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06.03.2018 | 14:01

Ehrenzeichenüberreichung im NÖ Landhaus in St. Pölten

LH Mikl-Leitner: Arbeit, Mobilität, gesundheitliche Versorgung und Familienpolitik

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verlieh den Titel "Medizinalrat" an den Ärztlichen Direktor des Landesklinikums Zwettl, Manfred Weissinger.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verlieh den Titel "Medizinalrat" an den Ärztlichen Direktor des Landesklinikums Zwettl, Manfred Weissinger.© NLK PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Der Sitzungssaal des NÖ Landhauses in St. Pölten war heute Schauplatz einer Ehrenzeichenüberreichung an verdiente Persönlichkeiten durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Insgesamt wurden 46 Ehrenzeichen verliehen: 28 Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, eine Gedenkmedaille des Landes Niederösterreich, sechs Berufstitel, acht Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und drei Bundes-Ehrenzeichen.

Das Jahr 2018 habe mit einer wichtigen Weichenstellung für Niederösterreich begonnen, sagte die Landeshauptfrau in ihrer Festrede. „Am 28. Jänner wurde ein neuer Landtag gewählt, am 22. März wird sich der neue Landtag konstituieren“, so Mikl-Leitner. „Und wenn ich an diese Weichenstellung denke, dann verspüre ich eine tiefe Dankbarkeit für diesen großen Vertrauensvorschuss, den mir die niederösterreichischen Landsleute gegeben haben. Ein Vertrauensvorschuss, der für uns eine große Kraftquelle ist für den Weg in die Zukunft“, betonte sie.

„Im letzten Jahr haben wir ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent verzeichnet, das deutlich über dem Österreich-Schnitt gelegen ist“, so Mikl-Leitner. Für heuer würden die Experten ein Plus von 3,3 Prozent erwarten. Im Bereich der Kaufkraft liege Niederösterreich auf Platz eins. „Selbstverständlich wirken sich diese Zahlen auch auf den Arbeitsmarkt aus. Wir haben durchschnittlich 600.000 Beschäftigte in Niederösterreich, in den letzten Monaten konnten wir laufend sinkende Arbeitslosenzahlen verzeichnen“, unterstrich sie.

Für den Kulturbereich merkte die Landeshauptfrau an: „Die Kultur ist zu einem Markenzeichen Niederösterreichs geworden. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden an die 600 Millionen Euro in die kulturelle Infrastruktur investiert“. Investitionen, die sich nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich rechnen, sagte sie, und erinnerte an den Kulturbezirk St. Pölten, die Kunstmeile in Krems und an Grafenegg. Eine Analyse zeige, dass der Kulturbereich Jahr für Jahr rund 1,1 Milliarden Euro an Wertschöpfung bringe und „dadurch in Niederösterreich 25.000 Arbeitsplätze geschaffen werden konnten.“

Zudem sei es gelungen, „Niederösterreich als starke europäische Region in Europa zu positionieren.“ Niederösterreich sei heute ein Land, das in Europa gehört und geachtet werde, erinnerte sie an Gespräche mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Kommissar Oettinger. Dabei sei vor allem die Fortführung der europäischen Strukturförderpolitik im Mittelpunkt gestanden. Durch die EU-Projekte sei Europa für die Menschen „spürbar und fühlbar“ geworden, so Mikl-Leitner.

Die größte Herausforderung sei mit dem Thema Arbeit verbunden, unterstrich sie. In diesem Zusammenhang müsse man „weniger Bürokratie, mehr Gerechtigkeit, weniger Bevormundung und mehr Hausverstand“ ermöglichen. Das Beschäftigungspaket umfasse 1,3 Milliarden Euro und inkludiere auch den gesamten schulischen Bereich und die digitale Kompetenz. Im Hinblick auf das Thema Mobilität meinte Mikl-Leitner, das Land habe hier mit einem Mobilitätspaket im Ausmaß von drei Milliarden Euro Vorsorge getroffen. Gerade im Bereich der E-Mobilität sei es gelungen, eine Vorzeigeregion zu werden, meinte Mikl-Leitner.

Hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung sagte die Landeshauptfrau, Niederösterreich sei mit den 27 Klinikstandorten gut aufgestellt, daneben sei auch der niedergelassene Bereich von sehr großer Wichtigkeit. „Wenn es um die gesundheitliche Versorgung geht, müssen sich die Menschen auf uns verlassen können“, so Mikl-Leitner. Zur Familienpolitik merkte sie an: „Die Familien sind eine Kraftquelle und uns allen ein ganz besonderes Herzensanliegen.“ Es gehe um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so Mikl-Leitner. Neue Kleinstkinder-Gruppen sollten den Eltern das Leben noch leichter machen. „Wir wollen nicht Vormund der Eltern, sondern Partner der Familien sein“, schloss die Landeshauptfrau.

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