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09.06.2015 | 13:44

Europa-Forum Wachau seit 20 Jahren eine „Plattform des Dialogs"

Pröll, Kurz, Schwarz und Lendvai zogen Zwischenbilanz

20 Jahre Europa-Forum Wachau: Außenminister Sebastian Kurz, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Prof. Paul Lendvai (v. l. n. r.).
20 Jahre Europa-Forum Wachau: Außenminister Sebastian Kurz, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Prof. Paul Lendvai (v. l. n. r.).© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Europa-Forum Wachau auf Stift Göttweig findet heuer zum 20. Mal statt. Dieses Jubiläum nahmen heute, Dienstag, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Außenminister Sebastian Kurz, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Prof. Paul Lendvai zum Anlass, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Das Europa-Forum Wachau sei vor 20 Jahren gemeinsam mit dem damaligen Außenminister Alois Mock installiert worden, „um den Europäisierungsprozess zu begleiten", erinnerte Landeshauptmann Pröll an die Anfänge vor zwei Jahrzehnten. Das Bundesland Niederösterreich, gelegen an der Nahtstelle zwischen dem alten und dem neuen Europa, habe mit dem Europa-Forum vor allem drei konkrete Ziele verbunden, so Pröll: erstens zu überlegen, wie man das Tor zum neuen Europa öffnen könne, zweitens über die Rolle der Regionen im Europäisierungsprozess nachzudenken und drittens das Europa-Forum als dauerhaften Dialog und Meinungsaustausch zu institutionalisieren.

Europa habe in den vergangenen 20 Jahren „eine unglaubliche Entwicklung genommen", verwies der Landeshauptmann auf die neuen Mitgliedsstaaten oder auch auf die gemeinsame Währung. Das neue Europa sei auch eine große Chance für Niederösterreich gewesen, so Pröll: „Die Europäisierung ist ein unglaublicher Wachstumsschub für Niederösterreich geworden. Die Zahl der Betriebe hat sich mehr als verdoppelt, die Warenexporte haben sich verdreifacht und die Zahl der Beschäftigten ist um 20 Prozent gestiegen." Niederösterreich habe als Region im Herzen Europas auch Vorbildwirkung entwickeln können, wies er auch auf den „Award of excellence" im Jahr 2002 oder die Auszeichnung als innovativste Region Europas im Jahr 2007 hin. Das Bundesland habe sich in Europa auch entsprechend eingebracht, etwa durch den Mobilfunkpakt als Vorzeigeprojekt auf europäischer Ebene, die Subsidiaritätskonferenz oder die Regionen-Initiative zur Verlängerung der Regionalförderung.

„Das Europa-Forum Wachau hat sich zu einer Plattform des Dialogs entwickelt", betonte Pröll und verwies auf die vielen prominenten Referenten, unter ihnen eine große Zahl an Premierministern und Außenministern. „Unser Ziel im Blick nach vorne ist klar: wir wollen weiter eine aktive Rolle im europäischen Diskurs bilden", sagte Pröll.

Das Europa-Forum Wachau biete „einen einzigartigen Rahmen für die europapolitische Diskussion in Österreich", betonte Außenminister Kurz in seiner Stellungnahme. Österreich habe vom EU-Beitritt stark profitiert, 70 Prozent der Exporte gingen in die Europäische Union und man habe massiv an Arbeitsplätzen gewonnen, betonte Kurz. Natürlich brauche es auch eine Auseinandersetzung mit der Europäischen Union und eine Diskussion über die Zukunft der Europäischen Union, so der Minister: „Schön, dass das Europa-Forum Wachau dafür wieder einen Rahmen bietet."

Als Neuerung werde heuer in den drei Bereichen Medien, Jugend und Zivilgesellschaft der Europapreis vergeben, kündigte er an. Eine hochkarätige Jury wählt dafür Personen und Institutionen aus, die die Europäische Union durch ihr Engagement in Österreich thematisieren, so der Außenminister.

Das diesjährige Generalthema werde „Stößt Europa an seine Grenzen?" lauten, informierte Landesrätin Schwarz. Dabei gehe es um die Asylfrage ebenso wie um eine gemeinsame Wirtschafts- und Außenpolitik oder auch um die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Neben prominenten Referenten wie zum Beispiel den tschechischen Vizepremierminister Ing. Andrej Babis, EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn oder dem ungarischen Außenminister Dr. Peter Szijjarto werde es auch heuer wieder Arbeitskreise geben, so etwa zu den Themen Sicherheitspolitik und regionale Zusammenarbeit, berichtete die Landesrätin.

„Göttweig ist ein geflügeltes Wort geworden. Politiker, Journalisten und Korrespondenten kommen, weil sie gesehen haben, dass es sich lohnt, nach Göttweig zu kommen", sagte Prof. Lendvai in seiner Stellungnahme. Dies sei auch „der beste Beweis dafür, dass Regionen nicht Provinzialisierung bedeuten, sondern eine Brücke zur Welt", so Lendvai, der auch betonte: „20 Jahre nach der ersten Veranstaltung in Göttweig können wir alle stolz sein, dass so viele wichtige Politiker und Journalisten nach Göttweig gekommen sind."

 

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