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25.06.2016 | 16:59

LH Pröll beim Zukunftskongress der Wirtschaftskammer Niederösterreich

„Im Blick zurück mit Vorbildern konfrontieren"

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Gespräch mit Moderator Robert Ziegler, Chefredakteur des ORF Niederösterreich. (v.l.n.r.)
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Gespräch mit Moderator Robert Ziegler, Chefredakteur des ORF Niederösterreich. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Anlässlich 70 Jahre Wirtschaftskammer Niederösterreich veranstaltet diese heute, Samstag, in St. Pölten einen Zukunftskongress, der unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft" steht und sich mit dem Thema der Digitalisierung auseinandersetzt. Eröffnet wurde der Zukunftskongress am frühen Nachmittag mit dem Film „70 Jahre Wirtschaftskammer Niederösterreich & 70 Jahre erfolgreiche Unternehmen visualisiert im Zeitraffer". Bundesrätin KommR Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, unter ihnen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Der Slogan „Zukunft braucht Herkunft" betone, dass es wichtig sei, nach vorne zu blicken und ebenso wichtig sei, „kraftvoll inne zu halten und zurück zu blicken", so Landeshauptmann Pröll. „Im Blick zurück können wir uns mit Vorbildern konfrontieren", betonte Pröll, dass man von den Vorbildern der Vergangenheit sehr viel lernen könne. Der Landeshauptmann gratulierte der Wirtschaftskammer Niederösterreich zu ihrem 70. Geburtstag und auch deren Präsidentin Zwazl zu ihrem bevorstehenden runden Geburtstag. Bei einem Jubiläum wie diesem werde „spürbar, worauf es ankommt", betonte Pröll, dass es wichtig sei „starke Wurzeln und starke Flügel zu haben". „Nur dort, wo eine tiefe Verwurzelung ist, kann man auch weltoffen nach vorne gehen", so Pröll. Flügel seien das Faktenwissen, aber auch Neugierde und Offenheit. Man solle sich dabei an Vorbildern wie Julius Raab orientieren, „die einen Handlauf am Weg nach vorne abgeben", so der Landeshauptmann.

Bezugnehmend auf „Brexit" sagte Pröll, dass man sich davon nicht unterkriegen lassen dürfe. Global gesehen werde Europa zunehmend mit anderen Wirtschaftsräumen wie Amerika, Russland oder Afrika konfrontiert. Die Herausforderung sei, konkurrenzfähig zu bleiben. Aus niederösterreichischer Sicht sei der Markt Großbritannien mit einem Exportvolumen von 530 Millionen Euro ein wichtiger Markt, aber nicht einer der „top ten" Exportmärkte.

Man habe „sehr kritische Situationen in der jüngeren Geschichte gemeistert", erinnerte der Landeshauptmann an den Eisernen Vorhang und die damit verbundenen Herausforderungen. Man habe gelernt, härter zu arbeiten als andere und das habe man auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht abgelegt. Pröll betonte, dass Niederösterreich das Bundesland mit der stärksten Kaufkraft sei, einen Rekord von 600.000 unselbstständig Beschäftigten und ein Exportvolumen von 20 Milliarden Euro erreicht habe. Außerdem sei Niederösterreich vergangene Woche in Brüssel als „Europäische Unternehmerregion" ausgezeichnet worden. „Das ist in erster Linie ein Kompliment an Sie als Unternehmerinnen und Unternehmer", so der Landeshauptmann. Eine Region, die so tüchtige Unternehmerinnen und Unternehmer habe, brauche keine Angst vor Herausforderungen haben.

Man müsse eine Linie finden zwischen der Erfahrung aus der Vergangenheit und der Offenheit für Neues. „Das Entscheidende ist, mit beiden Beinen am Boden zu bleiben. Nur jemand, der das kann, kann auch schwierige Situationen überwinden", so der Landeshauptmann. Es sei wichtig, Zusammenarbeit zu pflegen. Das zeige die Partnerschaft von Land Niederösterreich, Wirtschaftskammer Niederösterreich und Industriellenvereinigung Niederösterreich, so Pröll.

„Wir in der Wirtschaft sind Herausforderungen gewohnt und wissen auch, sie zu bewältigen", so Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl. Zielsetzung des Nachmittags sei, „dass wir Inputs bekommen, wie wir die Chance erkennen, diesen Trend erfolgreich in unseren Betrieben zu bewältigen", so Zwazl in Hinblick auf die Digitalisierung. Die Herkunft und das Wissen, woher man komme, gebe Kraft und zeige, „welche Kraft und Innovation in unseren Unternehmen steckt", so die Präsidentin zum Motto des Zukunftskongresses „Zukunft braucht Herkunft". Vor 70 Jahren sei die Wirtschaftskammer-Organisation mit Weitblick gegründet worden, heute sei die Wirtschaftskammer Niederösterreich ein „starker Partner".

Nach der Keynote zum Thema „Bildung im Zeitalter der Digitalisierung" von Prof. Dr. Richard David Precht ging es weiter mit Panel-Diskussionen. Gegen Ende der Veranstaltung werden Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl und Vizekanzler Dr. Reinhard Mitterlehner sowie abschließend Wirtschaftskammer-Präsidentin Zwazl zum Publikum sprechen.

Nähere Informationen: Büro Präsidentin Zwazl, Christian Buchar, Telefon 02742/851-14600, e-mail christian.buchar@wknoe.at, http://www.wko.at/.

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