Erfolge im NÖ Artenschutz

Aufbauend auf den fachlichen Grundlagen des „Konzept zum Schutz von Lebensräumen und Arten in Niederösterreich“ werden in Niederösterreich zahlreiche Impulse und Maßnahmen im Bereich Artenschutz gesetzt. Erste Erfolge sind u.a. bei Großtrappe, Kaiseradler und Habichtskauz erkennbar…

Das „Konzept zum Schutz von Lebensräumen und Arten in Niederösterreich“ identifiziert für 188 von 964 Lebensräumen und Arten einen vordringlichen Handlungsbedarf und legt damit den fachlichen Grundstein für einen zielgerichteten und effizienten Artenschutz in Niederösterreich.

Die Prioritäten sind u.a. bei den im Agrarumweltprogramm ÖPUL 2015 angebotenen Naturschutzmaßnahmen berücksichtigt, an denen rund 6.000 Betriebe auf 25.000 Hektar landwirtschaftlichen Flächen teilnehmen. So wurden beispielsweise für über 100 Arten, die sich zum Teil auch im zuvor genannten „Artenschutzkonzept“ wiederfinden, maßgeschneiderte Auflagenpakete erstellt, um sie innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets zu erhalten. Lebensraumverbesserungen, speziell in Europaschutzgebieten, werden mit dem EU-Programm „LIFE-Natur“ unterstützt und stellen eine wichtige Grundlage für Erfolge im Artenschutz dar. In Niederösterreich wurden seit dem Jahr 1995 24 LIFE-Projekte mit einem Volumen von 98 Millionen Euro, davon 44 Millionen Euro EU-Mittel, umgesetzt. 2016 sind mit „Auenwildnis Wachau“ und „Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Mitteleuropa“ die zwei jüngsten LIFE-Natur Projekte in Angriff genommen worden.

Die Bemühungen der vergangenen Jahre lassen erste Erfolge erkennen: Der mitteleuropäische Bestand der Großtrappe konnte auf mehr als 500 Tiere angehoben werden – so viele Trappen hat es hier in den letzten 40 Jahren nicht gegeben. Der seit 200 Jahren als ausgestorben gegoltene Kaiseradler brütet wieder in Niederösterreich. Auch der Habichtskauz, seit den 1950ern in Niederösterreich nicht mehr existent, ist durch eine erfolgreiche Wiederansiedelung im Biosphärenpark Wienerwald und Wildnisgebiet Dürrenstein in unseren Wäldern erneut heimisch geworden.



Bei den stark gefährdeten Pflanzenarten Österreichischer Drachenkopf und Waldsteppen-Beifuß sind ebenfalls positive Entwicklungen erkennbar. Umfangreiche Schutzmaßnahmen im Zuge zweier LIFE-Natur Projekte und eines Artenschutzprojekts trugen zur Verbesserung des Erhaltungszustandes bei. Zusätzlich wird das einzige Vorkommen des Österreichischen Drachenkopfes in der alpinen Region seit einigen Jahren auf ehrenamtlicher Basis durch den Verein Freunde der Perchtoldsdorfer Heide betreut und somit die positive Entwicklung des Standortes unterstützt.

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Tel: 02742/9005 - 15278
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Letzte Änderung dieser Seite: 4.4.2017
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