26.02.2016 | 11:21

Eröffnung des ÖIF-Integrationszentrums in St. Pölten

LR Wilfing und BM Kurz präsentierten Start der Werte- und Orientierungskurse in Niederösterreich

Eröffneten das Integrationszentrum Niederösterreich des Österreichischen Integrationsfonds: Landesrat Mag. Karl Wilfing, Bundesminister Sebastian Kurz und der stellvertretende Geschäftsführer des ÖIF Mag. Roland Goiser. (v.l.n.r.)
Eröffneten das Integrationszentrum Niederösterreich des Österreichischen Integrationsfonds: Landesrat Mag. Karl Wilfing, Bundesminister Sebastian Kurz und der stellvertretende Geschäftsführer des ÖIF Mag. Roland Goiser. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In der Kugelgasse 8 in der St. Pöltner Innenstadt nahmen Integrations-Landesrat Mag. Karl Wilfing und Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres, heute, Freitag, die Eröffnung des Integrationszentrums des Österreichischen Integrationsfonds  (ÖIF) vor und präsentierten zudem den Start der Werte- und Orientierungskurse in Niederösterreich.

Landesrat Wilfing sagte, dass das Integrationszentrum in den wenigen Monaten, in denen es bereits in Betrieb sei, gezeigt habe, dass es „eine ganz wichtige Schaltstelle für die Integrationsarbeit in unserem Bundesland" geworden sei. In Niederösterreich gebe es „sehr viele Integrationsanstrengungen", so Wilfing. Koordiniert werde die Arbeit vom Integrationsservice der NÖ Landesakademie unter der Leitung von Mag. Murat Düzel. Es werde bereits in den Kindergärten angesetzt. „Wir haben 159 interkulturelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindergärten, die die Integration der Kinder fördern, unterstützen und begleiten und auch die Eltern einbeziehen", so Wilfing.

Niederösterreich übererfülle die Quote, was die Unterbringung von Flüchtlingen betreffe. 70 Prozent der Gemeinden würden Flüchtlinge in ihren Gemeinden betreuen. Zudem würden sich dort rasch „ehrenamtliche Vereine und Institutionen bilden, die die Integrationsarbeit begleiten", betonte Wilfing, dass man sehr dankbar über das Engagement der Zivilgesellschaft sei. Zudem gebe es ein neues Angebot: den Deutschtreff des Bildungs- und Heimatwerkes. Wertevermittlung sei ganz entscheidend, um sich zu integrieren, betonte Wilfing: „Es ist wichtig zu wissen, welche Regeln bei uns gelten." Er bedankte sich „für die Unterstützung, um der entscheidenden Rolle der Integration gerecht werden zu können".

Bundesminister Kurz bedankte sich „für die gute Kooperation". „Integration ist nicht nur eine ganz wesentliche Aufgabe für unsere Gesellschaft, sie ist auch eine große Herausforderung", betonte Kurz: „Wir brauchen eine Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien, der Länder und der Gemeinden." Die Eröffnung des Integrationszentrums in Niederösterreich sei ein „Garant dafür, dass wir die Zusammenarbeit noch weiter verstärken können", so der Bundesminister.

Ein wichtiger Punkt in der Flüchtlingsfrage sei, dass man den Zustrom nach Österreich minimiere. 90.000 Flüchtlinge seien bereits im vergangenen Jahr aufgenommen worden, für heuer habe Österreich eine Obergrenze von 37.500 Flüchtlingen festgesetzt. Im Vergleich dazu haben die USA 10.000 und Kanada 25.000 Flüchtlinge aufgenommen. Österreich habe die zweithöchste Zahl an Flüchtlingen pro Kopf nach Schweden. „Wir leisten einen überproportional hohen Beitrag", betonte Kurz, dass Österreich sehr solidarisch sei.

Um die Menschen bestmöglich integrieren zu können, seien drei Punkte zentral, so Kurz: „der Spracherwerb als Basis für die Integration", „der Einstieg in Arbeitsmarkt und Ehrenamt" und „Werteschulungen". Was den Spracherwerb betreffe, gebe es ein sehr breites Angebot an Sprachkursen. „Jeder soll schnellstmöglich die Sprache erlernen, wenn er in Österreich bleiben darf", so der Bundesminister. Die Wertevermittlung sei „ganz zentral" für die Integration, denn die Flüchtlinge kämen meist „aus ganz anderen Kulturkreisen, mit einer ganz anderen staatlichen und rechtlichen Struktur", so Kurz. Man müsse daher „unsere Grundwerte erklären". Dazu gehören neben der Gleichstellung von Mann und Frau, der Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit auch die Grundregeln des Zusammenlebens, wie die Begrüßung, so der Bundesminister. Zudem solle ein Überblick über den Staat und deren Geschichte gegeben werden.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds Mag. Roland Goiser betonte, dass das Integrationszentrum in Niederösterreich das siebente Integrationszentrum sei. „Der Österreichische Integrationsfonds ist seit vielen Jahren im Bundesland Niederösterreich aktiv", so Goiser. Das Zentrum in St. Pölten mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe im November den Probebetrieb aufgenommen und bisher bereits über 600 Beratungen durchgeführt. Es werde auch mobile Beratungsformate geben, um Niederösterreich als Flächenbundesland gerecht zu werden. Neben der Beratung werden auch Sprach- und Wertekurse angeboten.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at, Büro BM Kurz, Mag. Gerald Fleischmann, Telefon 050/1150-3409, e-mail gerald.fleischmann@bmeia.gv.at, Österreichischer Integrationsfonds, MMag. Franziska Troger, Telefon 01/710 12 03-133, e-mail franziska.troger@integrationsfonds.at, http://www.integrationsfonds.at/, http://www.bmeia.gv.at/.

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