11.04.2018 | 14:14

Festakt „25 Jahre ARGE NÖ Heime“ in Mautern

LR Teschl-Hofmeister: Abschaffung des Pflegeregresses ist eine große Herausforderung für das Pflegesystem

Obmann Dietmar Stockinger, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Otto Huber, Leiter der Gruppe Gesundheit und Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung (v.l.n.r.)
Obmann Dietmar Stockinger, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Otto Huber, Leiter der Gruppe Gesundheit und Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung (v.l.n.r.)© NLK ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Seit dem Jahr 1993 besteht in Niederösterreich die Arbeitsgemeinschaft der Pflege- und Pensionistenheime. Gemeinsam mit Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister lud Obmann Dietmar Stockinger heute, Mittwoch, zahlreiche Heimvertreterinnen und Heimvertreter aus den insgesamt 110 landeseigenen Pflege- und Betreuungszentren und privaten Pflegeeinrichtungen zum Festakt in die Römerhalle Mautern. Beherrschendes Thema war die aktuelle Debatte rund um die Abschaffung des Pflegeregresses.

„Zu Beginn möchte ich vor allem meinen ausdrücklichen Dank für Ihre bewundernswerte Arbeit in den Heimen in Niederösterreich aussprechen. Ich weiß, dass Sie tagtäglich unsere älteren Mitmenschen in das Zentrum Ihrer Bemühungen stellen und mit viel Engagement das richtige Gleichgewicht von Professionalität in der Betreuung und Menschlichkeit im Umgang schaffen. Als ARGE Heime leisten Sie einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft, und ich gratuliere recht herzlich zum Jubiläum“, so Sozial-Landesrätin Teschl-Hofmeister.

Die Abschaffung des Pflegeregresses und den damit verbundenen Einnahmenentfall sowie die zusätzlich entstehenden Kosten für Länder und Gemeinden bezeichnete Landesrätin Teschl-Hofmeister als größte Herausforderung der kommenden Monate: „Wir wissen, dass uns durch die Abschaffung des Pflegeregresses Mehrkosten von rund 55 Millionen Euro im heurigen Jahr entstehen, ohne Einberechnung der Kosten für etwaige zusätzlich notwendige Heimplätze. Die österreichweiten 100 Millionen Euro, die der Bund bereits zugesagt hat, reichen bei weitem nicht aus. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass mit dem Bund so schnell als möglich eine Lösung für die Abdeckung der Mehrkosten der Länder und Gemeinden gefunden werden wird und dass für die Pflege in Niederösterreich weiterhin gute Rahmenbedingungen bestehen werden.“

„Wir spüren, dass durch die Abschaffung des Regresses auch eine erhöhte Nachfrage auf unsere Heime ausgelöst wurde. Momentan haben wir 50 Prozent mehr Anträge auf Heimaufnahmen, die wir aber gemeinsam noch gut bewältigen können. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass wir im Pflege- und Betreuungsbereich in Österreich eine umfassende Diskussion über die langfristige Gestaltung und Finanzierung des Systems brauchen.“

Die ARGE NÖ Heime ist ein gemeinnütziger Verein und als solcher Mitglied im Bundesverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs „Lebenswelt Heim“. In der ARGE NÖ Heime sind Pensionisten- und Pflegeheime des Landes Niederösterreich sowie eine beträchtliche Anzahl privatrechtlich geführte Einrichtungen vertreten. Derzeit umfasst die ARGE NÖ Heime 88 Mitglieder.

Nähere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at

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