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18.05.2015 | 07:26

Zehn Jahre Brandlhof in Radlbrunn

LH Pröll: „Wunderschöne Begegnungsstätte von Mensch zu Mensch"

Feierten zehn Jahre Brandlhof in Radlbrunn: Justizminister Mag. Wolfgang Brandstetter und Gattin Christine, Dorothea Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, Elisabeth und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, TV-Moderatorin Barbara Stöckl und Schriftsteller Peter Turrini. (v.l.n.r.)
Feierten zehn Jahre Brandlhof in Radlbrunn: Justizminister Mag. Wolfgang Brandstetter und Gattin Christine, Dorothea Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, Elisabeth und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, TV-Moderatorin Barbara Stöckl und Schriftsteller Peter Turrini. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Bereits im Jahre 1209 als Meierhof des Stifts Lilienfeld erstmals urkundlich erwähnt war der Brandlhof in Radlbrunn über sieben Generationen lang ein landwirtschaftlicher Vorzeigebetrieb der Familie Brandl bis er sprichwörtlich in einen Dornröschenschlaf versank. Das Ehepaar Brandl setzte Vertrauen in das Konzept der Volkskultur Niederösterreich und gemeinsam mit dem Land Niederösterreich wurde im Zuge der Landesausstellung am Heldenberg im Jahre 2005 die behutsame Restaurierung vorangetrieben und der Hof eröffnet und ist seitdem ein Zentrum für Regionalkultur im Weinviertel. Das Zehn-Jahre-Jubiläum wurde gestern, Sonntag, mit einem Festakt mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gefeiert.

Dass heute so viele Festgäste in den Brandlhof gekommen seien, sei „ein Beweis dafür, dass der Brandlhof in den zurückliegenden zehn Jahren weit über die Grenzen unserer Heimatgemeinde hinaus Bekanntheit erreicht hat", so Landeshauptmann Pröll in seiner Festrede. Jeder, der hier schon gewesen sei, habe das Gefühl mitgenommen „Hierher muss ich wieder kommen", so Pröll. Der Brandlhof schlage „eine Brücke aus der Vergangenheit herein in die Gegenwart". Hier werde „das Leben unserer Vorfahren wieder lebendig", so der Landeshauptmann, der betonte, dass der heutige Tag zeige, dass es auch wichtig sei, rückwärts zu schauen, denn: „Das Wissen von gestern formt das Gewissen von heute."

„Der Brandlhof ist eine Brücke zur Kultur über die Volkskultur", so Pröll. Der Brandlhof sei „ein entscheidendes Zentrum der Kultur und Schauplatz der kulturellen Szenerie des gesamten Bundeslandes". „Der Brandlhof ist eine Kraftquelle - nicht nur für die Gemeinde, sondern für die Region, für das Land und darüber hinaus", so Pröll. Darüber hinaus sei er „eine wunderschöne Begegnungsstätte von Mensch zu Mensch geworden". Damit sei er „ein Gegentrend zum Trend unserer Zeit", „ein Ort abseits von Lärm und Trubel, um der Hektik des Alltags zu entrinnen". Hier hätten die Menschen „die Chance, ihre eigenen Wurzeln zu spüren". „Nur jemand, der tiefe Wurzeln schlägt, der kann auch weltoffen nach vorne gehen", so der Landeshauptmann. Der Brandlhof solle „Wegweiser und Handlauf am Weg in die Zukunft sein". Mit diesem gebe man auch den nächsten Generationen das Gefühl „Dort ist der richtige Weg". Pröll bedankte sich bei Dorothea Draxler, Dr. Edgar Niemeczek und der gesamten Volkskultur-Mannschaft für ihre Arbeit und bei der Familie Brandl, die dieses „Juwel aus der Vergangenheit" vorausschauend verfügbar gemacht habe.

Im Brandlhof herrsche eine „besondere Atmosphäre": „Das liegt wahrscheinlich an seiner 800-jährigen Geschichte", so Dorothea Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich im Gespräch mit Moderatorin Birgit Perl beim ORF Radio NÖ Frühschoppen. Die Stallungen von einst seien heute Seminar- und Veranstaltungsräume und man könne hier auch wunderbar Geburtstage feiern. Mit dem Brandlhof habe die Bühne Weinviertel eine Heimat gefunden und der Hof sei auch „eine Heimstätte für die örtlichen Vereine", so Draxler.

„Durch den Brandlhof kennt man jetzt Ziersdorf besser", so Bürgermeister Johann Gartner, der betonte, dass mit dem Brandlhof ein „hervorragender Betrieb entstanden" sei. Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung sagte, dass die Volkskultur „ein Synonym für Tradition und Werthaltung" sei. Das Besondere am Brandlhof sei, dass er authentisch sei und, dass es nur wenige Gebäude gebe, die in der Form vorhanden seien.

Den Festgottesdienst in der Pfarrkirche gestalteten Abt Mag. Matthäus Nimmervoll vom Stift Lilienfeld und Pfarrer Dechant Edmund Tanzer.

Die musikalische Gestaltung des Festaktes und des ORF Radio NÖ Frühschoppens übernahmen der Musikverein Radlbrunn und die Weinviertler Kirtagsmusik.

Weitere Interviewpartner beim ORF Radio NÖ Frühschoppen waren neben Landeshauptmann Pröll und Volkskultur Niederösterreich-Geschäftsführerin Draxler Dr. Veronika Plöckinger-Walenta, Wissenschaftliche Leiterin des Museumsdorfs Niedersulz, Schriftsteller Peter Turrini, Anton Deibler, Obmann des Musikvereins Radlbrunn, und Martin Haslinger, Leiter der Weinviertler Kirtagsmusik.

Weiters unter den Ehrengästen waren unter anderen Justizminister Mag. Wolfgang Brandstetter, Landesdirektor Norbert Gollinger vom ORF Niederösterreich, Brigadier Rudolf Striedinger, Militärkommandant von Niederösterreich, Dr. Peter Harold, Vorstandsvorsitzender der HYPO Niederösterreich und Maria Forstner, Obfrau der Dorf- und Stadterneuerung Niederösterreich.

Nähere Informationen: Volkskultur Niederösterreich, Telefon 02732/850 15 29, http://www.volkskulturnoe.at/.

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