08.07.2016 | 00:44

Erstmals Programm über 2 Jahre ausgearbeitet: 587,5 Mio. Euro im Beschäftigungspakt für den NÖ Arbeitsmarkt

LH-Stv. Mikl-Leitner: „Ziehen alle an einem Strang"

Informierten über den Territorialen Beschäftigungspakt: Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner und Mag. Manfred Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice Niederösterreich. (v.l.n.r.)
Informierten über den Territorialen Beschäftigungspakt: Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner und Mag. Manfred Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice Niederösterreich. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Der Territoriale Beschäftigungspakt ist eine Partnerschaft des Landes Niederösterreich mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich, dem Sozialministeriumservice Niederösterreich, der Gemeindevertreterverbände, der Industriellenvereinigung Niederösterreich, der Arbeiterkammer Niederösterreich, dem Landesschulrat für Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich, um zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage in Niederösterreich beizutragen.

Die neuen Verträge wurden am heutigen Freitag - erstmals für eine Laufzeit von zwei Jahren - von Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich, Mag. Manfred Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice Niederösterreich, der Vertreter der Gemeindevertreterverbände, Mag. Alfred Riedl und Mag. Ewald Buschenreiter, Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Mag. Johann Heuras, Präsident des Landesschulrats für Niederösterreich, Günter Mayer, stellvertretender Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, und KommR Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, unterzeichnet.

„Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist äußerst dynamisch", betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Mikl-Leitner, dass man mit über 600.000 Beschäftigten in Niederösterreich zwar einen Rekord verzeichne, aber die Lage für die Arbeitssuchenden dennoch schwierig sei. Man wolle daher gemeinsam „dem negativen Trend der Arbeitslosigkeit entgegenwirken", bedankte sich Mikl-Leitner „bei allen Playern", dass der Territoriale Beschäftigungspakt heute unterschrieben werden konnte. „Wir ziehen hier alle an einem Strang", sagte die Landeshauptmann-Stellvertreterin, dass der Territoriale Beschäftigungspakt ein „sehr effizientes Instrumentarium" sei. Damit wolle man den Menschen mehr Stabilität am niederösterreichischen Arbeitsmarkt geben. „Danke an alle Sozialpartner und den Landesschulrat für die konstruktive Zusammenarbeit", so Mikl-Leitner.

Mit den heute beschlossenen Maßnahmenplänen werden für die Jahre 2016 und 2017 insgesamt 587,5 Millionen Euro für die gezielte Arbeitsmarktförderung in Niederösterreich eingesetzt. Den Hauptanteil trage mit 427,9 Millionen Euro das AMS, vom Sozialministeriumservice kommen weitere 82,3 Millionen Euro und vom Land Niederösterreich 77,3 Millionen Euro hinzu, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Damit helfe man 100.000 bis 120.000 Menschen in Niederösterreich „in Beschäftigung zu kommen oder sie vor Arbeitslosigkeit zu schützen", so Mikl-Leitner. Ermöglicht werde dies im Rahmen von Eingliederungsbeihilfen, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen und Qualifizierungsprogrammen.

Die größte Herausforderung liege bei all jenen, die kaum gebildet seien bzw. in der Minderqualifizierung der Arbeitssuchenden. So sei die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit bei jenen Personen, die nur über einen Pflichtabschluss verfügen um dreimal höher als bei jenen, die mindestens über einen Lehrabschluss verfügen. Daher werde man einen großen Schwerpunkt auf das Thema Bildung legen, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Sie hob den NÖ Weiterbildungsscheck, mit dem man schlecht Qualifizierte für den Arbeitsmarkt fit machen wolle, und die NÖ Bildungsförderung, um im Beruf stehende Personen weiter zu bilden, hervor. Viele Menschen würden bereits jahrelang im Beruf stehen, aber über keinen Lehrabschluss verfügen, dem wolle man mit der Initiative „Du kannst was" entgegenwirken. Vorgesehen dafür seien 200 Plätze. Gestartet werde mit einem Pilotprojekt in den Branchen Metallverarbeitung und Betriebslogistik.

AMS-Landesgeschäftsführer Fakler betonte, dass das verwendete Geld koordiniert und gebündelt eingesetzt werde. Der Territoriale Beschäftigungspakt sei „ein Dokument einer sehr gut funktionierenden Sozialpartnerschaft". Die Wachstumsraten, die bei etwa 1,6 Prozent liegen, würden „nicht ausreichen, um Beschäftigung so zu schaffen, dass sie Arbeitslosigkeit reduziert", betonte Fakler, dass man daher gezielte Maßnahmen setzen müsse, etwa indem man dem Dienstgeber einen Anreiz gebe, um Menschen einzustellen, die schon lange arbeitslos seien.

Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice NÖ, bedankte sich „für die tolle Kooperation". Ein Schwerpunkt sei der Übergang von Schule zu Beruf. Wer nur neun Pflichtschuljahre habe, habe wenig Chance, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ein wichtiger Punkt sei daher „die Vermeidung von Bildungsabbrüchen", so Rötzer.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Mikl-Leitner, Hermann Muhr, Telefon 0664/826 78 89, e-mail hermann.muhr@noel.gv.at, AMS Niederösterreich, Mag. Martina Fischlmayr, Telefon 01/531 36-140, e-mail martina.fischlmayr@ams.at, Sozialministeriumservice NÖ, Mag. Günther Widy, Telefon 02742/31 22 24-7624, e-mail guenther.widy@sozialministeriumservice.at.

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Nach der Unterzeichnung des Territorialen Beschäftigungspaktes: Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Mag. Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindebundes (VPNÖ), Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich, KommR Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Mag. Manfred Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice Niederösterreich, Mag. Johann Heuras, Präsident des Landesschulrats für Niederösterreich, Günter Mayer, stellvertretender Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, und Mag. Ewald Buschenreiter, Direktor des Gemeindevertreterverbandes Niederösterreich (SPNÖ). (v.l.n.r.)
Nach der Unterzeichnung des Territorialen Beschäftigungspaktes: Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Mag. Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindebundes (VPNÖ), Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich, KommR Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Mag. Manfred Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice Niederösterreich, Mag. Johann Heuras, Präsident des Landesschulrats für Niederösterreich, Günter Mayer, stellvertretender Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, und Mag. Ewald Buschenreiter, Direktor des Gemeindevertreterverbandes Niederösterreich (SPNÖ). (v.l.n.r.)© NÖ Landespressedienst/ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Nach der Unterzeichnung des Territorialen Beschäftigungspaktes: Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Mag. Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindebundes (VPNÖ), Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich, KommR Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Mag. Manfred Rötzer, Leiter der Landesstelle des Sozialministeriumservice Niederösterreich, Mag. Johann Heuras, Präsident des Landesschulrats für Niederösterreich, Günter Mayer, stellvertretender Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, und Mag. Ewald Buschenreiter, Direktor des Gemeindevertreterverbandes Niederösterreich (SPNÖ). (v.l.n.r.)

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