07.02.2017 | 00:38

Präsentation des neuen Betriebs- und Verwaltungszentrums der NÖVOG am Alpenbahnhof in St. Pölten

LR Wilfing: „Kraft der NÖVOG an einem Standort"

Freuen sich über das Neubauprojekt der NÖVOG am Alpenbahnhof in St. Pölten: Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing und NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl. (v.l.n.r.)
Freuen sich über das Neubauprojekt der NÖVOG am Alpenbahnhof in St. Pölten: Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing und NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing heute, Dienstag, gemeinsam mit NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl das Neubauprojekt für die Betriebsstätte der NÖVOG am Alpenbahnhof in St. Pölten.

Mit diesem Neubauprojekt setze man „die nächsten Schritte der Modernisierung", erinnerte Landesrat Wilfing daran, dass die NÖVOG zum Jahrtausend ein kleines Unternehmen mit elf Mitarbeitern gewesen sei, bei dem es primär um die Steuerung der Wieselbusse gegangen sei. Heute sei die NÖVOG „das zweitgrößte Bahnunternehmen Österreichs mit über 280 Mitarbeitern" und „ein Bahnunternehmen, auf das Niederösterreich zu Recht stolz sein kann", so Wilfing.

In all den Jahren sei sehr viel passiert. So habe die NÖVOG stillgelegte und von der Einstellung bedrohte Bahnen - wie die Mariazellerbahn - von den ÖBB übernommen, so Wilfing. Seit 2010 seien über 150 Millionen Euro investiert worden, um die Mariazellerbahn auf den neuesten Stand zu bringen: unter anderem in neun Niederflurtriebwagen (Himmelstreppe) und vier Panoramawagen, Werkstätten und Stromversorgung, ein modernes Fahrgastinformations- und Sicherheitssystem, die Sanierung von Brücken, das neue Betriebszentrum Laubenbachmühle mit Bahnhof, Werkstatt und Remise, von dem aus alle NÖVOG-Bahnen gesteuert werden. Das alles habe zu einem Fahrgastrekord bei der Landesausstellung 2015 mit 610.000 Fahrgästen geführt, so der Landesrat.

Mit dem Neubau einer Betriebsstätte hier am Alpenbahnhof in St. Pölten setze man „den Schlussstein unter diese Entwicklung", so Wilfing. Dafür, warum man hier neben Laubenbachmühle noch eine Betriebsstätte baue, führte der Landesrat zwei zentrale Problemfelder an: „Die Gebäude hier sind in die Jahre gekommen", sagte Wilfing, dass Arbeitnehmerschutz, Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen hier nur noch knapp erfüllt werden könnten. Zudem sei die NÖVOG durch ihr Wachstum mittlerweile auf drei Standorte in ganz St. Pölten verteilt, was auch teure Einmietungen nach sich ziehe. Um „eine effiziente Abwicklung des Bahnbetriebs garantieren zu können", habe man daher entschieden, einen Neubau zu errichten.

Eine Sanierung des Altbestandes sei aufgrund des Gebäudealters und der Gebäudestruktur nicht möglich. Die bestehende Infrastruktur, Werkstätten und Remise samt vorgelagertem Gleisfeld solle daher nach dem Stand der Technik neu hergestellt werden. Zudem sollen die Büros der einzelnen Organisationseinheiten der NÖVOG in einem Verwaltungsgebäude zusammengefasst werden. Damit sollen die teuren Einmietungen der Vergangenheit nicht mehr zum Tragen kommen, so Wilfing. Man wolle hier am Alpenbahnhof „die Kraft der NÖVOG an einem Standort zeigen".

Untergebracht werden sollen hier am Alpenbahnhof zukünftig eine neue Werkstätte samt Ausstattung: eine Fachwerkstätte für Nostalgie- und Infrastrukturfahrzeuge, ein Karosserie- und Lackierbereich (Kombigleis Schmalspur/Normalspur) und eine mögliche Erweiterbarkeit für eine Normalspurwerkstätte. Möglich sein solle hier auch die Wartung und Reparatur der Himmelstreppe, wenn in Laubenbachmühle gerade andere Niederflurfahrzeuge gewartet werden, sowie die Unterbringung des Ötscherbärs und von Nostalgiebahnen, die teilweise jetzt im Freien stehen.

Auf dem Areal des Alpenbahnhofs, das der NÖVOG gehört, entstehen eine Remise mit ca. 960 Quadratmeter, eine Werkstatthalle mit ca. 900 Quadratmeter, eine Lackierhalle mit ca. 400 Quadratmeter, Werkstätten mit ca. 500 Quadratmeter und ein Verwaltungstrakt mit 1.800 Quadratmeter. Investiert werden 14,7 Millionen Euro, die von der NÖVOG selbst finanziert werden. Mit dieser Investition belebe man die Konjunktur im Raum St. Pölten, betonte Wilfing, dass man damit ca. 200 Arbeitsplätze für ein Jahr Bauzeit regeneriere. Die Bauverhandlung habe am 30. Jänner stattgefunden, es habe keinen Einspruch gegeben.

Zum Zeitplan sagte Wilfing, dass Ende April/Anfang Mai die Abrissarbeiten beginnen, mit Juni werde man den Baubeginn starten, im August 2018 erfolge die Fertigstellung, sodass man im Herbst 2018 die neuen Gebäude beziehen könne. Der Landesrat sagte „Danke" an Architekt DI Gerhard Moßburger, der die Planungsarbeit übernommen habe, und an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖVOG, stellvertretend an Projektleiter DI Paul Reiter. Mit dem neuen Betriebs- und Verwaltungszentrum werde man die Mariazellerbahn zukunftsfit machen, sodass diese damit die „attraktivste Bahn Österreichs" werde.

NÖVOG-Geschäftsführer Stindl führte aus, dass das Projekt auf 20 Jahre gerechnet werde. Damit erspare man sich erhebliche Mietkosten im Zentrum von St. Pölten und die Anmietung einer großen Halle auf dem ÖBB-Gelände. Bisher laufe alles reibungslos ab: „Es hat bei der Bauverhandlung keinen einzigen Einspruch oder Widerspruch gegeben." Als zentrale Vorteile des Neubauprojekts nannte Stindl, „dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquate Arbeitsplätze vorfinden, die dem Stand der Technik entsprechen", dass man damit „das gesamte Areal aufwertet - auch städtebaulich". Zudem sei es „eine Investition in die Zukunft, die den Fortbestand der Mariazellerbahn langfristig sichert".

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742-9005/12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at, NÖVOG, MMag. Martin Prikoszovich, Telefon 02742/36 09 90-13, E-Mail noevog.presse@noevog.at, http://www.noevog.at/.

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Begutachtung der Pläne für das Neubauprojekt der NÖVOG am Alpenbahnhof in St. Pölten: Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing und NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl. (v.l.n.r.)
Begutachtung der Pläne für das Neubauprojekt der NÖVOG am Alpenbahnhof in St. Pölten: Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing und NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl. (v.l.n.r.)© NÖ Landespressedienst/FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

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