Wohnbauförderung Wohnungsbau

Wer kann um Förderung für welche Objekte ansuchen? Und wie errechnet sich die Förderungshöhe?  

Im Wohnungsbau wird die Errichtung von Wohnungen in Mehrfamilienwohnhäusern sowie von Wohnheimen gefördert.

Eine Wohnung ist eine Einheit, die aus Wohn-, Aufenthalts- und Nebenräumen, zumindest jedoch aus einem Wohnraum samt Nebenraum besteht und die baubehördlich als Wohnung bewilligt ist.

Ein Wohnheim ist ein Gebäude, das baubehördlich als solches bewilligt ist und zumindest zum Teil zur Unterbringung von:

  • behinderten, betreuungsbedürftigen (betreutes Wohnen) oder sozial bedürftigen Menschen dient oder
  • zum Zwecke der Aus- und Weiterbildung, Berufsausübung, Erholung oder Altersversorgung bewohnt wird.

Ansuchen um Förderung von Wohnungsbau können eingebracht werden von: 

  1. Österreichischen Staatsbürgern, denen auch EWR Bürger und Konventionsflüchtlinge gleichgestellt sind, zur Errichtung von:
  2. Gemeinden zur Errichtung von
  3. Gemeinnützigen Bauvereinigungen mit dem Sitz im Inland zur Errichtung von
  4. Anderen als den genannten juristischen Personen mit dem Sitz im Inland oder einem anderen EWR Mitgliedstaat zur Errichtung von
  5. Anderen juristischen Personen, die gemeinnützigen (sozialen, karitativen) Zwecken dienen zur Errichtung von Wohnheimen.

Eine Förderung kann nur dem Liegenschaftseigentümer, Wohnungseigentümer oder Bauberechtigten zuerkannt werden.

Gemäß NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011 besteht die Objektförderung aus einem bezuschussten Darlehen als Förderungsdarlehen auf die Dauer von 31 Jahren.

Das Darlehen ist bei jenem Darlehensgeber aufzunehmen, welchem die NÖ Landesregierung in einem Vergabeverfahren ermittelt. Die Förderungsleistung des Landes Niederösterreich besteht in der Übernahme der Haftung als Bürge und Zahler. Zusätzlich werden ab dem Rückzahlungsbeginn bis zum Ende der Laufzeit des Förderungsdarlehens Zuschüsse in der Höhe der Differenz zwischen den Darlehenszinsen und dem Förderzinssatz gewährt.

Nähere Details zur Objektförderung und Förderungshöhe finden Sie in dem §30 NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011 (siehe Downloads - unten)

Die Förderung errechnet sich über die im Punktesystem erreichten Punkte und der Multiplikation mit der Anzahl der Quadratmeter Nutzfläche. 

BERECHNUNG ENERGIEKENNZAHL UND PUNKTE

Eine weitere Zuerkennung von 40 Punkten ist für die Wohnform "Betreutes Wohnen" möglich, welche insbesondere Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Menschen, die altersbedingt Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, eine selbständige Lebensführung ermöglicht:

  • Barrierefreie Ausführung des Gebäudes, das heißt der Zugang ins Gebäude und in die Wohnung muss barrierefrei sein und auch das barrierefreie Bewegen in der Wohnung inklusive Sanitärbereich ist zu gewährleisten 
  • Aufzug
  • Aufenthalts-/Gemeinschaftsraum für die Bewohner (beispielsweise: Lese-, Internet- und Fernsehraum); Mindestgröße 3 m²/WE, mindestens jedoch 20 m²
  • Raum für Betreuer und allenfalls für einfache ärztliche Versorgung 
  • Notrufsystem (nachrüstbar innerhalb 24 Stunden)
  • die Wohnungsgröße sollte 45 m² bis 65 m² betragen
  • geeignete Infrastruktur, Gemeindeamt, behördliche Einrichtungen, Nahversorgung und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind ausreichend vorhanden und gut erreichbar 
  • die Vergabe darf nur in Miete erfolgen
  • Organisation der Betreuung durch die Standortgemeinde im Einvernehmen mit dem zuständigen Regierungsmitglied der NÖ Landesregierung für Soziales;
    kommen frühere Bestimmungen zur Anwendung so kann die o.a. Regelung angewendet werden

Die Zuerkennung von Punkten aus der Barrierefreiheit und der Lagequalität ist für Betreutes Wohnen nicht möglich.

Förderungen dürfen nur nach Maßgabe der für diese Wohnform gewidmeten Mittel zuerkannt werden.

Für die Wohnform "Junges Wohnen" ist die Zuerkennung von 20 Punkten möglich:

  • die Wohnungsgröße beträgt maximal 60 m²; die Verbindung von 2 Wohnungen gemäß § 32 ist nicht möglich
  • die Vergabe darf nur in Miete erfolgen
  • der Finanzierungsbeitrag darf höchstens Euro 4.000,00 betragen
  • das Objekt muss auf einem Baurechtsgrund errichtet werden
  • Die Bewohner dürfen zum Zeitpunkt der Anmietung das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Bei Ehepartnern oder Lebenspartnerschaften muss mindestens einer der Partner die Anforderung erfüllen.

Förderungen dürfen nur nach Maßgabe der für die Wohnform gewidmeten Mittel zuerkannt werden. Eine Zusatzförderung gemäß Lagequalität kann nicht zuerkannt werden.

Die Förderung "Junges Wohnen" ist bis 31.12.2017 befristet.

Für die Wohnform "Familienwohnen" ist die Zuerkennung von 10 Punkten möglich:

Die Grundrisse müssen den Bedürfnissen von Familien entgegen kommen. (Übersichtlichkeit, Raumaufteilung, Freiraum, Maximierung des nutzbaren Raumes).
Die Wohnung muss in 4 Zimmer eingeteilt sein.
Es werden nur Wohnungen - keine Reihenhäuser - gefördert.

Die Familie muss aus 2 Erwachsenen und mindestens 1 Kind, oder
aus 1 Erwachsenen und mindestens 2 Kindern bestehen.
Für das Kind oder die Kinder muss zum Zeitpunkt des Bezuges
Familienbeihilfe bezogen werden.

Förderungen dürfen nur nach Maßgabe der für diese Wohnform gewidmeten Mittel zuerkannt werden.
Die Förderung „Familienwohnen" ist bis 31.12.2017 befristet.

Unterlagen zum Ansuchen

Quadratmeter-Förderung; NÖ Wohnungsförderungsrichlinien 2011 ab 7. Änderung

Quadratmeter-Förderung; NÖ Wohnungsförderungsrichlinien 2011 ab 6. Änderung

Quadratmeter-Förderung; NÖ Wohnungsförderungsrichtlinien 2011 / 2005

Berechnungen EKZ und Punkte

Kategorie - Förderung

Allgemein gültige Formulare

Unterlagen und Informationen zum Gestaltungsbeirat bzw. Architektur- und Planungsauswahlverfahren

 Nachweis der Förderungswürdigkeit bei Endabrechnung

weiterführende Links
Downloads

Ihr Kontakt zum Thema Wohnbauförderung

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Wohnungsförderung
Landhausplatz 1, Haus 7A
3109 St. Pölten
E-Mail: post.f2auskunft@noel.gv.at
Tel: 02742/22133
Fax: 02742/9005-15395   
Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2017
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