04.06.2017 | 13:30

LH Mikl-Leitner über das neue Berufsbild „Alltagsbegleiter“

Hilfe und Unterstützung im Alltag

Original nicht mehr verfügbar
© NLK Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at.

„Der Gesundheits- und Sozialbereich stellt uns immer wieder vor große Herausforderungen. Das ist eine besondere Verantwortung, der wir in Niederösterreich auch Rechnung tragen“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Sonntag im Rahmen der Radiosendung „Forum Niederösterreich“. Rund 50 Prozent der gesamten Ausgaben im Landesbudget seien für den Gesundheits- und Sozialbereich reserviert, so Mikl-Leitner: „Das heißt, dass wir pro Jahr rund 4,4 Milliarden Euro in diesem Bereich investieren.“

Schon jetzt habe Niederösterreich ein breit gefächertes Angebot im Bereich der Pflege und Betreuung für die ältere Generation, betonte die Landeshauptfrau: „So werden rund 11.000 Menschen in privaten oder in Landes-Pflegeheimen betreut und gepflegt. An die 16.200 Menschen erhalten ambulante Hilfe. Und ca. 6.200 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher nehmen die 24-Stunden-Betreuung in Anspruch. Zusätzlich gibt es 3.200 Wohnungen, in denen wir betreutes Wohnen anbieten können.“

Mit einer neuen Initiative will das Bundesland Niederösterreich jetzt weitere Akzente setzen. „In erster Linie geht es dabei um Hilfe und Unterstützung im Alltag und nicht um pflegerische oder medizinische Hilfe. Nach Einschätzung unserer Experten würden rund 2.000 Menschen in Niederösterreich ein solches Angebot der ,Alltagsbegleitung‘ in Anspruch nehmen. In Deutschland und in der Schweiz gibt es bereits derartige Modelle, und nun wollen wir auch in Niederösterreich das neue Berufsbild des ,Alltagsbegleiters‘ entwickeln“, so Mikl-Leitner.

Der Leiter der Gruppe Gesundheit und Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung, Otto Huber, erläutert dazu, das neue Berufsbild sei „bewusst als Ergänzung zu den bestehenden Pflege- und Betreuungsangeboten zu sehen“. Huber: „Wir sehen das neue Berufsbild als Ergänzung, vor allem im Alltag zu unterstützen, Besorgungen zu machen, Arztbegleitung zu übernehmen, beim Einkauf zu unterstützen – Dinge, die im Alltag notwendig sind.“

Laut Umfragen sagen 85 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, dass es ihr Wunsch ist, zuhause alt werden zu können. Die Innovation der Alltagsbegleitung ist dazu ein wichtiger Schritt. Landeshauptfrau Mikl-Leitner abschließend: „Das Berufsbild des Alltagsbegleiters macht es möglich, diesem Wunsch nachzukommen, denn damit kann unsere ältere Generation länger und vor allem auch selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben.“

Rückfragen & Information

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
Anita Elsler, BA

Tel.: 02742/9005-12163
Email: presse@noel.gv.at

Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

© 2017 Amt der NÖ Landesregierung
noe_audio