15.07.2016 | 00:21

Niederösterreichs Exportwirtschaft legt in Osteuropa stark zu

Bohuslav, Zwazl: Exporte sind wesentlicher Faktor der heimischen Wirtschaft

Niederösterreich konnte seine starke Position im Export 2015 weiterhin behaupten, das belegen die nun vorliegenden Exportzahlen. „2015 konnten wir zum dritten Mal in Folge die 20 Milliarden-Euro-Marke überspringen. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Exporte um knapp 150 Millionen Euro auf 20,5 Milliarden Euro an. Wir sind damit nach Oberösterreich das Bundesland mit der größten Exportwirtschaft in Österreich", betonten Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl.

Die aktuelle Exportstatistik zeigt die große Bedeutung der osteuropäischen Märkte für die niederösterreichische Wirtschaft. Mit Tschechien, Ungarn, Polen, der Slowakei und Slowenien befinden sich fünf osteuropäische Länder unter den zehn wichtigsten Exportländern Niederösterreichs. „Als Osteuropas Märkte während der Wirtschaftskrise schwächelten, haben die niederösterreichischen Betriebe ihre Zelte nicht abgebaut, sondern sind geblieben. Das Durchhalten hat sich bezahlt gemacht", freuen sich Bohuslav und Zwazl. Nach Polen wuchsen die niederösterreichischen Exporte um 9,6 Prozent, in die Slowakei um 8,4 Prozent, nach Tschechien um 4,8 Prozent und nach Rumänien um 3,6 Prozent. Zurück gingen die Exporte nach Ungarn (-4,8 Prozent) sowie nach Slowenien (-3,2 Prozent).

Aus primär politischen Gründen brachen die Exporte nach Russland erneut massiv ein (-28,5 Prozent). „Die Russland-Sanktionen sind schmerzhaft für die niederösterreichische Wirtschaft. Einen politischen Lenkungseffekt konnten sie nicht erzielen, daher wäre es wirklich ratsam, diese rasch zu überdenken", erklärten Wirtschafts-Landesrätin Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl.

Landesrätin Bohuslav hob darüber hinaus besonders die positive Exportentwicklung in die USA hervor: „In die USA entwickeln sich unsere Exporte hervorragend. Hier konnten die niederösterreichischen Warenausfuhren im Vorjahr von 831 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro um 15 Prozent zulegen. Anlässlich unserer Delegationsreise im Herbst 2015 konnten wir uns, gemeinsam mit den mitreisenden Firmen, ein Bild von der Dynamik des Landes machen. Das Beispiel USA zeigt, dass wir mit unserer Exportstrategie auf dem richtigen Weg sind. Doch es ist noch großes Wachstumspotenzial für Niederösterreich vorhanden, wir werden unsere Anstrengungen weiter intensivieren."

Dies  unterstrich Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl am Beispiel der niederösterreichischen  Warenexporte in den Iran. „Niederösterreichs Betriebe haben 2015 um 20 Prozent mehr in den Iran exportiert als im Jahr zuvor. Auch wenn hier das Wachstum noch von einem relativ niedrigen Niveau ausgeht, bin ich überzeugt, dass es hier sehr gute Absatzchancen für unsere Unternehmen gibt. Und die Rückmeldungen der Firmen, die  an unserer Delegationsreise in den Iran im April dieses Jahres teilgenommen haben, bestärken mich in dieser Annahme." „Auch künftig wollen wir gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern und auf Basis von Einschätzungen von Experten die Chancen in neuen Märkten ausloten", hielten Wirtschafts-Landesrätin Bohuslav und Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl abschließend fest.

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