Globales und Fair in NÖ

In den letzten 20 Jahren wurden die globalen Aspekte im Klimaschutz immer wichtiger. Auch im Weltklimavertrag sind globale Zielsetzungen verankert.

Niederösterreich übernimmt Vorreiterrolle

Bäuerinnen in Südamerika
© Ch. Vogel

Das Land Niederösterreich hat "Globale Aspekte" im NÖ Klima und Energieprogramm 2020 (KEP) verankert. Hintergrund für diesen Schwerpunkt ist die Agenda 2030, das Programm der Vereinten Nationen (UNO) mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG). Alle 193 Mitgliedstaaten der UNO haben diese Nachhaltigkeitsziele unterschrieben. Sie sind somit auch Programm für Österreich. Vertiefende Informationen erhalten Sie auf der Seite für "Nachhaltige Entwicklung".

Auch wir in Niederösterreich können einen Beitrag liefern. Unser Bundesland hat bereits in der Vergangenheit mit dem Beitritt zum Klimabündnis im Jahr 1993 ein klares Zeichen für eine globale Verantwortung gesetzt. 

Auch fairer Handel, in Kombination mit den globalen Nachhaltigkeitszielen, wird in Niederösterreich großgeschrieben. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Gemeinden, die sich für den fairen Handel engagieren, wie in Niederösterreich.

In Niederösterreich ist der faire Handel in den vergangenen Jahren stark ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Die Mittlerweile 90 Fairtrade-Gemeinden unterstützen die Ziele von FAIRTRADE auf vielfältige Art und Weise. Von der fairen Kaffeejause und Berichten über das Thema in der jeweiligen Gemeindezeitung, bis hin zu Workshops und Ausstellungen ist alles dabei. Weitere Infos zu dem Thema finden Sie im Artikel "90. FAIRTRADE-Gemeinde in Niederösterreich ausgezeichnet".

Ein weiteres Anliegen von Fairtrade ist es, unsere Umwelt und das Klima weitgehend zu schützen. Um dem Klimawandel langfristig entgegenzuwirken, baut Fairtrade auf zwei Säulen:

  • die Menge der Treibhausgasemissionen zu reduzieren und
  • Produzentenorganisationen bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen zu unterstützen.

Wie das gelingt kann man im Fact Sheet von Fairtrade nachlesen.


Aktivitäten im Land Niederösterreich

Faire Gemeinden 

Auszeichnung der Fairtrade Gemeinden
Auszeichnung der FAIRTRADE-Gemeinden© NLK-Pfeifer

FAIRTRADE-Gemeinden bieten Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel in den lokalen Geschäften und Gastronomiebetrieben an. Zusätzlich wird auf aktive Bewusstseinsbildung gesetzt. FAIRTRADE-Gemeinden tragen auf vielseitige Weise zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen bei. 

Zwei Regionen nutzen die Kraft des gemeinsamen Vorgehens. Die  beiden Regionen „Bucklige Welt-Wechselland“ und „Ostarrichi-Mostland“ sind als FAIRTRADE Regionen ausgezeichnet und schaffen den Spagat zwischen „Global“ und „Regional“. 

NÖ Klimabündnis Gemeinden sind Teil einer globale Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas und des Regenwaldes. Im Rahmen dieser Partnerschaft unterstützt das Klimabündnis Österreich seit 1993 indigene Völker am Oberen Rio Negro, im äußersten Nordwesten Brasiliens. 

Faire Wochen in NÖ

Fairer Handel, Solidarisches Wirtschaften und nachhaltiger Konsum

Schüler während der "Fairen Woche"
© Südwind NÖ

Südwind NÖ rückt alljährlich im Frühjahr gemeinsam mit den Weltläden den Fairen Handel im ganzen Bundesland ins Zentrum. Für Gemeinden und Schulen gibt es ein vielfältiges Workshop- und Ausstellungsangebot zu globalen Themen wie Kakao, Smartphones, Textilien, Palmöl, etc. Lesen Sie mehr unter "Faire Wochen".

Bei den 18. Fairen Wochen von 15. April bis 30. Mai 2019 stand der faire Handel, Solidarisches Wirtschaften und der nachhaltige Konsum im Mittelpunkt. Gemeinden, Schulen, Weltläden und Vereine engagierten sich mit Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen rund um mehr Weltbewusstsein und die Sustainable Development Goals (SDGs).

Die Fairen Wochen werden seit vielen Jahren vom Land Niederösterreich unterstützt. Die Fairen Wochen sind ein Leitprojekt von „17 und wir”. Heuer standen die Events im Zeichen der SDGs. Südwind veranstaltete 80 zweistündige Workshops in NÖ Schulen in allen vier Vierteln und in den verschiedenen Schultypen. Thematisch beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen beispielsweise mit globalen Güterketten von Kleidungsstücken, Smartphones, Früchten, Schokolade oder Palmöl. Verschiedene Lebensweisen wurden unter dem Motto „Durch andere Türen“ beleuchtet.

Faire Wochen auch in Gastro, Kino und den Weltläden

Besucher bei Papa's Kitchen
© Südwind

Gastronomiebetriebe wie „Papa’s Kitchen“ in Wiener Neustadt setzten 2019 die Idee „Fairness auf dem Teller“ mit fairen und regionalen Menüs um. Im Kino im Kesselhaus Krems fand die Niederösterreich-Premiere der Doku „Erde“ statt. Südwind moderierte ein Filmgespräch mit dem Regisseur Nikolaus Geyrhalter zum ausbeuterischen Rohstoffabbau. Auch die 24 NÖ Weltläden waren rund um den Weltladentag, der heuer ebenfalls zum Thema SDGs stattfand, wieder sehr engagiert.



Vorbild Landhausküche

Fairtrade in der Landhausküche

Seit mittlerweile 15 Jahren unterstützt die NÖ Landhausküche den fairen Handel bereits und verwendet nur noch Kaffee, Tee, Bananen und Schokoriegel, die das FAIRTRADE-Siegel tragen. Die Landhausküche ist damit ein Vorreiter bei der sozial - fairen öffentlichen Beschaffung und erfüllt eine wichtige Vorbildfunktion für andere Betriebe und öffentliche Einrichtungen.

FAIRTRADE ist neben Bio und Regional eine starke Säule der Nachhaltigkeit. Karl Grübler, der Leiter der Landhausküche, weiß das und setzt sich dafür ein. Er ist ein wichtiges Sprachrohr für Nachhaltigkeit hierzulande und bringt das Thema FAIRTRADE ein, wo immer es möglich ist.

FAIRTRADE Awards – Gewinnerliste


Förderung Veranstaltungscheck für Gemeinden 

Gemeinden die eine Informations- und Motivationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger planen können mit dem Veranstaltungsscheck Kosten sparen. Lesen Sie mehr unter "Förderungen aus dem Bereich Klima".

   
weiterführende Links
Downloads

Ihre Kontaktstelle des Landes für Umweltschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft
Landhausplatz 1, Haus 16

3109 St. Pölten

E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 - 15295
Fax: 02742/9005 - 14350

Letzte Änderung dieser Seite: 4.9.2019
© 2019 Amt der NÖ Landesregierung