01.03.2017 | 14:27

„Literatur ohne Grenzen" in der NÖ Landesbibliothek

Niederösterreichisch-slowakischer Literaturabend am 2. März

Das Land Niederösterreich pflegt bereits seit vielen Jahren grenzüberschreitende Kooperationen mit der Slowakischen Republik. Durch den Abschluss der Kooperationsverträge zwischen dem Land Niederösterreich, den Selbstverwaltungskreisen Bratislava und Trnava sowie der Stadt Bratislava im Herbst 2015 wurde die slowakisch-niederösterreichische interregionale Zusammenarbeit  auf eine neue und tragfähige Basis gestellt.

Auch die Abteilung Kunst und Kultur beim Amt der NÖ  Landesregierung arbeitet im Rahmen der Arbeitsgruppe „Kultur und Kulturerbe" auf Grund dieser Kooperationsverträge mit den slowakischen Kolleginnen und Kollegen eng zusammen und veranstaltet in diesem Zusammenhang morgen, Donnerstag, 2. März, ab 18 Uhr im Lesesaal der NÖ Landesbibliothek in St. Pölten gemeinsam mit dem Slowakischen Kulturinstitut in Wien und dem Honorarkonsulat der Slowakischen Republik für Niederösterreich einen niederösterreichisch-slowakischen Literaturabend.

Unter dem Titel „Literatur ohne Grenzen" sprechen dabei Landesrat Mag. Karl Wilfing, Dr. Gertrude Langer-Ostrawsky, stellvertretende Leiterin der Abteilung NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek beim Amt der NÖ Landesregierung, Dr. Alena Heribanova, Erste Botschaftssekretärin der Botschaft der Slowakischen Republik in Österreich und Direktorin des slowakischen Kulturinstitutes in Wien, und Honorarkonsul Veit Schmid-Schmidsfelden.

Zu Wort kommen auch die Autorinnen Hana Lasicova mit „Ich war ein Dienstmädchen", Jana Bodnarova mit „Halskette / Halsband" und Zdenka Becker mit „Ein fesches Dirndl". Die präsentierten Texte sind Auszüge aus längeren Publikationen, die sich jeweils aus der Sicht der Autorin mit den Themen Ankommen, Weggehen und politische Veränderungen befassen. Die Texte werden von den Autorinnen gemeinsam mit dem Schauspieler Klaus Haberl gelesen; musikalische Begleitung: Veronika Humpel und Wolfgang Seierl.

Hana Lasicová studierte in Paris komparative Literatur sowie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie arbeitet als Prosaautorin, schreibt Drehbücher und Beiträge für den Rundfunk. In ihren Texten hält sie spannende Erlebnisse und Erinnerungen aus ihrem Leben im Ausland fest. Zu ihren Publikationen gehören z. B. „Sedím si v Manchestri / Ich sitze hier in Manchester" oder „Slúžka / Das slowakische Dienstmädchen".

Jana Bodnárová wurde 1950 in Jakubany (Slowakei) geboren, studierte Kunstgeschichte an der Komensky Universität in Bratislava und hat mehr als 20 Bücher geschrieben. Sie verfasst Prosa, Gedichte, Drehbücher und Theaterstücke und zählt nicht zuletzt auf Grund ihres langjährigen Schaffens heute laut Literaturkritikern zu den originellsten Autorinnen ihrer Generation. Ihre Werke wurden in mehrere europäische Sprachen, aber auch in Hindi und Arabisch übersetzt. Bodnárová wurde mit vielen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, sie lebt in Košice (Slowakei).

Zdenka Becker wurde 1951 in Eger (Tschechien) geboren, ist in der Slowakei (Bratislava) aufgewachsen und lebt seit 1975 in St. Pölten. Sie studierte an der Wirtschaftsuniversität in Bratislava bzw. am Dolmetschinstitut in Wien und arbeitet als freie Schriftstellerin, Übersetzerin und Leiterin diverser Workshops an Schulen und Universitäten im In- und Ausland. Becker schreibt Prosa (z. B. die Erzählbände „Verknüpfungen" und „Goodbye, Galina"), Lyrik (z. B. „Das einzige Licht die Mondfinsternis), Romane (zuletzt „Die Töchter der Róza Bukovská", Residenz Verlag 2006, „Taubenflug", Picus Verlag 2009, „Der größte Fall meines Vaters", Deuticke im Zsolnay 2013), Theaterstücke (zuletzt „Boogie & Blues", Theater des JGT in Zvolen, Slowakei, 2007, „Behind the Darkness", ÖKF New York 2009, „Odysseus kam nicht zurück", Piestany, Slowakei 2010 und „Wir leben", St. Pölten 2016), Drehbücher und Übersetzungen. Unter den zahlreichen Preisen, Stipendien und Auslandsaufenthalten befindet sich auch der Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur 2015.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kunst und Kultur, unter 02742/9005-15538, Mag. Gabriele Ecker, e-mail noe-literaturedition@noel.gv.at und http://www.aufhebenswert.at/.

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