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03.08.2017 | 08:19

NÖ soll neuen FH-Studiengang für Agrartechnologie bekommen

Mikl-Leitner/Pernkopf: Rechnen uns beste Chancen für Standort Wieselburg aus

Vor kurzem hat das Wissenschaftsministerium 450 neue FH-Studienplätze ausgeschrieben. Niederösterreich hat auf diese Ausschreibung unverzüglich reagiert und bewirbt sich mit dem Standort Wieselburg für einen neuen und österreichweit einzigartigen Bachelorlehrgang „Agrartechnologie“. Die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt „Francisco Josephinum“ Wieselburg hat in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt bereits den Antrag ausgearbeitet und bei der zuständigen Akkreditierungsstelle „Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria“ eingereicht. Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft muss nun entscheiden, wo neue FH-Studienplätze entstehen werden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Wir rechnen uns die besten Chancen aus, dass wir diesen neuen FH-Studiengang für Agrartechnologie nach Niederösterreich holen.“ LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Wir wollen das Bildungsangebot erweitern. Am Standort Wieselburg haben wir bereits Forschung und Wissen, das Personal und die räumlichen Möglichkeiten vorhanden. Die Ansiedlung des FH-Studiengangs ist der nächste logische Schritt.“

Der neue FH-Studiengang lässt sich in Verbindung mit dem Francisco Josephinum rasch realisieren und auch kostengünstig führen, da man die bestehende Infrastruktur weitgehend nutzen kann. Zudem ist am Standort Wieselburg die Kompetenz für erfolgreiche Forschung und Lehre bereits vorhanden, denn schon jetzt finden sich hier zahlreiche Lehr-, Forschungs- und Wirtschaftsunternehmen aus dem agrarischen Umfeld.

Pernkopf: Innovation und die Digitalisierung bieten neue Chancen für die Landwirtschaft. Durch eine praxisorientierte Ausbildung und Forschung sollen diese Chancen bestmöglich genutzt werden.“

In Österreich werden aktuell mehr als 430 FH-Studiengänge geführt, aber bis dato kein einziger mit agrarischem Schwerpunkt. Der neue Studiengang soll das ändern und legt Wert auf praxisorientierte Ausbildung und Forschung. Die bestmögliche Anschlussfähigkeit zu anderen FH-Studiengängen und universitären Ausbildungseinrichtungen wurde bei der Konzeption des Lehrganges berücksichtigt.

In einem unabhängigen Unterstützungskomitee sprechen sich bereits zahlreiche Persönlichkeiten für die Einrichtung eines agrarischen FH-Lehrganges in Wieselburg aus, darunter Traktorenhersteller Hermann Lindner, die Generaldirektoren von Agrana, Biomin, Berglandmilch, RWA und Leipnik-Lundenburger, die beiden Francisco Josephinum-Absolventen TU-Professor Bernhard Geringer und „runtastic“-Gründer Florian Gschwandtner sowie Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes und Gemeindebundpräsident Alfred Riedl.

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