir erwarten uns einen Mehrwert für Kunst- und Kulturinteressierte und einen Mehrwert für den Tourismus und die Stadt Tulln“, so die Landeshauptfrau.

Eisenschenk wies darauf hin, dass neben dem Museum auch Schieles Geburtshaus im Tullner Bahnhof im Zuge von dessen Umbau neu gestaltet werde. Von hier aus führe zudem ein Egon Schiele Weg entlang zahlreicher Stationen in das Zentrum der Stadt. Mit der heuer stattfindenden „Green Art“, mit der sich Tulln einmal mehr als die Gartenstadt präsentieren möchte, werde es eine Symbiose zwischen den Themen Garten und Egon Schiele geben.

„Niederösterreichische Landschaften sind dank Egon Schiele in Boston oder New York zu sehen. Wer sich aber mit der Person des Künstlers beschäftigen will, muss nach Niederösterreich, am besten nach Tulln, kommen. Hier hat der Künstler elf Jahre, die ersten, prägendsten, verbracht“, meinte Christian Bauer, der überdies ankündigte, dass in Tulln neben dem Leben Egon Schieles auch dessen Werk nicht zu kurz kommen werde. Der erste Schwerpunkt werde sich Egon Schieles Onkel und Vormund Leopold Czihaczek widmen.

Blanc konkretisierte, dass jeder Besucher der zweisprachigen Ausstellung per Kopfhörer für sich die Lebenswelten Schieles erkunden könne. An der Spitze renommierter Forscher, die mit ihrer persönlichen Sicht auf Schiele zu Wort kämen, werde die Grande Dame der Schiele-Forschung, Alessandra Comini, stehen. An insgesamt sechs Stationen werde es jeweils siebenminütige Präsentationen aus dem Leben des Künstlers geben, dabei sollen Visualisierungen sein Klassenzimmer etc. zu neuem Leben erwecken.

Das Schiele Museum Tulln hat im Vorjahr über 5.500 Besucher verzeichnet. Die Umbaumaßnahmen wie ein Treppenschrägaufzug und weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit, die Erneuerung der Installationen und des Shopbereichs, eine neue Fassadengestaltung und ein Kinderspielplatz mit historischen Spielgeräten aus der Zeit Egon Schieles werden im Innenbereich von der NÖ Museum Betriebs GmbH als Betreiber des Museums mit rund 150.000 Euro bzw. im Außenbereich mit 180.000 Euro von der Stadt Tulln als Eigentümerin des Hauses getragen. Die Neueröffnung ist für 7. April vorgesehen.

Nähere Informationen: Schiele Museum Tulln unter 02272/645 70, e-mail info@schielemuseum.at und www.schielemuseum.at.

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