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29.09.2017 | 11:50

Neue Marke „Campus Grafenegg“ bringt hochtalentierte junge Musiker nach Niederösterreich

LH Mikl-Leitner: „Niederösterreich als Kulturland mit europäischer Dimension weiter entwickeln“

Informierten über den "Campus Grafenegg": Magdalena Klamminger vom Campus Grafenegg, der künstlerische Leiter des Campus Grafenegg Leon Botstein,  die Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Ulrike Sych, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der CEO des European Union Youth Orchestra Marshall Marcus und NÖKU-Geschäftsführer Paul Gessl (von links nach rechts).
Informierten über den "Campus Grafenegg": Magdalena Klamminger vom Campus Grafenegg, der künstlerische Leiter des Campus Grafenegg Leon Botstein, die Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Ulrike Sych, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der CEO des European Union Youth Orchestra Marshall Marcus und NÖKU-Geschäftsführer Paul Gessl (von links nach rechts).© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Der Kulturstandort Grafenegg wird ab 2018 mit dem Campus Grafenegg eine neue Marke etablieren, die vor allem hochtalentierte junge Musikerinnen und Musiker am Beginn ihrer Karriere unterstützen und fördern soll. Der Campus Grafenegg soll das Berufsbild der Musikerinnen und Musiker weiterentwickeln, ein breites Publikum gewinnen und Musik in einen gesellschaftlichen und historischen Kontext stellen. Darüber hinaus wird Grafenegg mit dem European Union Youth Orchestra eine neue dreijährige Partnerschaft eingehen, das EUYO ist damit ab sofort offizielles Residenzorchester von Grafenegg und Partner des Campus Grafenegg.

Über diese Zielsetzungen und die Konzeption des Campus Grafenegg informierten heute im Zuge einer Pressekonferenz in Wien Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der künftige künstlerische Leiter des Campus Grafenegg und der Grafenegg Academy Leon Botstein, Magdalena Klamminger vom Campus Grafenegg, die Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Ulrike Sych, der CEO des European Union Youth Orchestras Marshall Marcus und der Geschäftsführer der NÖ Kulturwirtschaft Paul Gessl.

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[MIKL-LEITNER]

Grafenegg steht heute hier im Mittelpunkt und da darf ich mich auch bei Tassilo Metternich herzlich bedanken, denn ohne dieser Kooperation mit der Familie Metternich wärs nicht möglich hier aus Grafenegg im wahrsten Sinne des Wortes ein Juwel im Bereich der Kultur zu machen, vor allem in den letzten Jahren ist es gelungen natürlich Grafenegg mit Musik intensiv zu verbinden, d.h. Grafenegg steht für Musik von Weltklasse und hat meines Erachtens mittlerweile internationale Anerkennung gefunden, ist ein Veranstaltungsort mit einer wirklich großen Strahlkraft – nicht nur national, sondern auch international. 

Erstens ist es mir eine ganz große Ehre, dass wir Leon Botstein gewonnen haben, ein international anerkannter Dirigent und Musiker, der es übernommen hat, hier die Hauptverantwortung zu tragen. Er wird verantwortlich sein für den gesamten Bereich der Konzeption, der Gestaltung und Umsetzung dieser Trademark bzw. auch für das gesamte Programm und die gesamte Förderung unserer jungen Musikerinnen und Musiker. Zum Zweiten freue ich mich über das European Youth Orchestra, wo wir mit heute sagen können, dass sie bei uns eben ein neues Residenz-Orchester sind – dafür wirklich ein herzliches Danke, dass wir es geschafft haben, das European Youth Orchestra von London nach Niederösterreich zu lotsen.  

[BOTSTEIN] 

Die Frage ist, wir wollen etwas Neues hier schaffen am Campus Grafenegg, die international ist und etwas Neues anbieten und, dass wir eigentlich ein neues Publikum bauen. Es kann sein, dass hier in Österreich die Krise, die weltweit ist, existiert nicht, aber unsere Zukunft zeigt, dass wir haben viel mehr junge Musikerinnen als wir haben. Wir haben Ersatz für Geige, Sänger, aber gibt es Ersatz für Sitzplätze, die Menschen, die haben Sitzplätze, die Karten kaufen wollen, die Musik hören wollen. So, diese ist eine die Campus Grafenegg will wirklich experimentieren, innovativ, wie man Konzerte so veranstaltet, was man spielt, warum und ein aktives Publikum aufbauen auch und ich glaube, das ist eine wundervolle absolute brilliante Möglichkeit für die Musik überhaupt 

[MIKL-LEITNER] 

Wir haben in Zukunft in Grafenegg am Campus Grafenegg im wahrsten Sinne des Wortes die Exzellenz unserer jungen Musikerinnen und Musiker zu Hause und wenn sie mich fragen, wird dieser Ort noch mehr zu einem Ort der Inspiration, der Kreativität und soll die jungen Musikerinnen und Musiker auch beflügeln.


Die Kultur sei zu einem wichtigen Markenzeichen für Niederösterreich geworden, jährlich zähle man rund 2,5 Millionen Kulturtouristen, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Zuge ihrer Stellungnahme. Nun wolle man Niederösterreich als Kulturland mit europäischer Dimension weiter entwickeln, verwies sie u. a. auf das erst vor kurzem eröffnete „Haus der Geschichte“ und die Bewerbung St. Pöltens als Kulturhauptstadt Europas.

Heute setze man einen weiteren Schritt, sagte Mikl-Leitner: „Grafenegg steht für Musik von Weltklasse und ist ein Veranstaltungsort mit einer großen Strahlkraft, sowohl national als auch international. Gerade auch der Bereich der Jugendförderung war in Grafenegg immer schon ein wesentlicher Teil. Nun wollen wir mit dem Campus Grafenegg ab 2018 eine neue Marke positionieren und etablieren.“

Es freue sie sehr, dass man Leon Botstein dafür gewinnen konnte, „für die Konzeption, Gestaltung und Umsetzung der Trademark und des Programms“ verantwortlich zu sein, betonte die Landeshauptfrau. Als neues Residenzorchester finde das European Union Youth Orchestra in Grafenegg „eine neue Heimat“, und es freue sie sehr, „dass wir es geschafft haben, das European Union Youth Orchestra von London nach Niederösterreich zu lotsen“.

Man setze im Zusammenhang mit dem Campus Grafenegg auf eine starke Talenteförderung, verwies Mikl-Leitner auch auf das Musikschulwesen in Niederösterreich mit rund 60.000 Schülerinnen und Schülern. Die besten von ihnen spielen im Landesjugendsinfonieorchester, das ebenso Partner des Campus Grafenegg sein werde wie die European Chamber Music Academy, die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und das NÖ Tonkünstlerorchester.

2018 werde der Campus Grafenegg an die 500 Musikerinnen und Musiker nach Grafenegg bringen, die hier lernen, proben und Konzerte spielen werden, sagte Magdalena Klamminger, die über die Details zum Campus informierte. Man wolle am Campus Grafenegg „innovativ experimentieren und ein aktives Publikum aufbauen“, betonte Leon Botstein, der die künstlerische Leitung des Campus Grafenegg übernehmen wird und derzeit als künstlerischer Leiter des American Symphony Orchestra, Ehrendirigent des Jerusalem Symphony Orchestra und Präsident des renommierten Bard Colleges in New York tätig ist.

Rektorin Sych zeigte sich „sehr glücklich über die Kooperation“ der Universität für Musik und darstellende Kunst mit dem Campus Grafenegg. Grafenegg sei ein „best practice“-Beispiel dafür, „wie man Kunst und Kultur breit in die Bevölkerung bringt“. Der CEO des European Union Youth Orchestras Marshall Marcus betonte: „Grafenegg ist gerade dabei, den Grafenegg Campus auszubauen und das EUYO freut sich, eine wichtige Rolle bei dieser Entwicklung zu spielen.“ Das Projekt Campus Grafenegg werde Grafenegg „noch europäischer und internationaler machen“, zeigte sich NÖKU-Geschäftsführer Gessl überzeugt.

„Musik im Kontext neu begreifen, spielen und hören“ wird das Leitmotiv des im Jahr 2018 startenden Campus Grafenegg lauten. Die Konzerte, offenen Proben, Lehrgänge, Symposien und spontanen musikalischen Manifestationen richten sich an ein Publikum, das gerne an musikalischen Prozessen teilnimmt und sich für spartenübergreifende Querverbindungen zwischen Musik, Politik, Gesellschaft und Ästhetik interessiert. Das Budget des Campus Grafenegg beträgt 1,2 Millionen Euro pro Jahr.

Die neu geschaffene Grafenegg Academy, die jeweils in der ersten Julihälfte stattfindet, gibt alljährlich die Leitthemen des Campus Grafenegg vor. 2018 widmet sich die Grafenegg Academy dem Thema „Europa 1918/2018 – musikalische Herausforderungen in brüchigen Zeiten“. Unter dem Dirigat von Dennis Russel Davies und Leon Botstein erarbeiten 80 internationale Musikerinnen und Musiker als Grafenegg Academy Orchestra vier Orchesterkonzerte, davon eine Matinee mit konzertanten Kurzopern. Zwei Kammermusikkonzerte ergänzen das Programm.

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Bei der Pressekonferenz: Magdalena Klamminger, Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus (von links nach rechts).
Bei der Pressekonferenz: Magdalena Klamminger, Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus (von links nach rechts).© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Bei der Pressekonferenz: Magdalena Klamminger, Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus (von links nach rechts).

Von links nach rechts: Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus.
Von links nach rechts: Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus.© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Von links nach rechts: Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus.

MIt dem neuen Logo: Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus.
MIt dem neuen Logo: Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus.© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

MIt dem neuen Logo: Leon Botstein, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Sych und Marshall Marcus.

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