Der Grüne Bericht 2016

Die in der heimischen Landwirtschaft erwirtschafteten Einkommen nahmen im Jahr 2016 nach den Verlusten in den vergangenen vier Jahren endlich wieder zu. Das begründet sich vor allem auf die gestiegenen Erntemengen im Ackerbau und außerdem ließen die zur Abfederung der starken Frostschäden im Obst- und Weinbau gewährten Frostentschädigungen die öffentlichen Gelder steigen.


Das Jahr 2016 war für die niederösterreichischen Landwirtinnen und Landwirte kein einfaches Jahr. Die extremen Frostnächte Ende April mit Schneefall und Temperaturen bis -7 °C ließen die Bäuerinnen und Bauern um die Früchte Ihrer harten Arbeit bangen. Die Folge war eine massive Schädigung aller Obstkulturen, abhängig von der Lage der Fläche, dem Kleinklima und den Frostschutzmöglichkeiten Frostberegnung, Frostkerzen etc.). So wurde in Niederösterreich an 275 Betriebe mit knapp 700 Hektar
geschädigter Obstfläche eine Entschädigung von über 2 Millionen Euro ausbezahlt.


Niederösterreich ist nach wie vor ein Land der kleinstrukturierten Betriebe und daher ist es umso wichtiger, kleine und mittlere Betriebe durch Ausgleichszahlungen und Prämien zu stärken. Damit aber er bäuerliche Familienbetrieb langfristig bestehen kann, müssen auch die Konsumentinnen und Konsumenten auf die Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe aufmerksam gemacht werden. Es muss das Bewusstsein für heimische Lebensmittel sensibilisiert und forciert werden, weil unsere Bäuerinnen und Bauern hochwertige Lebensmittel und Rohstoffe produzieren und auch enorme Leistungen für Umwelt, Tourismus und Wirtschaft im ländlichen Raum erbringen.


Sie sind professionell in ihrer Arbeit, innovativ in ihren Wegen und naturnah in ihrer Wirtschaftsweise. Trotzdem stehen sie vielfältigen Herausforderungen gegenüber.


Der Grüne Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Daten und Fakten der Land- und Forstwirtschaft in Niederösterreich und zeigt im Detail, die herausragenden Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern. Damit möchten wir nicht nur die Bedeutung der Landwirtschaft für unser Bundesland manifestieren, sondern den Bäuerinnen und Bauern auch großen Dank für ihre vielfältige wertvolle Arbeit aussprechen.


Dr. Stephan Pernkopf
LH-Stellvertreter

Letzte Änderung dieser Seite: 28.9.2017
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