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15.09.2017 | 08:22

Neueröffnung des Haydn Geburtshauses in Rohrau

LH Mikl-Leitner: Niederösterreich ist „Kulturland mit internationaler Strahlkraft“

Neueröffnung des Haydn Geburtshauses: Kurator Werner Hanak-Lettner, der Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht beim Amt der NÖ Landesregierung Hermann Dikowitsch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Museumsleiter Michael Linsbauer und Bürgermeister Herbert Speckl.
Neueröffnung des Haydn Geburtshauses: Kurator Werner Hanak-Lettner, der Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht beim Amt der NÖ Landesregierung Hermann Dikowitsch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Museumsleiter Michael Linsbauer und Bürgermeister Herbert Speckl.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nahm gestern, Donnerstag, die Neueröffnung des Haydn Geburtshauses in Rohrau vor. Das Museum wurde in den vergangenen elf Monaten um 1,5 Millionen Euro durch das Land Niederösterreich als Eigentümer umgebaut und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Unter der Marke „Zum Haydn“ wird das Museum in Zukunft auch zum Zentrum der im Mai dieses Jahres ausgerufenen „Haydnregion Niederösterreich“. In der neuen Dauerausstellung werden Joseph Haydn (1732-1809) und sein jüngerer Bruder Michael Haydn (1737-1806) in ähnlicher Relevanz und Augenhöhe behandelt. In Rohrau erblickten die beiden Komponisten das Licht der Welt.

Das Bundesland Niederösterreich sei „mit vielen großen Künstlerinnen und Künstlern verbunden und wir fühlen uns verpflichtet, deren Erbe hochzuhalten“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Daher seien ihr derartige Gedenkstätten „ein Herzensanliegen“, betonte sie, denn Niederösterreich sei in den letzten zwanzig Jahren zu einem „Kulturland mit internationaler Strahlkraft“ geworden.

Das Haydn Geburtshaus in Rohrau sei „ein Kleinod“, so die Landeshauptfrau: „Ein Kleinod, das man zu etwas ganz Großem entwickeln kann, und das ist unser Ziel.“ Daher wolle man die neue Haydnregion Niederösterreich zusammen mit weiteren touristischen Attraktionen wie dem Wein und Carnuntum zu einer „Trademark“ machen, sagte Mikl-Leitner.

Moderiert wurde die Eröffnung von Arabella Fenyves, sie bat neben der Landeshauptfrau auch Museumsleiter Michael Linsbauer und Kurator Werner Hanak-Lettner aufs Podium. Das Haydn Geburtshaus sei „das Herzstück der neuen Haydnregion“, diese solle „die gesamte Region zwischen Wien und Bratislava bespielen“, sagte Linsbauer, Hanak-Lettner sprach zur neuen Dauerausstellung „Joseph und Michael Haydn – Von Rohrau in die Welt“. Diese ziele u. a. darauf ab, „die beiden Weltkarrieren dieser beiden Brüder mit dem Ort zu verbinden, an dem sie angefangen haben“, so Hanak-Lettner.

Musikalisch gestaltet wurde der Festakt durch Christian Altenburger (Violine), Lydia Altenburger (Violine), Thomas Selditz (Viola) und Reinhard Latzko (Violoncello), die u. a. auch die Uraufführung „Vom sechseckigen Schnee“, eine Auftragskomposition von Helmut Jasbar für die Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich zur Aufführung brachten. Weiters spielten sie ein Werk von Joseph Haydn sowie ergänzt von Aoi Murase auf der Viola ein Werk von Michael Haydn. Die ökumenische Segnung des neu gestalteten Gebäudes nahmen Pater Adama Konopka (römisch-katholische Pfarrgemeinde Höflein-Rohrau-Pachfurth) und Mgr. Jan Magyar (evangelische Pfarrgemeinde A. B. Bruck an der Leitha – Hainburg an der Donau) vor.

Die neue Ausstellung im Haydn Geburtshaus wurde von Kurator Werner Hanak-Lettner, Designer Stefan Umdasch und dem Grafikerduo Fuhrer konzipiert. Erzählt werden beginnend von Geburt, Kindheit und Jugend die frühen Jahre der späteren Weltstars – in einer Bild- und Tonsprache, die sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen wendet. Wesentliche Säule der narrativen Strategie ist eine Graphic Novel, die der bildende Künstler Horst Stein gestaltete und die sich durch die Ausstellung zieht.

Zahlreiche Hörstationen erlauben es den Besucherinnen und Besuchern, tief in die Gedankenwelt der Haydns einzutauchen. Ein audiovisuell gestalteter Klangraum lädt zum Verweilen ein. Zum Mitmachen verführt die ebenfalls neu kreierte interaktive Klanginstallation „Das Streichquartett“ – eine Zusammenarbeit zwischen dem renommierten und experimentierfreudigen Koehne-Quartett sowie dem Institut für Creative\Media/Technologies der Fachhochschule St. Pölten.

Neu sind auch ein serviceorientierter Empfangsbereich samt Shop, ein Anbau für weitere Archiv- und Lagerflächen sowie zusätzliche Parkmöglichkeiten direkt hinter dem Geburtshaus der Haydns. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der Hof teilweise überdacht, ein Wintergarten mit Foyercharakter ist auf diese Art entstanden. Der ehemalige Lagerraum wurde in einen Konzertsaal mit 100 Sitzplätzen und optimaler Akustik verwandelt.

Das Haydn Geburtshaus Rohrau fungiert auch als Herzstück der kulturtouristischen Initiative „Haydnregion Niederösterreich“, einer Kooperation des gleichnamigen Vereins und der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung. Diese Initiative hat das Ziel, dem Erbe der Brüder Haydn gebührend Rechnung zu tragen. Dies wird insbesondere durch die Austragung von Konzerten und weiteren künstlerischen Veranstaltungen, durch eine Schwerpunktsetzung in den Bereichen Musikvermittlung und Volkskultur sowie der wissenschaftlichen Komponente in Kooperation mit nationalen wie internationalen Forschungseinrichtungen geschehen. Die künstlerische und organisatorische Verantwortung für das Gesamtprojekt „Zum Haydn“ haben seitens des Vereines Harald Kosik und seitens der Abteilung Kunst und Kultur der Museumsleiter des Haydn Geburtshauses Rohrau, Michael Linsbauer.

Nähere Informationen: www.haydnregion-noe.at bzw. www.haydngeburtshaus.at.

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Im Bild von links nach rechts: Der Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht beim Amt der NÖ Landesregierung Hermann Dikowitsch, Bürgermeister Herbert Speckl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Kurator Werner Hanak-Lettner und Museumsleiter Michael Linsbauer.
Im Bild von links nach rechts: Der Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht beim Amt der NÖ Landesregierung Hermann Dikowitsch, Bürgermeister Herbert Speckl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Kurator Werner Hanak-Lettner und Museumsleiter Michael Linsbauer.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Bild von links nach rechts: Der Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht beim Amt der NÖ Landesregierung Hermann Dikowitsch, Bürgermeister Herbert Speckl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Kurator Werner Hanak-Lettner und Museumsleiter Michael Linsbauer.

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