04.10.2017 | 11:23

Neues Demenz-Service NÖ startet

LR Schleritzko: Optimale Betreuung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige

Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender Ludwig Schleritzko präsentierte das neue Demenz-Service NÖ, im Bild flankiert von Hannes Ziselsberger, dem Direktor der Caritas St. Pölten, und der Demenz-Expertin Lea Hofer-Wecer (v.l.n.r.)
Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender Ludwig Schleritzko präsentierte das neue Demenz-Service NÖ, im Bild flankiert von Hannes Ziselsberger, dem Direktor der Caritas St. Pölten, und der Demenz-Expertin Lea Hofer-Wecer (v.l.n.r.)© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Vergessen sei etwa Alltägliches, für Menschen mit Demenz aber nichts Außergewöhnliches, sagte Landesrat Ludwig Schleritzko in seiner Funktion als NÖGUS-Vorsitzender am heutigen Mittwoch in St. Pölten, wo er gemeinsam mit Hannes Ziselsberger, dem Direktor der Caritas St. Pölten, und der Demenz-Expertin Lea Hofer-Wecer das neue Demenz-Service NÖ vorstellte.

„Derzeit gibt es in Niederösterreich rund 22.000 Demenzerkrankte, bis 2050 wird sich diese Zahl verdoppeln. Dann werden 560.000 Menschen und damit 29,01 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, und gerade in diesem Alterssegment steigt die Gefahr einer Demenzerkrankung“, berichtete der Landesrat und verwies darauf, dass die derzeitige Strategie gegen die Krankheit auf sechs NÖ Landeskliniken mit psychiatrischen Abteilungen, 48 Pflege- und Betreuungszentren sowie zusätzlichen Angeboten der Caritas, des Hilfswerks etc. bzw. Partnern wie den Haus- und Fachärzten fuße.

„Diese Strukturen wollen wir jetzt stärken und von der Frühdiagnose bis zur Gesundheitsvorsorge vernetzen und haben dafür als Drehscheibe beim NÖGUS das Demenz-Service NÖ eingerichtet, um Betroffenen und ihren Familien optimale Betreuung und Unterstützung bieten zu können“, führte Schleritzko aus.

Als erste vier Angebote dieses mit heutigem Tag startenden Services nannte der Landesrat die kostenlose, jeweils von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr mit geschulten Experten besetzte NÖ Demenz-Hotline 0800 700 300, die wohnortnahe die richtigen Anbieter vermittelt, eine neue Broschüre mit den wichtigsten Fakten und Tipps, die Info-Homepage www.demenzservicenoe.at, die von der Darstellung des Krankheitsbildes bis zu Veranstaltungs- und Literaturtipps reicht, sowie den ersten NÖ Demenz-Tag, der am 13. Oktober bei freiem Eintritt im VAZ St. Pölten über die Bühne gehen und eine Gesundheitsstraße, Vorträge und Workshops umfassen wird.

Ziselsberger erinnerte daran, dass die Caritas St. Pölten bereits vor elf Jahren eine Kompetenzstelle für Demenz eingerichtet und damit eine Vorreiterrolle übernommen habe: „In dieser Zeit haben wir dank Spenden in der Höhe von 800.000 Euro u. a. mit dem mobilen Beratungsteam 1.789 Hausbesuche gemacht und 13.356 Menschen in Vorträgen erreicht. Diese Erfahrungen werden wir gerne in das Demenz-Service NÖ einbringen.“

Hofer-Wecer betonte „Wir müssen die Gesellschaft ‚Demenz-fit‘ machen“ und unterstrich die Wichtigkeit, den Angehörigen, die angesichts einer Krankheit, die man nicht sehe, v. a. unter dem sozialen Umfeld litten, das sie nicht verstehe, klarzumachen, dass sie nicht alleine seien; Knackpunkt dabei sei das „Fremdschämen“ der Angehörigen.

Nähere Informationen beim Büro LR Ludwig Schleritzko unter 0676/812-13546, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.

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