13.07.2017 | 10:03

Förderung zweier innovativer Projekte aus dem „FWF-Matching Fund Modell“

LH Mikl-Leitner: Investitionen in Forschung und Entwicklung sind nachhaltig

Die Einwerbung von Drittmitteln ist eine wesentliche Säule in der positiven Entwicklung einer Forschungseinrichtung. In Niederösterreich zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung bei der Einwerbung für Forschungsprojekte sowohl auf Bundesebene als auch auf europäischer Ebene. „Um im nationalen und internationalen Vergleich bestehen zu können, braucht es Kompetenz und Qualität. Beide Aspekte werden von den niederösterreichischen Forschungseinrichtungen erbracht“, freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Allein 8,1 Millionen Euro gingen im Jahr 2016 vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), der wichtigsten Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung in Österreich, nach Niederösterreich. Besonders erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch das „FWF Matching Funds Modell“. Im Rahmen dieser Kooperationsvereinbarung kofinanzieren das Land Niederösterreich und der FWF niederösterreichische Forschungsprojekte zu jeweils 50 Prozent. Der Finanzierungsanteil des FWF wird dabei durch Mittel der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung aufgebracht. Die Finanzierung von zwei dieser Projekte wurde nun von der Niederösterreichischen Landesregierung beschlossen: Das Projekt „Loch Spin-Bahn-Qubits in Ge (Germanium, Anm.) Quantenfilmstrukturen“ des IST Austria Klosterneuburg verfolgt einen innovativen Ansatz, da an einer Grundlage für die Schaffung einer neuen Generation von Geräten gearbeitet wird, die nach den Prinzipien der Quantenmechanik funktionieren. Das Land Niederösterreich fördert dieses Projekt mit knapp 220.000 Euro. In einem Projekt des WasserCluster Lunz wird untersucht, welchen ökologischen Einfluss ein bestimmter Wasserfloh auf das Zooplankton in österreichischen Bergseen hat. Es wurde eine Förderung in der Höhe von knapp 177.000 Euro beschlossen. Für beide Projekte wird vom FWF dieselbe Summe aus Mitteln der Nationalstiftung aufgewandt. „Das ,FWF-Matching Funds Modell‘ ist ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der niederösterreichischen Forschungseinrichtungen, insbesondere in den im FTI-Programm Niederösterreich definierten Themenfeldern“, zeigt sich Johanna Mikl-Leitner überzeugt.

Niederösterreichische Forschungseinrichtungen waren aber auch bei weiteren Drittmitteleinwerbungen erfolgreich: So gingen allein 2016 Fördermittel der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Höhe von insgesamt 47 Millionen nach Niederösterreich. Besonders erfreulich ist auch der bisherige Erfolg niederösterreichischer Institutionen in Horizon 2020, dem aktuellen Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Niederösterreichische Institutionen konnten in diesem Programm bisher insgesamt 63,4 Millionen Euro einwerben. Damit gingen 9,9 Prozent aller nach Österreich gegangenen Förderungen nach Niederösterreich, das damit in dieser Statistik das dritterfolgreichste Bundesland ist.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Wissenschaftseinrichtungen immer erfolgreicher in der Einwerbung von Drittmittel werden. Es ist auch Beweis dafür, dass die rund 100 Millionen Euro, die wir pro Jahr für Forschung und Innovation aufwenden, nachhaltig investiert sind“, freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

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